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Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Kriminalhörspiel - ein Hörspiel von Peter Høeg, NDR / SWF 1995


⏰ 104 Min.

🎬 Regie: Hermann Naber

🛠 Bearbeitung: Valerie Stiegele

🎼 Musik: Peter Zwetkoff

🎤 Mit: Smilla Jaspersen: Krista Posch
Peter Føjl, der Mechaniker: Matthias Habich
Jesaja: Holger Rapp
Professor Johannes Loyen: Lothar Blumhagen
Kommissar Ravn: Rolf Schult
Dr. Lagermann: Berthold Toetzke
Elsa Lübing: Rosemarie Fendel
Angestellter im Handelsregister: Markus Hoffmann
Kommissar Telling: Heinz Meier
Andreas Fine Licht: Peter Fricke
Moritz Jaspersen: Jürgen Thormann
Birgo Lander: Walter Renneisen
Kapitän Siegmund Lukas: Dieter Eppler
philippinischer Bootsmann: Andreas Szerda
Tørk Hviid: Hans-Peter Hallwachs

Weihnachtszeit in Kopenhagen: Ein sechsjähriger Junge stürzt im Hafenviertel von einem Hausdach. Laut Polizeibericht ein Unfall. Smilla Jaspersen, die Nachbarin des Jungen, sieht das anders. Die Schneespuren auf dem Dach zeigen ihr, dass jemand hinter dem Jungen her gewesen sein muss. Trotzdem will die Polizei die Akte schließen. Smilla forscht auf eigene Faust nach. Und je weiter sie damit kommt, desto entschlossener werden die Versuche von dritter Seite, sie aus dem Weg zu räumen. Als sie in einem Versteck des Jungen eine Kassette findet, auf der ein Mann im ostgrönländischen Dialekt eine Wegbeschreibung durch das ewige Eis gibt, hat sie eine erste Spur – und möglicherweise hat sie das in der Hand, hinter dem der oder die Unbekannten her waren.

Peter Høeg, geboren 1957 in Kopenhagen, arbeitete als Tänzer und Schauspieler am Theater. Heute lebt er als Schriftsteller in Jütland (Dänemark). Sein Bestseller „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (1994) wurde verfilmt und mehrfach ausgezeichnet.

hoerspielTIPPs.net:
«Der - im Regelfall begeisterte - Leser der Romanvorlage wird zunächst ein wenig entsetzt sein, dass man aus dem dreiteilgen Buch, nur zwei Teile in die Hörspielfassung übernommen hat. Aber die Abstriche, die man bei einer solchen Umsetzung nahezu unabdingbar sind, schaffen ein adäquates Werk, dass der Geschichte ein eigenes Gesicht gibt.Natürlich wirkt es aufgrund der höheren Dichte auch temporeicher, was ein wenig zu Lasten der Atmosphäre gibt. Das Manko kann man aber recht gut durch die Soundgestaltung ausgleichen, die ein sehr nachvollziehbares akustisches Bild der Handlungsorte zu zeichnen weiß.

Die Geschichte taucht ohne großes Geplänkel in den Hauptplot ein und erzeugt schon nach wenigen Minuten Spannung, die auch bis zum Ende nicht mehr abebbt. Auch wenn es am Ende dann doch recht einfach zu durchschauen ist, sorgt man mit einem actionreichen Finale dafür, dass hier nicht vor dem Ziel die Luft ausgeht.

Bei der Besetzung hat man mit Kristina Posch in der Hauptrolle alles richtig gemacht. Sie verleiht Smilla genau die Klangfarbe, die zur Figur passt. Zudem ist sie im Hörspiel recht unverbraucht, was man vom Gros des restlichen Casts nicht gerade sagen kann. Hier geben sich die Größen der Szene wieder mal die Klinke in die Hand. Von der jeweiligen Leistung betrachtet, ist das definitiv ein guter Zug, aber manchen Stimmen haftet nun leider ein bestimmtes Klischee an, da diese Sprecher gern und oft in ähnlichen Rollen besetzt werden. So überrascht einen der eine oder andere Charakter inhaltlich nicht mehr wirklich, sondern man hat nach den ersten Sätzen schon ein fertiges Bild der Figur im Kopf.

Das sollte aber sicherlich nur die evtl. stören, die sich des Öfteren eine Dosis Radiohörspiel gönnen. Alle anderen bekommen ein absolut spannendes und gut in Szene gesetztes Hörspiel, an dem es nur wenig auszusetzen gibt.»

🔥 Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde

Vorstellung im OhrCast


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