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Der Klang des Todes

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Carin Bartosch Edström, DLR 2013


⏰ 55 Min.

🎬 Regie: Sven Stricker

🛠 Bearbeitung: Sven Stricker

🎤 Mit: Ebba: Frauke Poolman
Louise: Simone Kabst
Caroline: Susanne Bormann
Helena: Judith Engel
Anna: Tonia Maria Zindel
Raoul: Jörg Hartmann
Véndela: Kathrin Wehlisch
Peder: Wilfried Hochdoldinger

Jörg Hartmann; DLR / Jonas Maron
Herbst in Schweden: Der Stargeiger Raoul Liebeskind ist aus New York für Musikaufnahmen auf eine kleine Schäreninsel gereist, um mit vier Frauen eines Streichquartetts eine CD einzuspielen. Seine alte Freundin Louise, Erste Geigerin des Ensembles, hatte ihn darum gebeten.

Ihr gehören die Insel und auch das moderne Tonstudio. Als Raoul tot aus dem Meer geborgen wird, stellt sich sofort die Frage: Ist er auf den glitschigen Felsen ausgerutscht oder wurde er ermordet? Jede der vier Frauen könnte für den Tod des gut aussehenden, charismatischen Musikers verantwortlich sein, denn sie alle waren in ihn verliebt.


Carin Bartosch Edström, 1965 in Malmö geboren, studierte Komposition. Arbeitet als Dirigentin und Übersetzerin vorwiegend von Libretti. Ihre Leidenschaft für Musik hat großen Einfluss auf ihr Schreiben. "Der Klang des Todes" (im Original "Furioso") ist ihr erster Kriminalroman.

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«Auf einer kleinen Insel spielt der Musiker Raoul Liebeskind eine neue Klassik-CD mit einem Streichquartett ein. Alle vier Damen haben eine persönliche Beziehung zu ihm. Aber auch der Techniker Pedder ist in das System verwoben. Plötzlich ist Raoul Tod. Ein Unfall? Oder war es doch Mord? Kommissarin Ebba muss ein Gewirr aus Intrigen und Beziehungen entflechten...

Es klingt nach argem Krimiklischee: Herbst, Stimmung, Schweden - Ein Setting wie aus dem Lehrbuch für Skandinavien-Krimis. Carin Bartosch Edström nutzt diese Kulisse, bringt aber durch ihre eigentliche Profession, der Musik, auch eine interessante Farbe hinein. Dazu gelingt ihr, durch die Aufweitung der gerne genutzten Dreiecksgeschichte auf ein Quin- bwz. Sextett, ein kluger Whodunnit-Plot, der lange vieles im Dunkeln lässt und am Ende mit cleveren Wendungen überrascht.

Es ist nicht leicht, diese Geschichte in der Kürze einer Radiostunde nachvollziehbar zu erzählen. Insbesondere die Charaktere der vier Musikerinnen so klar herauszustellen, dass man als Hörer das Beziehungsgeflecht auf Anhieb entschlüsseln kann, ist eine schwierige Aufgabe. Sven Stricker gelingt dies durch geschickt platzierte und inszenierte Rückblenden und durch ein Ensemble, das die besonderen Eigenschaften der Figuren herausstellen kann. Dennoch ist dies nur eine Hilfestellung, der Plot bleibt für den Hörer anspruchsvoll. Man sollte hier schon hellwach vorm Radio bleiben, wer seichte Krimiberieselung erwartet, wird hier wenig Chancen haben.

"Der Klang des Todes" ist ein Hörspiel, das nicht nur das besondere Flair skandinavischer Krimis, sondern durch einen sehr kniffligen Plot Interessantes bietet.»


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