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Gespräch mit meiner Mutter

ein Hörspiel von André Herzberg, mdr / DLR 2011


⏰ 51 Min.

🎬 Regie: Götz Frisch

Was bleibt dem Sohn, nachdem er seine Mutter begraben hat, außer Ratlosigkeit? Erinnerungen natürlich: An seine Kindheit und Jugend, an ihre Fürsorglichkeit und Bevormundung. An die Zeit des Alters, der Krankheit, die letzten Tage. Auch an ihr eigenes Leben vorher und nachher, soweit er davon weiß. Aus Briefen, Akten, Zeugnissen, Fotos versucht der Sohn sich die Biografie seiner Mutter zu vergegenwärtigen: Die jüdische Berliner Familie. Die Emigration nach England. Die Arbeit für die Kommunistische Partei. Dann im Osten Deutschlands eine Laufbahn als Staatsanwältin, alleinerziehend mit drei Kindern. Später die Jahre beim Weltfriedensrat in Helsinki, nach ’89 der Bruch mit der PDS. Was auch bleibt: Das dringende Bedürfnis nach einem Gespräch über all das, was ein Leben lang in der Luft lag und nie ausgesprochen wurde. Nach einem Gespräch, für das es zu spät ist, und das man trotzdem nachzuholen versucht.

André Herzberg, geboren in Berlin 1955, gehörte als Frontmann von „Pankow“ zu den Protagonisten der Ostrock-Szene. Neben seiner 1991 einsetzenden Solo-Karriere ist er auch als Autor hervorgetreten: mit dem Erzählungsband „Geschichten aus dem Bett“ (2000) und dem autobiografischen Roman „Mosaik“ (2004). 2007 produzierte der DLF sein Hörspiel „Die wundersame Geschichte eines Ostrockers, erzählt von ihm selbst“.


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