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7 Meter in 12 Minuten

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Mari Brown, WDR 2012


⏰ 53 Min.

🎬 Regie: Martin Zylka

Übersetzung: Ursula Knoll

🛠 Bearbeitung: Wolfgang Stahl

🎼 Musik: Thom Kubli

🎤 Mit: Lars Rudolph, Hans Löw, Inga Busch, Mira Partecke, Hans Jörg Krumpholz, Fabian Busch, Joseph Tratnik

Lars Rudolph; Bild: WDR / S. Anneck
Im August 2005 verwüstete der Hurrikan Katrina New Orleans. 80% der Stadt standen unter Wasser. Zu einer der schwersten Naturkatastrophen der USA wurde Katrina aber vor allem durch das, was danach geschah – oder besser gesagt: nicht geschah. Noch Tage danach warteten Zehntausende vergeblich auf jede Hilfe. Bis heute ist fast ein Viertel der vor dem Sturm geflohenen Bürger nicht in die Stadt zurückgekehrt. „7 Meter in 12 Minuten“ beruht auf Interviews, die über Jahre in New Orleans geführt wurden. Eine vielstimmige Erzählung, in der die Wucht der Ereignisse in den Details erscheint. Der Fall New Orleans wird beispielhaft für das menschliche Versagen, das erst die eigentliche Katastrophe darstellt. Aber auch beispielhaft für die Stärke Einzelner angesichts des Desasters.

Mari Brown lebt als Theaterautorin und -regisseurin in Boulder, Colorado, und New York City. Sie ist die eine Hälfte des Theatergespanns „Word on the Street Productions“, mit dem sie auch „7 Meter in 12 Minuten“ realisierte.

hoerspielTIPPs.net:
«Bei diesem Hörspiel bin ich wieder etwas zwiegespalten. Sicherlich ist das Gehörte interessant - andererseits vermisse ich einfach die Notwendigkeit dieses Medium zu nutzen, da der Stoff im Feature wesentlich besser aufgehoben wäre. Hinterfragt man die Motivation dahinter, drängt sich der Gedanke auf, dass man hier Sachverhalte anders darstellen will, als es die Realität hergäbe. Man darf natürlich nicht aus dem Auge lassen, dass man hier auf einem Theaterstück gründet und damit hier das Hörspiel als nachfolgende Form angezeigt ist. Aber hätte man dazu nicht die Möglichkeiten, die dieses Medium bietet, mehr nutzen müssen?

"7 Meter in 12 Minuten" besteht aus einzelnen Erzählungen der Opfer, die ein schlüssiges Gesamtbild des Unglücks geben. Man bekommt den Eindruck, dass hier die menschliche Katastrophe, das Versagen von Zivilisation, Gesellschaft und Politik, größer ist, als ihr Auslöser, der Sturm und die Überschwemmung.

Die grauenvollen Szenarien werden hier vergleichsweise nüchtern dargeboten, sie verlieren dadurch ihren Schrecken aber nicht.

Inhaltlich sehr stark, aber ich hadere mit dem Format. Ich hätte mir diesbezüglich mehr erhofft, als nachgesprochene Erlebnisberichte.»

Ursendung: 24.04.2012

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 22.04.2018

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