Gruselkabinett (32 & 33) Barbara Hambly – Jagd der Vampire 
  Autor: Barbara Hambly
Bearbeitung: Marc Gruppe
  Produktion: Titania Medien 2009
  Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe
  Musik: Div.
  Länge: 149 Min.
 

Mitwirkende:

Prof. James Asher: Wolfgang Pampel
Lydia Asher: Claudia Urbschat-Mingues
Simon Ysidro: Nicola Devico Mamone
Frau im Zug: Monica Bielenstein
Bully Joe Davis: Markus Pfeiffer
Lady Anthea Ernchester: Astrid Bless
Lord Charles Ernchester: Peter Reinhardt
Lionel Grippen: Uli Krohm
Chloé: Anja Stadlober
Evelyn Westmoreland: Uwe Büschken
Kutscher: Tobias Nath
Elysée de Montadour: Katja Nottke
Hyacinthe: Melanie Hinze
Bruder Antonius: Hasso Zorn
Dr. Horace Blaydon: Jürgen Thormann
Dennis Blaydon: David Nathan
Pensionswirtin: Philine Peters-Arnolds


Inhalt:

London am Beginn des 20. Jahrhunderts, eine Stadt des Nebels, der Gaslaternen – und der Vampire. Seit Jahrhunderten treiben sie in den dunklen Gassen unbehelligt ihr Unwesen. Nun jedoch sehen sie sich einer ernstzunehmenden Gefahr gegenüber. Ein Unbekannter öffnet am Tag ihre Särge und setzt sie dem todbringenden Sonnenlicht aus. Nur einer kann den Blutsaugern noch helfen: der ehemalige Meisterspion Prof. James Asher. Der Vampir Simon Ysidro ersinnt einen perfiden Plan, Asher zu zwingen, ihnen zu helfen…

Paris 1907: Prof. Asher und der Vampir Simon Ysidro sind nach Paris aufgebrochen, um dort nach dem ältesten Vampir Europas zu suchen. Ihre diesbezüglichen Nachforschungen versetzen die französische Meistervampirin Elysée de Montadour und ihre Gespielin nicht gerade in Euphorie. Asher und Ysidro wagen dennoch den Abstieg in die Katakomben unter der Kirche Saint Innocents…


Bemerkungen: "Jagd der Vampire" ist ein Stoff, der grundsätzlich richtig gut in die Umgebung des Gruselkabinetts passt. Eine klassische Vampirgeschichte, die - auch wenn sie jüngeren Datums ist - in einer Zeit spielt, die bei Umsetzungen innerhalb dieser Reihe stets besonders gut hörbar wird.

Auch wenn sich dieses Flair hier handlungsbedingt erst nach einiger Spieldauer einstellt, passt auch hier die diesbezügliche Umsetzung sehr gut.

Die Geschichte beginnt sehr dramatisch mit einer Entführung und Erpressung. Sobald dieses Spannungselement verflacht, passiert leider im ersten Teil nur noch wenig Interessantes. Die Story verliert zwar nicht jeglichen Unterhaltungswert, aber es fehlt ihr dann doch ein wenig das fesselnde Element. Das sieht im zweiten Teil schon wieder ganz anders aus. Hier legt man dann auch wieder ordentlich Tempo zu, die Spannung stimmt, und auch die gruseligen Elemente kommen nicht zu kurz. Ein würdiger Showdown macht das Ganze dann doch zu einem letztlich recht ordentlichen Eintrag der Reihe.

Wie schon erwähnt, kann sich die Geschichte im Hinblick auf die Umsetzung durchweg hören lassen. Eine schöne Ausgestaltung mit ein paar ungewohnten, aber noch immer passenden Musikstücken ist die Grundkulisse, in der das gut besetzte Ensemble agieren darf. Auch deren Leistungen stimmen. Unter Marc Gruppes Regie agieren alle Sprecher gut und glaubhaft in ihren Rollen, so dass ein sehr homogenes Figurenbild entsteht und letztlich für den entscheidenden Aspekt dieser Umsetzung sorgt.


Aus technischer Sicht wieder einmal eine nicht zu beanstandene Folge der Reihe "Gruselkabinett";  inhaltlich zieht leider die zähe erste Hälfte die Wertung soweit nach unten, dass der gute und spannende zweite Teil letztlich nicht ganz ausreicht, um die nächste Wertungsstufe zu erreichen.
   
Meine Wertung: + + +
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