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Geh spielen!

Kinderhörspiel - ein Hörspiel von Judith Ruyters, WDR 2012


⏰ 43 Min.

🎬 Regie: Thomas Werner

🎤 Mit: Anne Ratte-Polle, Pauline Höhne, Roxana Samadi, Jakob Göss, Emma Sawadsky, Valentin Brühl, Karin Buchali, Louis Friedemann Thiele, Gabriele Schulze

Pauline Höhne; Bild. WDR / Sibylle Anneck
Es gibt Sommer, die strahlen in den Erinnerungen. Ein Bild im Kopf, kitschig wie die Sonne, die leuchtend orange hinter Palmen untergeht. Es gibt aber auch Sommer, die laufen gar nicht rund ... Als Simone ihrer Tochter alte Fotos zeigt, werden die Ferien, die sie vor vielen Jahren bei ihrer Großtante Nelly verbrachte, wieder lebendig. Während Nelly den lieben langen Tag mit ihrem Gemüsehof beschäftigt ist und ihr Sohn Jochen in die Schreinerei abschwirrt, soll Simone spielen gehen. Die Spiele allerdings, die die Kinder aus dem Dorf mit ihr veranstalten, stellen Simone auf eine harte Probe ...

Judith Ruyters, geboren 1970, war freie Redakteurin für das Kinderhörspiel bei mdr figaro. 2006 produzierte der WDR ihr erstes Hörspiel „Das Schloss der Frösche“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Jostein Gaarder. Das Hörspiel „Die Füchse von Andorra“, Produktion WDR / SWR, gewann 2012 den Deutschen Hörbuchpreis. Inzwischen ist Judith Ruyters als freie Autorin und Lektorin für Rundfunk und Verlage tätig.

hoerspielTIPPs.net:
«Judith Ruyters Hörspiel „Geh spielen“ hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Man versucht hier einen Vergleich zwischen den Problemen von zwei Generationen, die Probleme haben, die zwar unterschiedlich ausgeprägt sind, im Grunde aber das gleiche Motiv besitzen. Allerdings vergisst man, dass zu einem Vergleich auch zwei Seiten gehören.
Die Mutter erzählt ihrer Tochter von den Ferien ihrer Kindheit, die sie bei einer Tante auf dem Land verbringen musste. Diese besitzt eine strenge Ader, die allerdings mehr subjektiv aus der Sicht des Kindes als solche empfunden wird. Das größere Problem sind aber die Dorfkinder, die die Besucherin aus der Stadt schikanieren. Dieses Problem zumindest wird gelöst, die Art und Weise taugt allerdings kaum als Beispiel, wie man heute damit umgehen sollte. Auch damit, dass man die Folgen nur am Rande erwähnt und keine Ausrufezeichen setzt, lässt man die Chance auf eine sinnvolle und deutliche Prämisse ziehen. Sicherlich, nicht jedes Hörspiel – auch nicht im Radio - muss zwingend überdeutlich mit dem pädagogischen Zeigefinger zucken, man sollte als Hörer aber schon erkennen können, warum die Geschichte erzählt wird. Ein „Früher war auch nicht alles besser“ ist zwar manchmal ausreichend, man sollte dann aber auch ein „Heute“ gegenüberstellen.

Das klingt schlimmer, als das Hörspiel tatsächlich ist, denn eine unterhaltsame und interessante Hörspielstunde ist es allemal – es hapert aber ein wenig am nicht klar erkennbaren Motiv. »

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 01.11.2012

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 10.06.2017

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