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Die Augen

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Friedemann Schulz, WDR 2008


Oliver Krietsch-Matzura; Bild: WDR/Sibylle Anneck
Samuel Grünberg ist Angestellter in der Werbeabteilung einer Bank und interessiert sich für Filme, vor allem für die hartgesottenen, einsamen Helden der düsteren Schwarzweißfilme der 40er-Jahre und die „eiskalten Engel“ ihrer Nachfolger. In einer Bar lernt er eine geheimnisvolle junge Frau kennen ­ eine flüchtige, aber sehr intensive Begegnung, die man unter anderen Umständen vielleicht eine „Liebe auf den ersten Blick“ genannt hätte. Zwei Tage später erscheint eine andere Frau in der Bar. Sie bringt ihn noch in derselben Nacht zu jener mysteriösen Unbekannten. Am nächsten Morgen steht Samuel Grünberg unter Mordverdacht.

Friedemann Schulz, geboren 1945, schreibt seit über 20 Jahren Hörspiele und Drehbücher für Kino- und Fernsehfilme. Er lebt in Neuwied.

hoerspielTIPPs.net:
«Es beginnt wie ein typischer Vertreter des hard-boiled-Genres. Der einsame Wolf, eine Bar, eine geheimnisvolle Frau.... doch dann steht plötzlich Sammys Behinderung im Fokus des Geschehens. Diese eröffnet der Geschichte ganz neue Möglichkeiten, die Friedemann Schulz zu nutzen weiß. Natürlich ist das ein nicht unübliches Mittel um Hörer und Protagonist auf eine Ebene zu hieven, dennoch entwickelt man einen sehr guten und originellen Plot daraus.

Die Umsetzung kann sich ebenfalls hören lassen. Wenngleich man nur in wenigen Rollen prominent besetzt, kann das Ensemble insgesamt überzeugen. Oliver Krietsch-Mazura ist eine unverbrauchte Stimme im Hörspielbereich, er löst die ihm hier gestellt Aufgabe allerdings exzellent. Seine Stimme passt zwar nicht in das Klischee, das die Geschichte zunächst vorgibt, umso stimmiger wird sein Einsatz, wenn man die Hintergründe kennt und man fortan weiß, dass die Geschichte, doch einen etwas ungewohnteren Verlauf nehmen wird.
Daneben sticht vor allem Christian Brückner in seiner Doppelrolle hervor. Ungewöhnlich, dass man diese markante Stimme in zwei Rollen einsetzt, aber das Skript gibt dem Ganzen einen Grund, so dass letztlich nur die Frage bleibt, ob es auch ursprünglich so vorgesehen war, oder aus einer Not heraus geboren wurde. Eigentlich ist es aber auch egal, da es stimmig gelöst wurde.

Ein Hörspiel, das in nahezu allen Belangen überzeugen kann, aber vor allem mit der guten und originellen Geschichte punktet.Hier lohnt sich das Einschalten!»

🔥 Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 09.12.2008


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