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Kontrollierter Sinkflug

ein Hörspiel von Schauplatz International, SRF 2016


⏰ 52 Min.

🎬 Regie: Anna-Lisa Ellend, Johannes Mayr

Text: Albert Liebl

Tontechnik: Tom Willen

🎼 Musik: Martin Lorenz

🎤 Mit: Stjepan Markovic, Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Oscar Breuer, Hinrich Sachs

Auf der Suche nach den Gründen für einen Flugzeugabsturz gerät ein Künstlerpaar selbst heftig ins Schleudern. Die Reise zur Absturzstelle wird zum Trip in die eigenen Abgründe, wo Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung lauern.

Am 24. März 2015 kamen bei einem Flugzeugabsturz in den provenzalischen Alpen alle 150 Insassen ums Leben. Der Co-Pilot des Germanwings-Flugzeugs hatte um 9 Uhr 30 vorsätzlich den kontrollierten Sinkflug eingeleitet. 10 Minuten und 13 Sekunden später zerschellte der Airbus an einer Felswand. Ein Künstlerpaar plant, die letzten Minuten dieser Katastrophe in einer musikalischen Komposition zu verarbeiten. Es will mit der Arbeit in das Denken des Co-Piloten vordringen. Schwierig, wenn das eigene Denken um Finanzsorgen und Beziehungsstress kreist.


Die freie Gruppe SCHAUPLATZ INTERNATIONAL (SI) wurde 1999 von Anna-Lisa Ellend und AlbertLiebl in Erlach gegründet. Seit 2001 besteht die Gruppe im Kern aus Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Lars Studer und Martin Bieri (bis 2014). Die Gruppe agiert von Bern und Berlin aus und hat in den vergangenen 15 Jahren an vielen Festivals und Gastspielhäusern, Staats- und Stadttheatern im ganzen deutschsprachigen Raum gastiert. Dabei sind über 50 Stücke, Performances, Aktionen, Filme und Hörspiele ("Hop-on, Hop-off Identity Tour", BR 2011; "Die Kleist Retraite", SRF 2011) entstanden.

hoerspielTIPPs.net:
«Das Hörspiel setzt sich kritisch mit dem Kunstbetrieb - hier sogar konkret mit dem Hörspielgenre - auseinander. Das Künstlerehepaar plant eine musikalisch Aufarbeitung des German-Wings-Unglücks. Ziemlich schnell gerät dies etwas aus dem Fokus, weil sich beide weniger um das tatsächliche Projekt, als um die Rahmenbedingungen kümmern müssen. Die Frage der Finanzierung des Projekts und vielmehr die Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes treten hervor und das Projekt wird immer mehr Mittel zum Zweck.

Es wirkt wie eine böse Abrechnung mit dem eigenen Schaffen. Die Autoren wissen, wovon sie reden, das merkt man in jeder Minute des Hörspiels. Daher - und aufgrund des ernsten Hintergrundes - wirkt es bestenfalls nur formal satirisch.

Mir hat dieser Blick hinter die Kulissen sehr gut gefallen. Das Stück lebt von seiner Authentizität und den gut dosierten Klischees, die dem Ganzen die nötige Leichtigkeit verleihen. Daher gibt es von mir eine Hörempfehlung.»

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 18.09.2016

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 18.09.2016

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