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Hexenland

Originalhörspiel - ein Hörspiel von Christian Schiller, Marianne Wendt, DLF Kultur 2017


⏰ 77 Min.

🎬 Regie: Marianne Wendt

Ton: Alexander Brennecke

🎤 Mit: Luise Lunow, Luzie Kurth, Anne Schirmacher, Dietmar Kerber, Max von Pufendorf, Udo Schenk, Uli Pleßmann, Max Mauff, Thomas Neumann, Johann Schiller

Ängstliche Abwehr, üble Nachrede. Deutsche Aussiedler waren selten willkommen in ihrer neuen Heimat.

Sarzbüttel 1955. Originalaufnahmen eines Prozesses wegen Verleumdung und fahrlässiger Körperverletzung gegen einen „Bannmeister” verweben sich mit der teils fiktiven Geschichte von zwei jungen Frauen. Die Bauerntochter Doris freundet sich mit dem Flüchtlingsmädchen Gerda an. Als im Dorf ein unerklärliches Viehsterben beginnt, behauptet der ‚Bannmeister’, dass niemand anderes als die sudetendeutschen Flüchtlinge Schuld daran sind. Die veränderten Verhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg verunsichern die Menschen. Man braucht Sündenböcke. Und am Ende wird ein unbedachtes Wort Gerda das Leben kosten. Ein Bericht aus einem gar nicht fernen Deutschland, in dem Beschwörungen und Aberglaube noch halfen. Und in dem Flüchtlinge vor verschlossenen Türen standen.


Marianne Wendt, geboren 1974 in Berlin, und Christian Schiller, geboren 1974 in Halle, arbeiten als Autoren und Regisseure für Film, Fernsehen und Radio.

Marianne Wendt studierte Theaterregie und Architektur, war 1999-2001 Dramaturgin am Deutschen Theater Berlin, 2001-2005 Theaterregisseurin an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, 2006 Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt (HFF München) und absolvierte das "Fiction producer Programm" des ISFF Berlin.

Christian Schiller studierte Theaterwissenschaften und Schauspielregie an der Hochschule Ernst Busch, Berlin. 2003 nahm er am Producerprogramm der dffb (Deutsche Film- und Fernsehakademie) teil.

hoerspielTIPPs.net:
«Christian Schiller und Marianne Wendt bedienen sich eines historischen Falls, um diesen fiktional für eine gesellschaftskritische Abbildung umzuarbeiten. Ihnen gelingt damit ein Stück über die Leichtgläubigkeit und Manipulierbarkeit von Menschen und deren drastischen Folgen. Auch, wenn das Stück in den Fünfziger Jahren spielt und selbst in dieser Kulisse vieles unmodern und überwunden scheint, zeigt die jüngste Vergangenheit, dass auch heute noch (oder eher wieder) Fakten und Wahrheiten hinter Glauben und Gefühlen zurückstehen. Damit ist das Stück nicht nur historisch interessant, sondern hat auch noch Botschaften für das Heute. Passend zum Thema wird das Stück aus einer besonderen Erzählperspektive geschildert, deren Ursprung sich erst am Ende erschließt. Eine gelungene Idee, die das Hörspiel noch etwas nachhaltiger macht. »

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 04.03.2018

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 04.03.2018

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