John Sinclair (47) Die Werwolf-Sippe
John Sinclair (48) Lupinas Todfeind
  Autor: Jason Dark
  Produktion: Lübbe Audio 2009
  Regie: Oliver Döring
  Musik: Christian Hagitte und Simon Bertling, Florian Göbels, Interworld Musikverlag GmbH
  Länge: Folge 47 = 47 Min.
Folge 48 = 50 Min.
 

Mitwirkende:

John Sinclair: Frank Glaubrecht
Erzähler: Wolfgang Pampel
Jane Collins: Franziska Pigulla
Bill Conolly: Detlef Bierstedt
Sheila Conolly: Daniela Hoffmann
Sir James Powell: Karl-Heinz Tafel
Suko: Martin May
Jovanka Vasely: Berenice Weichert
Jurina Vasely: Marianna Rogée
Silva: Anke Reitzenstein
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues
Marcel Vendri: Peter Flechtner
Al Astor: Jörg Doering
Roland Fourcert: Udo Schenk
Margret Rutland: Dascha Lehmann
Pfarrer: Bernd Rumpf
Ansage: Fred Bogner
sowie Markus Pfeiffer, Manja Doering, Regina Lemnitz, Iris Artajo, Jan Spitzer, Sebastian Rüger und Simon Jäger

Inhalt:

Die Werwolf-Sippe:
Die Menschen einer kleinen Stadt geraten in den Sog der blutigen Ereignisse, und die Angst dringt wie ein schleichendes Gift in die Häuser und Wohnungen. Niemand hat den unheimlichen Mörder gesehen, doch jeder weiß, dass er da ist. Wen holt er sich als nächstes?

Lupinas Todfeind:
Als die beiden Scheinwerferstrahlen zu grellen Lichtspeeren wurden und mich blendeten, wußte ich, dass man mich töten wollte. Dicht an dicht standen die Häuser zu beiden Seiten. Da gab es keine Einfahrt und auch keine Lücke. Die Lichtkegel explodierten vor meinen Augen, und wenn mir in den nächsten zwei Sekunden nichts einfiel, würde mich dieses rasende Ungeheuer überrollen ...



Bermerkungen: Mit dieser Doppelfolge kehrt Lupina wieder in den Ring zurück. Die Werwolf-Geschichte sorgt, wie schon bei der ersten Begegnung, für recht gute Unterhaltung. Natürlich geht es hier sehr klischeehaft und auch schon mal trashig zu, aber der Anteil hält sich in genreverträglichen Grenzen. Hinzu kommt, dass man durch das Rudelgerangel einen recht originellen Aspekt mit in die Geschichte einfließen lässt, der doch etwas Abstand zum gängigen Werwolf-Plot schafft.

John Sinclair muss sich hier gehörig durch die Geschichte kämpfen. Er gerät von einer Klemme in die nächste. Für meinen Geschmack hätte es gerne mal eine andere, originellere Wendung nehmen können, aber leider kann man bei dieser Art Vorlage nicht viel mehr erwarten. Immerhin: Langweilig wird's nie.

Die Umsetzung orientiert sich mehr am tatsächlichen, eher actionreichen Geschehen, denn am Gruselgenre allgemein. Daher kommt hier - wie gewohnt - kein wirkliches Gänsehautfeeling auf. Daran ändern auch die Werwölfe nichts.
Unter der Prämisse ist die Soundgestaltung gelungen. Eine gute, glaubwürdige Geräuschkulisse kleidet die - zum Teil sehr besonderen - Szenenräume sehr gut vorstellbar aus. Komplettiert wird dies von einem sehr passenden Musikeinsatz und dem gut agierenden Sprechercast.

Die Zwangspause von Joachim Kerzel wurde von Wolfgang Pampel gefüllt. Natürlich gibt das dem Ganzen einen etwas anderen, eher ruhigeren Anstrich, was kein Nachteil für die Geschichte ist. Das anfänglich ungewohnte Gefühl legt sich schnell. Pampel ist nicht schlechter als Kerzel, nur anders.

Insgesamt ist diese Doppelfolge wieder gewohnt gute Sinclair-Kost, der Werwolf-Plot ist im Serienkosmos einer der bodenständigsten und so ist auch die Geschichte auch für die gut hörbar, die mit dieser Art Vertonung sonst eher weniger anfangen können.



 
Meine Wertung: + + +
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