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Die Grünsteinvariante

ein Hörspiel von Wolfgang Kohlhaase, Rundfunk der DDR 1976


⏰ 54 Min.

🎬 Regie: Günther Rücker, Barbara Plensat

🎼 Musik: Wolfgang Bayer

🎤 Mit: Lodek: Kurt Böwe
Grünstein: Wolfgang Greese
Grieche: Horst Hiemer
Gefängnisdirektor: Harald Hauser
Wärter: Rudolph Christoph

Paris 1939. In der Zelle eines Untersuchungsgefängnisses sitzen drei Männer in Abschiebehaft: der deutsche Seemann Lodek, ein begeisterter Schachspieler, ein Grieche von der Insel Korfu, der Hofkoch beim ehemaligen deutschen Kaiser werden will, und der jüdische Schlachter Grünstein aus Polen, der wegen einer Erbschaft nach Paris gefahren ist. Aus Langeweile bringt Lodek dem Juden Grünstein das Schachspielen bei. Grünstein gewinnt nach vielen Niederlagen endlich gegen Lodek mit einem selbstentwickelten Zug, den Lodek die „Grünstein-Variante“ nennt. Sein Leben lang wird Lodek nach dem genialen Schachzug Grünsteins suchen.

Wolfgang Kohlhaase, geboren 1931 in Berlin, begann, nach journalistischer Arbeit für die DDR-Jugendorgane „Start“ und „Junges Deutschland“, als Dramaturgie-Assistent bei der DEFA. Er schrieb die Drehbücher zu zahlreichen preisgekrönten Filmen, zuletzt zu „Sommer vorm Balkon“ (2005) „Die Grünstein-Variante“ wurde 1977 mit dem Prix Italia ausgezeichnet und 1984 verfilmt.

hoerspielTIPPs.net:
«Wolfgang Kohlhaase bringt in die "Grünstein-Variante" einen vielversprechenden Plot. Allerdings weicht der Fokus, den diese Umsetzung trägt, etwas ab. Über weite Strecken erzählt man - zugegeben sehr eindrucksvoll und fesselnd - die Geschichte dreier Untersuchungshäftlinge, die allesamt grundlos inhaftiert wurden. Dieses Thema bestimmt weite Strecken des Hörspiels. Die Titel gebende Schach-Variante taucht nur kurz am Ende auf und wird etwas zu wenig betont, so dass die Pointe dieses Stückes etwas untergeht und der Hörer dem Ganzen etwas ratlos gegenüber steht.

Wie schon erwähnt, die Darstellung bringt in der besonderen Situation viele interessante Momente, die insbesondere durch das gute Schauspielerensemble bedingt sind. Als Gefängnisdrama ist diese Inszenierung - ungeachtet des schwachen Endes - durchaus gelungen.»


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