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Krabat

ein Hörspiel von Otfried Preußler, WDR 2010


⏰ 137 Min.

🎤 Mit: Meister: Michael Mendl
Tonda: Wanja Mues
Krabat: Max Mauff
Kantorka: Laura Maire
Juro: Nic Romm
Lyschko: Jesco Wirthgen
Lobosch: Oskar Köppen
Micha: Jonas Baeck
Merten: Fjodor Olev
Andrusch: Marlon Kittel
Gevatter: Siemen Rühaak

Max Mauff (l) als Krabat, Michael Mendl als der Meister; Bild: WDR/Sibylle Anneck
Teil 1: Die Mühle im Koselbruch
Teil 2: Zauberlektionen
Teil 3: Das zweite Mühlenjahr
Teil 4: Kampf gegen dunkle Mächte

Als Lehrling kommt der Waisenjunge Krabat in die unheimliche Mühle am Koselbruch. Zwölf Müllersburschen erlernen dort von ihrem Meister nicht nur das Handwerk, sondern auch die schwarze Kunst.
Alljährlich in der Neujahrsnacht muss einer von ihnen sterben - an Stelle des Meisters, dem dadurch ein weiteres Jahr geschenkt wird.
Als es seinen Freund und Beschützer Tonda trifft, nimmt Krabat den langen Kampf mit den finsteren Mächten auf. Die Liebe zu einem Mädchen aus dem nahegelegenen Schwarzkollm gibt ihm die nötige Kraft dazu.


Ohrkanus 2011
Auditorix 2011 / 2012

hoerspielTIPPs.net:
«Erstaunlicherweise ist die WDR-Fassung aus dem Jahr 2010 die erste Hörspielfassung dieses Stoffes von Otfried Preußler. Obwohl dieser Autor allein mit dem "Räuber Hotzenplotz" und der "kleinen Hexe" Stoff für viele Umsetzungen lieferte, hat sich an Krabat bislang niemand herangetraut.

Das mag daran liegen, dass es das mit Abstand düsterste Werk ist, das der Autor geschrieben hat. Die Geschichte basiert auf einer Sage aus der Lausitz, wo "Krabat" auch spielt. Preußler hat diese Vorlage in einigen Punkten geändert, die an ein Märchen ähnelnde Struktur aber weitestgehend belassen.

Krabats Lehrjahre in der Mühle werden in kleinen Episoden dargestellt, die immer mehr das bedrohliche Bild um den Schwarzen Meister komplettieren. So entwickeln sich auch die Emotionen, gibt es zu Anfang auch noch viele heitere Momente, wird die Geschichte zum Finale hin immer düsterer. Die Inszenierung unterstützt diesen Wandel gut, gerade die gelungene Musik von Rainer Quade sorgt hier wieder dafür, dass die einzelnen Situation mit den passenden Stimmungen versehen sind.

Dennoch gibt sich das Team um Angeli Backhausen Mühe, dass die Geschichte auch für jüngere Ohren nicht zu dramatisch wird. Es gelingt den märchenhaften Stil beizubehalten und die Grausamkeiten, die der Geschichte nunmal innewohnen, nicht noch zusätzlich zu unterstreichen. Damit erreicht man, dass "Krabat" auch für ein breites Altersspektrum spannend und unterhaltsam ist.

Ebenso stimmig, wie die Inszenierung ist auch die Besetzung. Viele bekannte und bewährte Sprecher sind hier am Werk - von Wanja Mues über Michael Mendl bis zu Laura Maire und Siemen Rühaak. Eher unbekannt ist nur der Sprecher der Hauptrolle - Max Mauff. Bislang ist er mir wissentlich erst einmal zu Ohren gekommen. Aber er liefert hier eine gute Arbeit ab, so dass es bezüglich des Ensembles keinerlei Klagen gibt.

"Krabat" ist ein spannender Stoff, der eigentlich mehr für Jugendliche, als für Kinder, gemacht ist. Allerdings gelingt dem WDR eine Inszenierung, die das Thema sehr behutsam transportiert und auf eine besonders zugespitzte Dramatik verzichtet, so dass auch hier jüngere Ohren gut unterhalten werden und die Spannung - auch für die Großen - erhalten bleibt. Der etwas abgegrabbelte Begriff "All Ages" ist hier definitiv zutreffend!»

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 19.11.2010

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 13.01.2017


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