Jason Mason Steinberg (1/3) Die Feuertaufe
  Autor: Florian Stummer
Schnitt: Detlef Tams 
  Produktion: hoerspielprojekt 2009
  Regie: Detlef Tams 
  Länge: 48 Min.
 
(c) Sven Matthias (www.rick-future.de)

Mitwirkende:

Erzähler: Detlef Tams 
Ronald Beer: Dirk Hardegen 
Tyrrell: Roland Köhler
James Mason Steinberg: Tobias Diakow 
Snackautomat im Revier: Oda Plein
Sicherheitsbeamter: Stefan Sauerzapf
Captain Byron: Joachim Klotz
Spurensicherer Hammond: Stefan Sauerzapf
Think Big: Markus Raab 
Ein Alienpenner: Björn Henschel 
Pathologieeinheit: Helmut Buschbeck
Snackautomat in den Schwefelminen: Michael Gerdes
Lift: Roman Ewert
Roboter/Putzmaschine/Türöffner: Marcel Kubik und Detlef Tams 

Inhalt:

Eine rätselhafte Mordserie an Bibliothekaren beschäftigt Jason Mason in seinem ersten Fall.
Was haben die Roboter damit zu tun, die sich irgendwie sehr auffällig unauffällig zu verhalten versuchen?
Warum sind Getränkeautomaten so unglaublich pingelig?
Und was hat dieser ehemalige Schachroboter "Think Big" mit der ganzen Sache zu tun?



Bemerkungen: Mit "Jason Mason Steinberg" legen die Macher aus den Reihen des hoerspielprojektes den ersten Teil einer Mini-Serie vor, die dem Hörer lobenswerter Weise vollkommen kostenfrei ans Ohr getragen wird.

Dass das Motto "Was nix kostet, ist auch nix" nicht universell anwendbar ist, hat man beim hoerspielprojekt schon des Öfteren bewiesen. Und auch Jason Mason Steinberg scheint diesbezüglich ein weiteres Argument zu werden.

Der Plot wagt sich auf das dünne Eis des humoristischen Science-Fiction-Hörspiels. Das sind natürlich gleich drei Nischen auf einmal, die den Kreis der Hörer schon ziemlich einschränken könnten. Zumal gerade das Thema "Humor" in Hörspielen, selten in der Breite wirklich funktioniert.

Bei diesem Hörspiel lehnt man recht deutlich an den Stil eines Douglas Adams an, was insbesondere da auffällig wird, wo sich sich sogar Detailelemente wiederfinden. Dennoch wirkt es auch bei diesen deutlichen Parallelen nicht wie ein Plagiat, da es gelingt, diesen Punkten doch einen sehr eigenen Stempel aufzudrücken.

Diese Art Humor funktioniert recht ordentlich, da man diesen nicht unbedingt mit dem Holzhammer (mal von ein, zwei diesbezüglich fragwürdigen Szenen abgesehen) in die Geschichte einbringt.

Auch bei der Geschichte selbst erfindet man zwar das Rad nicht neu, kann aber mit einem schönen Mix aus Elementen diverser Genres und netten - und vor allem guten - Ideen eine unterhaltsame Story schmieden.

Auch wenn der eigentliche Plot eher einfach strukturiert ist, sorgen die vielen einfallsreichen Elemente dafür, dass hier keine Langeweile aufkommt.

Eine Besonderheit der Produktionen des hoerspielprojektes ist ja die Umsetzung. Man nutzt hier gezwungenermaßen das dezentrale Einsprechen aller Beteiligten, was natürlich neben der Tatsache, dass hier keine gestandenen Schauspieler zu Gehör kommen, auch die Konsequenz mit sich bringt, dass diese auch ohne eine unmittelbare Regie ihre Aufgabe wahrnehmen.

Dass unter diesen Umständen ein so ordentliches Ergebnis herauskommt, hat auf jeden Fall meinen Respekt.
Natürlich hört man hier und da kleinere Mängel, insgesamt gesehen ist die Sprecherleistung aber auf einem Niveau, das bereits einige (kommerzielle) Produktionen mit herkömmlicher Machart hinter sich lässt.

Ein besonderes Highlight ist die Soundgestaltung. Allerdings darf man hier keine bombastischen Effektgewitter erwarten. Das würde hier auch nicht wirklich zur Geschichte passen. Man überzeugt, da es gelingt, recht glaubwürdige Kulissen zu schaffen.
Auch die Musik ist sehr passend ausgewählt, hätte aber für meinen Geschmack etwas häufiger eingesetzt werden dürfen.


Insgesamt wieder mal eine gute Produktion aus den virtuellen Hallen des hoerspielprojektes. Ein Hörspiel, das man auf jeden Fall antesten sollte, zumal man hier die Chance hat, knapp 50 Minuten guter Unterhaltung für lau zu bekommen.

Ab 26.03.2009

Kostenloser Download bei

hoerspiel-
projekt.de
   
Meine Wertung: + + +
   
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