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We love Israel

Originalhörspiel - ein Ursendung
Nachhörmöglichkeit
von Noam Brusilovsky, Ofer Waldmann, SWR 2018


⏰ ca. 120 Min.

🎬 Regie: Noam Brusilovsky

🎼 Musik: Jair Elazar Glotman

🎤 Mit: Don Alonio, u. v. a.

Noam Brusilovsky (Regie), Stephan Wolf-Schönburg, Anna Stieblich; Bild: SWR/Thomas Ernst
Am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte Ben Gurion den Staat Israel. »Ein Israeli im Jahr 2017/18, vom deutschen Blick getroffen, wirft stets multiple Schatten: jüdisch, fremd, anziehend, berauschend. Die deutsche Öffentlichkeit bedarf des greifbaren, fassbaren, spürbaren Juden, um sich ihrer Werte zu bestätigen. Dabei entsteht eine Vermengung, nicht zuletzt eine des Vergangenen mit dem Gegenwärtigen. We love Israel – wer sind ›we‹, was ist das für eine Liebe, und welches Israel ist da gemeint – und zwar beider Seiten, der Liebenden wie auch der Geliebten? Israel und die Israelis scheinen von verschiedenen Gruppen in der deutschen Gesellschaft geliebt zu werden: Pegida, Antideutschen, gläubigen Christen oder schwulen Tel-Aviv-Fans. Dass der biblische Liebessatz dabei eine verstörende Verkehrung erlebt, wird selten angesprochen: Ich liebe mich selbst (als Deutschen), wie ich meinen nächsten (Israeli) liebe. Oder umgekehrt. Inwiefern sind Israelis bereit, die deutsche Liebe für Israel zu instrumentalisieren? Eine Reise zweier Israelis im Auftrag des SWR versucht, diesen Auftrag zu erfüllen. Über ein Serial in sieben Stationen: von Berlin, wo die größte israelische Gemeinde außerhalb Israels lebt, von deutsch-christlichen Touristen in Israel, deutschen Schwulen in Tel Aviv, von Israel unterstützenden Organisationen wie Pegida und ›Antifa pro-Israel‹, aber auch von muslimisch-deutschen wie israelisch-jüdischen BDS Aktivisten. Deutsche und israelische Gesprächspartner im On-Interview legen das Stimmenfundament, das sich zwischen angebrachter Seriosität und exponierter Absurdität bewegen wird. Erweitert werden sie durch ›scripted reality‹, in der fiktive deutsche und israelische Figuren mit Schauspielern besetzt werden. Vor allem diese ›Rollen‹ äußern all das, was man eigentlich nicht über die deutsch-israelische Beziehung sagen darf.« (Brusilovsky/Waldman)

Ursendung: 17.05.2018

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 15.05.2018

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