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Mit
"Jason Mason Steinberg" legen die Macher aus den Reihen des
hoerspielprojektes den ersten Teil einer Mini-Serie vor, die dem
Hörer lobenswerter Weise vollkommen kostenfrei ans Ohr getragen
wird.
Dass das Motto "Was nix kostet, ist auch nix" nicht universell
anwendbar ist, hat man beim hoerspielprojekt schon des Öfteren
bewiesen. Und auch Jason Mason Steinberg scheint diesbezüglich ein
weiteres Argument zu werden.
Der Plot wagt sich auf das dünne Eis des humoristischen
Science-Fiction-Hörspiels. Das sind natürlich gleich drei
Nischen auf einmal, die den Kreis der Hörer schon ziemlich
einschränken könnten. Zumal gerade das Thema "Humor" in
Hörspielen, selten in der Breite wirklich funktioniert.
Bei diesem Hörspiel lehnt man recht deutlich an den Stil eines
Douglas Adams an, was insbesondere da auffällig wird, wo sich sich
sogar Detailelemente wiederfinden. Dennoch wirkt es auch bei diesen
deutlichen Parallelen nicht wie ein Plagiat, da es gelingt, diesen
Punkten doch einen sehr eigenen Stempel aufzudrücken.
Diese Art Humor funktioniert recht ordentlich, da man diesen nicht
unbedingt mit dem Holzhammer (mal von ein, zwei diesbezüglich
fragwürdigen Szenen abgesehen) in die Geschichte einbringt.
Auch bei der Geschichte selbst erfindet man zwar das Rad nicht neu,
kann aber mit einem schönen Mix aus Elementen diverser Genres und
netten - und vor allem guten - Ideen eine unterhaltsame Story
schmieden.
Auch wenn der eigentliche Plot eher einfach strukturiert ist, sorgen
die vielen einfallsreichen Elemente dafür, dass hier keine
Langeweile aufkommt.
Eine Besonderheit der Produktionen des hoerspielprojektes ist ja die
Umsetzung. Man nutzt hier gezwungenermaßen das dezentrale
Einsprechen aller Beteiligten, was natürlich neben der Tatsache,
dass hier keine gestandenen Schauspieler zu Gehör kommen, auch die
Konsequenz mit sich bringt, dass diese auch ohne eine unmittelbare
Regie ihre Aufgabe wahrnehmen.
Dass unter diesen Umständen ein so ordentliches Ergebnis herauskommt, hat auf jeden Fall meinen Respekt.
Natürlich hört man hier und da kleinere Mängel,
insgesamt gesehen ist die Sprecherleistung aber auf einem Niveau, das
bereits einige (kommerzielle) Produktionen mit herkömmlicher
Machart hinter sich lässt.
Ein besonderes Highlight ist die Soundgestaltung. Allerdings darf man
hier keine bombastischen Effektgewitter erwarten. Das würde
hier auch nicht wirklich zur Geschichte passen. Man
überzeugt, da es gelingt, recht glaubwürdige Kulissen zu
schaffen.
Auch die Musik ist sehr passend ausgewählt, hätte aber
für meinen Geschmack etwas häufiger eingesetzt werden
dürfen.
Insgesamt wieder mal eine gute Produktion aus den virtuellen Hallen des
hoerspielprojektes. Ein Hörspiel, das man auf jeden Fall antesten
sollte, zumal man hier die Chance hat, knapp 50 Minuten guter
Unterhaltung für lau zu bekommen.
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