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Carsten Curator

ein Hörspiel von Theodor Storm, SFB 1976


⏰ 92 Min.

🎬 Regie: Siegfried Niemann

Regieassistenz: Udo Köhler

Ton: Günther Genz

Schnitt: Ingeborg Richert, Waltraud Fricke

🛠 Bearbeitung: Claus B. Maier

🎤 Mit: Wilhelm Borchert, Bernhard Minetti, Horst Bollmann, Ursula Krieg, Beate Menner, Christian Brückner, Uta Hallant, Max Grothusen, Heinz Rabe, Micaela Pfeiffer, Manfred Grote, Gerd Hotenau, Hans Mahlau, Albert Venohr

Carsten Carstens, Vermögensverwalter in einem kleinen holsteinischen Dorf, ist ein Curator, ein Ratgeber und Helfer seiner Mitbürger in Justiz- und Geldangelegenheiten. Einmal in seinem Leben tut er etwas Leichtsinniges - er heiratet eine viel zu junge und etwas leichtlebige Frau, Auch mit dem Sohn Heinrich, der aus dieser Ehe stammt, hat Carstens keine rechte Freude. Er ist ein ewiger Träumer und Pläneschmied, für dessen unüberlegte finanzielle Ausgaben der Vater immer wieder einstehen muß. Daran ändert sich auch nichts, als Heinrich in Hamburg ein eigenes Geschäft eröffnet. Bald wachsen ihm die Schulden über den Kopf und erneut soll ihn der Vater von den drohenden Verpflichtungen befreien.

hoerspielTIPPs.net:
«Carsten Carstens ist Kurator und als solcher sehr angesehen. Aus einer kurzen Ehe entstammt sein Sohn Heinrich, der ihm viel Kummer macht. Er ist in Bezug auf Geld das genaue Gegenteil seines Vaters. Da wo dieser spart, wirft er es aus dem Fenster, da wo der Vater vorsichtig ist, springt er beherzt in dubiose Geschäfte. Immer wieder muss Carsten seinem Sohn aus der Klemme helfen, immer wieder wird die Vater-Sohn-Beziehung harten Proben unterzogen - der Vater bleibt ihm jedoch immer treu. Selbst als es für Carsten selbst finanziell schwierig wird und auch noch ihm wertvolle Menschen mit in den Ruin gezogen werden, hält das Band - bis zum bitteren Ende.
Das Hörspiel wird sehr erzählerlastig präsentiert. Es wirkt, da der Erzähler außerhalb der Handlung steht, weniger als Hörspiel, denn als inszenierte Lesung. Die kurzen Sequenzen, die allerdings sehr gut gespielt werden, mildern den Eindruck kaum.
Diese Geschichte Storms hat wieder viel Tragik und wenig Hoffnungsfrohes, bietet dafür aber auch wieder einen interessante Geschichte mit einer beachtlichen Figur in ihrer Mitte.»

Ursendung: 20.11.1976


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