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Hollywood on Air Gaslight - Das Haus der Lady Alquist

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Patrick Hamilton, CBS / rbb / DAV 2006


⏰ 49 Min.

🎬 Regie: Regine Ahrem

🛠 Bearbeitung: Regine Ahrem

🎤 Mit: Ingrid Bergman, Charles Boyer, Leslie Malton

Ein böser Schatten liegt über dem Haus Nr.9 am Londoner Thornton Square. Vor Jahren wurde hier die berühmte Sängerin Alice Alquist ermordet. Aber nun ist Paula, ihre Nichte, nach langen Jahren im Ausland in das Haus zurückgekehrt. Frisch verheiratet möchte sie hier mit ihrem Ehemann Gregory ein neues Leben gründen. Da aber beginnen im Haus rätselhafte Dinge zu passieren, Gegenstände verschwinden und vom Dachboden hört man seltsame Geräusche. Nach und nach beginnen die Dämonen der Vergangenheit Paula wieder einzuholen.

Patrick Hamilton (1904-1962) wurde in Sussex geboren. Er war einer der talentiertesten Schriftsteller seiner Generation. Bereits als Teenager schrieb er experimentelle Lyrik. Nach seiner Schulzeit ging er nach London, wo er sein Geld als Schauspieler und Stenotypist verdiente. Berühmt wurde er vor allem mit seinen Theaterstücken "Gaslicht/Gaslight" und "Cocktail für eine Leiche/Rope", die beide verfilmt wurden, letzteres 1948 von Alfred Hitchcock mit James Stewart in der Hauptrolle.

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«Im Jahr 2006 nahm sich der rbb der erfolgreichen Radiodramas der 40er Jahre aus den USA an und unterlegte Originalaufnahmen mit deutschen Texten. Die damaligen Produktionen wimmelten nur so vor Hollywood-Größen, die das damalige Massenmedium Radiohörspiel eifrig nutzten, um auch auf diesem Wege auf sich aufmerksam zu machen.Mit "Gaslicht" stellt man hier eine Geschichte um, die später noch viele Hörspielfassungen erhalten sollte. Zu hören sind hier Charles Boyer und Ingrid Bergmann, die auch schon in der früheren Filmfassung auftraten. Ingrid Bergmann erhielt für diese Rolle den Oscar, Boyer war für diese Rolle für die Auszeichnung nominiert.Die Geschichte ist ein gelungenes Psychodrama, das im Grunde recht einfach konzipiert ist, aber aufgrund der erstklassigen schauspielerischen Leistungen sich voll entfaltet.Die hier zu Grunde liegende Hörfassung ist eine Live-Aufführung aus dem Lux-Radio-Theater.Entsprechend muss man bei der Inszenierung ein paar Abstriche machen. Eine Live-Aufnahme aus dieser Zeit bringt einige Einbußen in der Qualität mit sich. Dennoch tut dies keinen Abbruch an der Qualität des Schauspiels. Unterstützt wird die Produktion durch - ebenfalls live eingespielte - Orchesterstücke, die meist der Filmfassung entlehnt sind.Die deutsche Bearbeitung, bei dem erklärende Passagen aufgesetzt sind, hilft, die Geschichte auch bei mangelnden Englischkenntnissen nachzuvollziehen. Die Texte sind behutsam eingesetzt, so dass sie möglichst wenig stören, was natürlich nicht immer gelingt. Es verhindert zudem auch, dass man richtig tief in die Geschichte eintauchen kann. Letztlich kann man die Sinnhaftigkeit dieser Überarbeitung durchaus sehr unterschiedlich betrachten. Immerhin lenkt man durch sie die Aufmerksamtkeit auf grandiose Hörspiele, die ansonsten doch langsam aber sicher in Vergessenheit geraten würden. Zudem ist die Bearbeitung auch zurückhaltend genug, um die Puristen nicht allzusehr zu verärgern.Insofern darf man dieses Hörspiel gerne einschalten, es lohnt sich allein wegen der guten Geschichte und der exzellenten schauspielerischen Leistung. Wer lieber die Originalfassung hören möchte, kann dies unter diesem Link tun: http://www.archive.org/download/Lux11/Lux_46-04-29_Gaslight.mp3»

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Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 12.09.2006


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