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Radau um Kasperl

Kinderhörspiel - ein Hörspiel von Walter Bernjamin, SWR 2018


⏰ 55 Min.

🎬 Regie: Ulrich Lampen

🎼 Musik: Peter Kaizar

Rainer Bock; Bild: SWR/David Nonnenmacher
""Radau um Kasperl" wurde am 10. März 1932 im Südwestdeutschen Rundfunk das erste Mal ausgestrahlt. Walter Benjamin schrieb das Stück, um Kindern das Medium Rundfunk vorzustellen. Herr Maulschmidt erklärt Kasperl, wie ein Radio funktioniert, aber Kasperl kapiert es nicht.
Er hält das Radio für eine Art Telefon – das ist aber gar nicht so dumm, wie wir heute wissen, es ist fast die Vision vom Internet!

Auf dem Weg zum Markt trifft Kasperl Herrn Maulschmidt. Der arbeitet als Sprecher beim Rundfunk und lädt Kasperl in seine Sendung ein. Kasperl findet das toll, denn wenn alle ihn hören, dann hört ihn auch sein Freund Seppl, auf den er ordentlich sauer ist. Indem er ihn im Radio übel beschimpft, löst er einen Shitstorm aus, die Anstaltsangestellten wollen ihn festsetzen, aber Kasperl gelingt die Flucht.

Eine wilde Verfolgungsjagd führt Kasperl zum Bahnhof, wo er durch einen Trick den Zug verfrüht losfahren lässt. Sowohl im China-Restaurant als auch auf dem Jahrmarkt verteilt Kasperl großzügig Ohrfeigen – sogar, um philosophische Fragen zu klären. Doch plötzlich tauchen seine VerFolger aus dem Rundfunk wieder auf, und Kasperl versteckt sich als Schießbudenfigur in einer Schießbude. Da wird es nun freilich brenzlig. Was, wenn jetzt einer zur Waffe greift? Wie kann sich Kasperl aus dieser Zwangslage befreien, um am Ende doch noch beim Radio zu landen? Ihm schweben ziemlich brutale Maßnahmen vor, um sein Ziel zu erreichen. Aber Kasperl hat nicht mit der Gewitztheit von Herrn Maulschmidt gerechnet, der ihm eine verblüffende Lösung anbietet.

Walter Benjamins Jugendfreund Ernst Schoen verschaffte Benjamin die Möglichkeit, das Hörspiel zu realisieren. Schoen, Komponist, Autorund Rundfunkpionier, schrieb auch die Musik für die Urfassung. Sie ist nur zu einem kleinen Teil erhalten. "


Walter Benjamin (1892 – 1940), geboren in Berlin, war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer der Werke von Honoré de Balzac, Charles Baudelaire und Marcel Proust. Seine Familie gehörte dem assimilierten Judentum an. 1923/24 lernte er in Frankfurt am Main Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer kennen und zählte fortan zur Frankfurter Schule. Der Versuch, sich mit der Arbeit "Ursprung des deutschen Trauerspiels" an der Frankfurter Universität zu habilitieren, scheiterte. Benjamin wurde nahegelegt, sein Gesuch zurückzuziehen, was er 1925 auch tat. Sein Interesse für den Kommunismus führte ihn für mehrere Monate nach Moskau. Zu Beginn der 1930er-Jahre verfolgte er gemeinsam mit Bertolt Brecht publizistische Pläne und arbeitete für den Rundfunk. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Benjamin, im September 1933 ins Exil zu gehen. Im französischen Nevers wurde er 1939 für drei Monate mit anderen deutschen Flüchtlingen in einem Sammellager interniert. Im September 1940 unternahm er den vergeblichen Versuch, über die Grenze nach Spanien zu gelangen. Um seiner bevorstehenden Auslieferung an Deutschland zu entgehen, nahm er sich das Leben. Er starb in Portbou/Spanien.

Ursendung: 30.12.2018

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 01.01.2019

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