| Hunkeler und der Fall Livius |
| |
Autor: |
Hansjörg Schneider |
| |
Produktion: |
DRS 2007 - Christoph Merian Verlag |
| |
Regie: |
Reto Ott |
| |
Bearbeitung: |
Helmut Peschina |
| |
Musik: |
Domenico Ferrari |
| |
Länge: |
206 Min. |
|
 |
 |
Mitwirkende: |
Erzähler: Peter Kner
Peter Hunkeler, Kriminalkommissär: Ueli Jäggi
Hedwig, Hunkeler's Freundin: Charlotte Schwab
Staatsanwalt Suter:
Hanspeter Müller-Drossaart
Lüdi, Polizeikorporal: Raphael Clamer
Haller,
Detektivwachtmeister: Hansrudolf Twerenbold
Madörin, Detektivwachtmeister:
Ernst Sigrist
Mme Godet, Juge d'Instruction: Isabelle Menke
Hauser,
Sensationsreporter: Martin Hug
Akkordeon-Solo: Luca Venitucci
u.a.
|
Inhalt: |
Ein Neujahrsmorgen im Elsass: Peter Hunkeler, freigestellter Kommissär für
besondere Aufgaben im Kriminalkommissariat Basel, wird aus dem Schlaf
geklingelt. Man hat die Leiche eines Schrebergärtners gefunden, der in seiner
Hütte erschossen und aufgehängt wurde. Von Anfang an gestalten sich die
Ermittlungen in diesem Fall schwierig. Das Opfer ist ein Basler Rentner, aber
die Basler Stadtgärten-West liegen auf französischem Gebiet. Das führt zu
ständigen Kompetenz-Streitigkeiten zwischen Basler und Elsässer Polizei. Und
auch die aus vielen Nationen stammenden Pächter der Stadtgärten sind heillos
untereinander zerstritten. Schliesslich finden sich in der Biografie des Opfers
Anton Flückiger immer mehr dunkle Stellen. Hunkeler aber ermittelt wieder einmal
unbeirrt und auf eigene Faust. Seine Recherche führt ihn ins Emmental und ins
Elsass und mitten hinein in ein düsteres Kapitel der europäischen Vergangenheit.
|
Bemerkungen: |
Mein erster "Hunkeler" und wenn man nach einer Folge Fan dieser Serie sein kann,
dann bin ich das jetzt wohl. Ein ruhiger und gemächlicher Krimi, der aber viel
Inhalt bietet und daher trotz einer nicht unerheblich lagen Spielzeit, keine
Langeweile aufkommen lässt.
Viel Inhalt und Tiefgang hat Hansjörg Schneider
in diesen Krimi gepackt. Viel Schmutz muss Hunkeler hier umgraben und gerät sehr
tief in eine längst verdrängte Geschichte.
Auch wenn das Ende viele dieser
Ergebnisse etwas unbrauchbar macht und es im Verhältnis eine recht
unspektakuläre Lösung gibt, stört das den Genuss eigentlich nur wenig.
Die
Sprecher, die mir in den wenigsten Fällen, und wenn nur wenig, bekannt sind,
leisten hier eine solide Arbeit ab. Zum Teil in sehr passendem Akzent,
wohldosiert, ohne das Stück zu einer Mundartposse verkommen zu lassen,
vermittelt man hier eine sehr angemessene Atmosphäre.
Hunkeler ist für jeden
Krimifan ein Tipp, der sich gerne von einem durchdachten, aber auch langen Fall,
unterhalten lässt und auf großartige Actionszenen verzichten kann.
|
|