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Das Paradies der kleinen Dinge - Ein gemeinsames Tagebuch

ein Hörspiel von Nathaniel Hawthorne, Sophia Hawthorne, hr 2017


⏰ 86 Min.

🎬 Regie: Ulrich Lampen

🛠 Bearbeitung: Ulrich Lampen

🎤 Mit: Sandra Hüller, Jörg Pohl

Sandra Hüller; Bild: hr/WDR/Sibylle Anneck
Im Sommer 1842, wenige Wochen nach ihrer Hochzeit und dem Entschluss, im alten Pfarrhaus in Concord ein gemeinsames Leben anzufangen, beginnen Nathaniel Hawthorne und seine Frau Sophia ein gemeinsames Tagebuch.
Warum und für wen? – wir wissen es nicht. Um ihr Glück, einander gefunden zu haben, festzuhalten? Aus Angst, es könnte sich wieder verflüchtigen? Um einander das Glück ihres jungen Ehelebens zu bestätigen? Aus Angst davor, der andere könnte anders empfinden? Um es zu bewahren, zu betrachten, um es zu spiegeln: ein doppeltes Paradies? Oder um das Paradies zu beschwören, es mittels Sprache überhaupt erst zu schaffen? Die erste Zeit ihrer Ehe, die das Tagebuch begleitet, war nicht ganz unbeschwert. Geldsorgen, eine Fehlgeburt, die Einsamkeit des abgeschiedenen Lebens auf dem Lande: All das findet sich hier in Andeutungen, auch wenn Sophia Hawthorne einen Teil des Tagebuchs nach dem Tod ihres Mannes zerstört hat. Und trotzdem, in seinen schönsten Momenten zeigt es mit zauberischer Leichtigkeit, voll Heiterkeit und Gelassenheit, wo das Paradies verborgen sein könnte: in den kleinen Dingen des Alltags.


Nathaniel Hawthorne (dem sein Freund Herman Melville übrigens »Moby Dick« gewidmet hat), wurde 1804 in Salem, Massachusetts geboren. Er starb 1864 in Plymouth, New Hampshire und gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Romantik. Sein bekanntestes Werk, »Der scharlachrote Buchstabe«, erschien 1850. Hawthorne gehörte zu den wenigen amerikanischen Schriftstellern seiner Zeit, die alleine vom Schriftstellertum leben konnten. 1842 heiratete er Sophia Peabody, die, 1809 ebenfalls in Salem geboren, sieben Jahre nach ihm, 1871 in London starb, wohin sie 1868 mit ihren drei Kindern gezogen war.

hoerspielTIPPs.net:
«Ulrich Lampen hat aus den Tagebüchern der Eheleute Hawthorne das gemacht, was es ist. Tagebücher. Sie werden - so wie sie auch geschrieben wurden - von einer Frau und einem Mann vorgetragen. Das ist letztlich eine bearbeitete Lesung. Dass sich die Schauspieler in die Rollen der Schreibenden einfühlen und versuchen, den Text lebendig zu gestalten, darf man auch in diesem Metier erwarten. Insofern trifft das Stück formal nicht meine Erwartungshaltung an eine Hörspielproduktion.

Der Text schildert die Höhen und Tiefen der ersten Jahre der Hawthornes - immer mit einem sehr postiven oder hoffnungsvollen Grundton. Die Auswahl der Texte bietet ein ausreichendes Bild des Werkes. »

Ursendung: 42897


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