| In 80 Tagen um die Welt |
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Autor: |
Jules Verne |
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Produktion: |
MDR 2005 - der hörverlag |
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Regie: |
Stefan Dutt |
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Bearbeitung: |
Helmut Peschina |
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Musik: |
Rudolf Schmücker |
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Länge: |
135 Min. |
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Mitwirkende: |
James, Butler: Peter Fricke
Mr Phileas Fogg: Axel Milberg
Passepartout,
Kammerdiener: Boris Aljinovic
Fix, Detective: Peter Groeger
Miss Aouda:
Effi Rabsilber
Thomas Flanagan: Hilmar Eichhorn
Gauthier Ralph: Jürgen
Hentsch
Andrew Stuart: Wolfgang Pampel
John Sullivan: Wolf-Dietrich
Rammler
Samuel Fallentin: Frank Arnold
Konsul in Alexandria: Walter
Niklaus
Sir Francis Cromarty: Dieter Bellmann
Polizeichef von Bombay:
Dieter Wien
Schaffner in Indien / Priester: Ravinder Gidda
Hindu,
Elefantenverk. / Priester: Sujit Chowdhury
Mahut, Elefantenkutscher: Torben
Kessler
Polizist in Kalkutta: Udo Kroschwald
Richter in Kalkutta: Günter
Grabbert
Schreiber im Gericht in Kalkutta: Wolfgang Grosse
Kapitän der
"Rangoon": Siegfried Voß
Seemann in Hongkong: Yu Fang
Konsul in Yokohama:
Jürgen Thormann
William Batulcar, Zirkusdirektor in Yokohama: Edwin
Marian
Colonel Proctor: Hansjürgen Hürrig
Zugführer in Amerika: Reiner
Heise
Hauptmann von Fort Kearny: Thomas Just
Mr Mudge, Schlittenführer:
Carl Heinz Choynski
Andrew Speedy aus Cardiff, Kapitän der "Henrietta":
Martin Semmelrogge
Maschisnist auf der "Henrietta": Henning Peker
Kellner:
Fang Liang
John Bunsby, Lotse in Honkong: Thomas Neumann
Matrose auf der
"Carnatic": Jörg Malchow
Eisenbahner in San Francisco: Andreas
Rehschuh
Passagierin auf der "Carnatic": Danne Hoffmann
Zahlmeister auf
der "Carnatic": Hans-Joachim Hegewald
Clown: Eva Weißenborn
Zugansage
(englisch): Brian Miller
Zeitungsschlagzeilen (englisch): Dave
Bird
Zugansage (amerikanisch): Quint Kellerman
Musikeinspielung: Deutsches
Filmorchester Babelsberg |
Inhalt: |
Mr Phileas Fogg war ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle. Er war zudem ein
Mann solider Vermögensverhältnisse und fester Gewohnheiten, sowie einer so
gleichmütigen Gemütsverfassung, dass man sie fast schon fürzugleichmütig halten
konnte. Er liebte sein Haus und seinen Club, das Whistspiel und die Zeitungen,
in denen er die Weltläufte zu studieren pflegte bis er mit seinen Whistpartnern
in Streit darüber geriet, ob es mit den gegenwärtigen Verkehrsmitteln möglich
sei, die Erde in höchstens 80 Tagen zu umrunden. Überzeugt von seiner
Berechnung, machte er sich erbötig, den Beweis anzutreten und hatte alsbald 20
000 Pfund, die Hälfte seines Vermögens, darauf verwettet. Noch am selben Abend
brachen er und sein Diener Passepartout auf, wechselten in Paris lediglich die
Züge und liefen sieben Tage später in Alexandria ein, um sich stante pede nach
Bombay einzuschiffen nun allerdings verfolgt vom Schatten eines Mannes, der in
dem ungewöhnlichen Weltreisenden einen flüchtenden Bankräuber erkannt zu haben
meinte. Doch weder dieser Detective Fix, noch unvorhergesehene Lücken im
Eisenbahnnetz oder der Konflikt mit dem brahmanischen Brauchtum konnten sie
daran hindern, Indien zu durchqueren und schließlich wenn auch zu spät Hongkong
zu erreichen. Sogar um eine junge Dame, die sie mit auf die Reise nahmen, vor
dem Feuertod zu retten, musste die Zeit reichen.
Selbst als Mr Phileas Fogg
nicht nur das Schiff nach Yokohama verpasste, sondern - dank Detectives Fix'
tätiger Nachhilfe - auch Passepartout verlor, setzte er ebenso unbeirrt seine
Reise fort, wie er es tat, als ein glücklicher Zufall Herrn und Diener wieder
zusammenführte. Zu dritt - oder, den Detective mitgerechnet, zu viert -
gelangten sie nach San Francisco, überstanden bürgerkriegsähnliche Tumulte,
Duellforderungen und einen Siouxüberfall, ohne sonderlich Schaden zu nehmen, bis
sie sich durch die verschneite Prärie nach Chicago durchschlugen, von wo aus es
leicht war, New York zu erreichen - nur war ihr Schiff nach Liverpool gerade
ausgelaufen. Da es sich als unmöglich erwies, ein Schiff zu chartern, schreckten
Mr Fogg und seine Begleiter nicht davor zurück, eins in ihre Gewalt zu bringen,
und als es auf Grund der geänderten Route an Kohle fehlte, wurden seine
sämtlichen hölzernen Aufbauten verheizt. Vermutlich wären sie sogar pünktlich
gewesen, wenn Detective Fix Mr Fogg nicht doch noch hätte verhaften wollen!
Jedenfalls, als sie schließlich in London aus dem Zug stiegen, war die gesetzte
Frist seit genau fünf Minuten abgelaufen - so schien es jedenfalls. Als nämlich
Miss Aouda dem ruinierten Mr Fogg einen Heiratsantrag machte, und der ihn
annahm, und Passepartout das Aufgebot bestellte, stellte sich ein seltsamer
Rechenfehler heraus, ein Rechenfehler im Wert von 20 000 Pfund. |
Bemerkungen: |
Mit "In 80 Tagen um die Welt" legt der MDR erneut eine erstklassige Umsetzung
eines Romans von Jules Verne vor. Unter der Regie von Stefan Dutt entstand diese
Produktion, für die Herbert Peschina die Bearbeitung übernommen hat. Die recht
bekannte Geschichte wird hier gekonnt in Szene gesetzt. Alles wirkt recht
kurzweilig - was natürlich auch an der ereignisreichen Erzählung liegt. Viele
Handlungsorte rund um die Welt, einzelne Etappen mit spannenden Hindernissen,
sorgen für beste Unterhaltung über die gesamte Spielzeit.
Allein das
Sprecherensemble macht diese Produktion zum Hinhörer. Alles, was im
Radiohörspiel Rang und Namen hat scheint hier vertreten zu sein. Große Stimmen
bis in die kleinsten Rollen. Axel Milberg spielt den Phileas Fogg mit der
notwendigen Kühle, die diese Figur umgibt. Boris Aljinovic sorgt als
Passepartout für ordentlich Farbe im Geschehen. Wie großartig er diese Rolle
spielt, merkt man spätestens dann, wenn man feststellt, dass der französische
Akzent kein bisschen stört - so etwas ist in anderen Hörspiel ja oft ein Anlass
zum Haare raufen. Einzig Effi Rabsilber als Miss Aouda blieb mir etwas zu
farblos. In den Nebenrollen tummelt sich auch so einiges von Martin Semmelrogge
über Wolfgang Pampel bis hin zu Jürgen Thormann gibt es keinerlei Aussetzer zu
verzeichnen.
Auch die Musik von Rudolf Schmücker weiß zu gefallen. Sie
hilft dem Hörer in die Zeit der Handlung einzutauchen und zeichnet mit dem
restlichen Soundkonzept sehr schöne, eindrucksvolle Kulissen, die dieses
Hörspiel zu einem wahren Erlebnis machen.
Das Hörspiel kommt neben der -
etwas kürzeren - Stereoversion auf CD auch als 5.1 Dolby-Surround-Version auf
DVD ins Regal. Bei dieser erstklassigen Umsetzung des Stoffes darf man hier
guten Gewissens zur üppigeren Version greifen - es lohnt sich!
Das
Hörspiel ist zusammen mit den beiden MDR-Produktionen "Reise zum Mittelpunkt der
Erde" und "20.000 Meilen unter dem Meer" auch in einer 3-CD bzw. 3 DVD-Box mit
dem Titel "Jules Verne - Fantastische Reisen" erhältlich.
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