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Die Geschichte von Franz Biberkopf

ein Hörspiel von Alfred Döblin, SWR/BR/RBB/Patmos 2007


⏰ 78 Min.

🎬 Regie: Kai Grehn

🎼 Musik: Kai-Uwe Kohlschmidt, Tarwater

🎤 Mit: Sprecher: Otto Mellies
Franz Biberkopf: Andreas Leupold
Reinhold: Andreas Schmidt
Mieze: Jule Böwe
Hoppegartner: Dieter Mann
Eva: Astrid Meyerfeldt
Pums: Milan Peschel
Meck: Sven Plate
Lüders: Detlef Bierstedt
Richter: Rolf Zacher
Witwe: Brigitte Grothum
Zweiter: Florian Martens
u. v. a.

Franz Biberkopf / Hiob: Andreas Leupold; Bild: SWR/RBB/Hanna Lippmann
Franz Biberkopf, früher Zement- und Transportarbeiter, will nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein anständiger Mensch werden. So steht er auf dem Alexanderplatz des alten Berlin und betreibt seine kleinen Handelsgeschäfte. Anfangs geht alles gut, aber die Zeiten sind schlecht. Biberkopf hat nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern wird in einen regelrechten Kampf verwickelt mit etwas, das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht. 'Mein Denken und Arbeiten geistiger Art gehört, ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, zu Berlin. in diesem großen, nüchternen, strengen Berlin bin ich aufgewachsen, dies ist der Mutterboden, dieses Steinmeer, der Mutterboden aller meiner Gedanken', schrieb Döblin um 1930, nachdem sein Roman Berlin Alexanderplatz erschienen war. 1929 setzte er sich in einem Vortrag mit der Frage der 'Möglichkeit eines Eintritts von Literatur in den Rundfunk' auseinander. Döblin erprobte diese Möglichkeit mit einer Hörspielfassung seines Romans, die er ganz auf das Schicksal der Hauptfigur reduzierte. Die Sendung des Hörspiels jedoch wurde kurzfristig aus dem Programm genommen Döblins Begründung lautete, vieles sei 'im Funkhaus kaum darzustellen'.

77 Jahre später greift Kai Grehn in seiner Inszenierung die Faszination des Autors für das Medium Radio auf. Mit den technischen und stilistischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bringt er zu Gehör, was Döblin in seinem Hörspielmanuskript als radiophone Spielflächen angelegt hatte. Originaltöne von den Romanschauplätzen und Geräusche des heutigen Berlin werden zur Basis einer Großstadtmusik, die den Takt für Grehns Interpretation des Stoffes vorgibt und Die Geschichte vom Franz Biberkopf ins Heute und Hier verlegt.


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