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Parallel leben

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Sebastian Lehmann, hr 2019


v.l.n.r.: Silke Hildebrandt (Regie), Marleen Lohse und Ole Lagerpusch; Bild: HR/Ben Knabe
Paul Ferber lebt mit seiner Freundin Johanna und ihrem Kind in Berlin, gibt langweilige Seminare an der Universität und sollte eigentlich seine Doktor-arbeit über Liebe in der Literatur zu Ende schreiben. Aber er hat genug vom Unibetrieb und seiner Dissertation, und wäre er nicht so furchtbar träge, hätte er diesen Zustand längst geändert. Einzig die Nachmittage im Büro seines legendären Professors Emrald, an denen sie bei viel Rum und Kaffee über das Leben und die Literatur streiten, scheinen ihn noch zu begeistern. Als er auf einem Kongress Lea begegnet, beginnt eine Dreiecks-Geschichte, von der Paul denkt, dass sie parallel lebbar ist und er sich wieder mal nicht entscheiden muss. Getreu seinem Motto: Entscheidungen trifft man nicht, sie widerfahren einem. Aber der schöne Schein trügt. Die Linien seines Lebens laufen nicht parallel, sie laufen unweigerlich aufeinander zu.

Der Autor Sebastian Lehmann ist gebürtiger Freiburger und lebt in Berlin. Seine literarischen Anfänge liegen im Poetry Slam, einem Format, dem er bis heute treu geblieben ist, auf verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland praktiziert und auch aufs Radio ausgedehnt hat: Jede Woche kann man ihn zum Beispiel im rbb mit seinen "Elterntelefonaten" hören.

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«Paul lebt zwei Leben. Neben seinem gesetzten mit Johanna und seinem Stiefsohn in Berlin, verliebt er sich bei einem Seminar in Lea, die er fortan immer an den Wochenenden in Leipzig besucht und ihr sogar nach New York nachreist. Die Chancen, mit beiden offen zu reden, lässt er aus. Für ihn sind es zwei Leben, die nichts miteinander zu tun haben. Aber spätestens in der Unendlichkeit treffen sich auch parallele Linien...

Lehmanns Roman besticht in der Bearbeitung von Helmut Peschina und der Inszenierung von Silke Hildebrandt durch ein sehr angenehmes Flair, das den Hörer schnell in den Bann zieht. Obwohl die Geschichte im Grunde dem Plot einer Fernsehschnulze ähnelt und auch deren Leichtigkeit besitzt, hat sie doch deutlich mehr Tiefe und ist mehr im realen Leben verhaftet. Trotz aller Tragik wirkt das Stück zu keiner Zeit schwermütig, man fühlt sich – auch Dank der großartigen Sprecher - mit den Figuren verbunden, leidet und lebt mit ihnen mit.»

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 31.03.2019

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 31.03.2019

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