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Der Ruf

ein Hörspiel von Hermann Kasack, RRG 1932


Die verfluchte Stadt, in der die Nachtlokale überfüllt sind und in der jeden Tag die Gashähne geöffnet werden ... wer soll das Gas nachher bezahlen?'

'Der Ruf' ist ein Hörspiel über das Elend der vielen Millionen Arbeitslosen von 1932, über die Leute in gesicherten Positionen (schon damals) mutmaßten, sie wollten gar nicht arbeiten. 'Wenn überall bei uns wirklich der Wille zur Arbeit ganz stark da wäre, dann könnte die Arbeitslosigkeit einfach nicht so groß sein': so meint einer der räsonierenden Herren in Kasacks Hörspiel.

Aber der arbeitslose Martin Keller, der eine Familie zu ernähren hat, ist verzweifelt, zerrüttet, zerstört: 'Wer arbeitslos ist, der kommt sich wie ein Nichtsnutz vor. Jeder Pulsschlag sagt einem 'unnütz', 'unnütz', 'unnütz'.'

Als aktuelles Medium bemühte sich der Rundfunk in der Weimarer Republik auch aktuelle Themen aufzugreifen. Dazu gehörte im Verlauf der Weltwirtschaftskrise insbesondere die Arbeitslosigkeit. Der Held in Hermann Kasacks Hörspiel, ein Opfer der Wirtschaftskrise, gerät in eine immer tiefere Depression, bis er schließlich 'den Ruf' vernimmt, der ihm klar macht, daß ihm nur eines helfen wird: der Wille der Gemeinschaft, Arbeit zu bekommen.

Das Hörspiel wurde im Dezember 1932 urgesendet und in veränderter Fassung im März 1933 wiederholt: Aus dem Rufer, der die Arbeit verspricht, war dann Adolf Hitler geworden.


Hermann Kasack (1896 – 1966), war ein deutscher Schriftsteller, Lektor und Rundfunkautor. Er verfasste in der Weimarer Republik über 100 Rundfunksendungen literarischen Inhalts und gilt als ein Wegbereiter des Hörspiels in Deutschland. Nur wenige seiner Hörspiele sind erhalten, darunter „Der Ruf“ und „Eine Stimme von Tausend“ (Berliner Funkstunde 1932).

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 23.11.2017

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