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Die Räuber vom Liang Schan Moor

Abenteuer - ein Hörspiel von Karlheinz Koinegg, WDR 2003 / der hörverlag 2005


⏰ 186 Min.

🎬 Regie: Martin Zylka

🎼 Musik: James Reynolds

🎤 Mit: Erzähler: Manfred Steffen
Sung Kiang: Konstantin Graudus
Trommelfloh, sein Bruder: Roland Jankowsky
Eiserner Büffel: Helmut Krauss
Listenstern: Ernst August Schepmann
Gelber Wespenstachel: Dominique Horwitz
Marschall Kao: Thomas Balou Martin
Kaiser Hui Zung: Jörg Thieme
Thomas Anzenhofer, Renier Baaken, Daniel Berger, Gisela Claudius, Paul Faßnacht, Justus Fritzsche, Lars Gärtner, Axel Gottschick, Matthias Haase, Christoph Maria Herbst, Gisela Keiner, Hanns Jörg Krumpholz, Bernd Kuschmann, Franz Nagel, Volker Niederfahrenhorst, Peter Nottmeier, Gabrielle Odinis, Matthias Ponnier, Bodo Primus, Elisabeth Scherer, Hans Schulze, Walter Spiske, Karlheinz Tafel, Frank Voß, Heinz Walter, Frank Watzke, u. v. a.

Wo seid ihr, Räuber der Vergangenheit? Wo bist du, großes China? Der Wind meiner Erinnerung treibt mich durch Bambuswälder, durch die Schluchten des Yangtse, über Bergwipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan Moor! Dort wart ihr einst mächtig, und selbst der Sohn des Himmels zitterte vor euch auf seinem Drachenthron!' So beginnt die abenteuerliche Geschichte der Räuber vom Liang Schan Moor - eine Geschichte, die im Alten China von Mund zu Mund ging. Der chinesische Dichter Schi Nai An hat sie im 13. Jahrhundert aufgeschrieben. Geheime Botschaften, singende Pfeile, Menschenfresser, Flusspiraten - und ein junger Räuberhäuptling namens Sung Kiang, dessen Tapferkeit und Edelmut nur einem Robin Hood vergleichbar sind - und dessen Ruhm bei den Chinesen bis heute weiterlebt. Denn Sung Kiang, den edlen 'Regenspender von Schantung' und seine Freunde gab es wirklich! Wolkendrache und Magister Listenstern, Geisterläufer, Höhlenmolch und Eiserner Büffel - das sind nur fünf der Räubernamen, die bis heute ehrfurchtsvoll geflüstert werden, wenn der Wind der Erinnerung um längst versunkene Hütten und Paläste streicht - 'über Bergeswipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan Moor!'

Karlheinz Koinegg wurde 1960 am Niederrhein geboren und lebt heute in Berlin. Für den WDR hat er viele Kinderhörspiele geschrieben, darunter 'Die Abenteuer und Irrfahrten des Odysseus' (1998), 'König Artus und die Ritter der Tafelrunde' (2005) und 'Jesus und die Mühlen von Cölln' (2006). Für seine Bearbeitung von Tahar Ben Jellouns 'Papa, was ist der Islam?' erhielt er 2004 den CIVIS-Preis der ARD.


Karlheinz Koinegg, geboren 1960, hat viele Kinderhörspiele geschrieben. Für seine Bearbeitung von Tahar Ben Jellouns „Papa, was ist der Islam?“ erhielt er 2004 den civis-Preis der ard. 2010 erhielt er für seine Bearbeitung von Sally Nicholls’ „Wie man unsterblich wird“ den Kinderhörspielpreis des Mitteldeutschen Rundfunks.

hoerspielTIPPs.net:
«Karlheinz Koinegg ist eine der besten Adressen, wenn es darum geht, gute Radiohörspiele für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Hier hat er sich einem doch eher ungewöhnlichen Ambiente gewidmet - eine chinesische Heldengeschichte. Diese erzählt er mit dem ihm eigenen Charme und Witz.

Obwohl der eigentliche Rahmen recht schnell erzählt ist, streckt sich die Geschichte etwas mit kleinen Segmenten zwischendurch. Diese sind zum Teil sehr gut und unterhaltsam, einige überzeugen jedoch etwas weniger. So, ist das Hörspiel insgesamt zwar gut, aber durchaus eines der schwächeren Werke Koineggs.

Das mag auch an dem ungewohnten Erzählumfeld liegen, es hat beispielsweise recht lange gedauert, bis ich mit der Geschichte überhaupt warm wurde.

Das mag auch zu einem Gutteil an der Umsetzung liegen, die hier versucht, die entsprechende Kulisse akustisch zu malen. Das gelingt mal mehr, mal weniger.

Darunter fällt auch der etwas ungleiche Einsatz der Sprecher - einige sind sehr stereotyp unterwegs und fallen so gegenüber den anderen, die ihre Rollen neutraler ausfüllen, stark auf. Extrem gestört hat mich da insbesondere die Leistung von Dominik Horwitz, der den chinesischen Eunuchen Wespenstachel zu klischeehaft gibt. Hier hätte Martin Zylka schon etwas für ein ausgewogeneres Bild sorgen dürfen.

Ansonsten gehen einem aber schon beim Lesen der Sprecherliste die Augen über. Bis in die kleinsten Rollen gibt es gute und bekannte Sprecher - die auch in weiten Teilen ihrem Ruf gerecht werden.


Insgesamt gesehen ist 'Die Räuber vom Liang Schan Moor' ein recht gutes Kinderhörspiel, dass allerdings der hohen Erwartungshaltung, die man an Karlheinz Koinegg und den WDR hat, nicht ganz gerecht wird.»

🔥 Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 11.02.2003

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 11.02.2017

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