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Bruno, Chef de police

ein Hörspiel von Martin Walker, WDR 2011


⏰ 54 Min.

🎬 Regie: Martin Zylka

Übersetzung: Michael Windgassen

🛠 Bearbeitung: Martin Zylka

🎤 Mit: Bruno: Martin Lindow
Bürgermeister: Claus Dieter Clausnitzer
Pater Sentout: Jochen Stern
Momu: Albert Kitzl
Isabelle: Kathrin Wehlisch
J-J: Christian Tasche
Christine: Marianne Graffam
Pamela: Katie Jordans
Duroc: Holger Kunkel
Karim: Omar El-Saeidi
Tavernier: Simon Roden
Geschäftsmann 1: Thomas Krause
Geschäftsmann 2: Frank Voß
Erzähler: Peter Matic
u. v. a.

Martin Lindow und Kathrin Wehlisch; Bild: WDR/Sibylle Anneck
Ein Immigrant und Kriegsveteran aus dem Algerienkrieg ist tot aufgefunden worden, mit einem eingeritzten Hakenkreuz in der Brust. Ein heimtückisches Verbrechen im kleinen Saint-Denis im idyllischen Perigord. Bruno Courèges, einziger Polizist im Dorf, Gourmet, Rugbytrainer und begehrtester Junggeselle, wird an den Tatort des Mordes gerufen. Da das Verbrechen offenbar rassistische Hintergründe hat, werden auch nationale Polizeibehörden eingeschaltet, die den kleinen Polizisten von den Ermittlungen ausschließen wollen. Doch Bruno nutzt seine Ortskenntnisse und Beziehungen und ermittelt auf unverwechselbare Art.

Martin Walker, geboren 1947, gebürtiger Schotte, hat in Oxford und Harvard Geschichte, Wirtschaft und internationale Beziehungen studiert. Er arbeitet als Auslandskorrespondent und Journalist für verschiedene internationale Zeitungen. Er lebt in Washington und im Perigord. „Bruno, Chef de police“ ist sein erster Roman.

hoerspielTIPPs.net:
«Das kleine und idyllische Saint-Denis im Perigord ist der Kosmos, in dem sich Polizeichef Bruno wohlfühlt. Eher pragmatisch erledigt er seinen Job, so dass dort auch alles beschaulich bleiben kann. Als aber dann plötzlich ein Mord an einem Algerier geschieht, tauchen die düsteren Schatten der Vergangenheit auf. Es offenbart sich eine schwierige Epoche der französischen Geschichte: die Zeit der Besetzung durch die Nazis.

Dieser Krimi lebt zu einem nicht unerheblichen Teil von der Diskrepanz zwischen der Idylle des kleinen Handlungsortes und den Abgründen, die sich durch den Mord auftun. Walker erzählt darin einen interessanten Fall, der aufgrund der geschickten Wendungen und historischen Detais spannend ist. Ein eher verdrängtes Kapitel französicher Geschichte wird hier im Kleinen aufgearbeitet und führt zu einer doch eher unerwarteten Lösung.

Die Inszenierung gibt das Flair der französichen Idylle perfekt wieder. In Tempo und Atmosphäre bleibt man diesem Rahmen treu und versucht nicht zwanghaft den Plot zusätzlich spannend zu machen. Eine wunderbare Sprecherriege erweckt die prägnanten Figuren zum Leben.

Ein guter und interessanter Krimi in einer sehr stimmigen Umsetzung. »


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