| Königliche Hoheit |
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Autor: |
Thomas Mann |
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Produktion: |
HR/SWF/DRS 1954 - der hörverlag 2002/2006 |
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Regie: |
Ulrich Lauterbach |
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Bearbeitung: |
Hartmann Goertz |
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Länge: |
160 Min. |
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Mitwirkende: |
Klaus Heinrich, Königliche Hoheit: Dietrich Haugk
Ditlinde, verheiratete
Fürstin zu Ried-Hohenstein: Edith Heerdegen
Johann Albrecht III: Werner
Siedhoff
Albrecht II, Großherzog, ihr Vater: Rudolf Fernau
Dr. Raoul
Überbein, Hilfslehrer: Mathias Wieman
Imma Spoelmann: Inge Langen
Mr.
Samuel N. Spoelmann: Erich Ponto
Baron von Knobelsdorff, Minister: Rudolf
Kalvius
Dr. Krippenreuther, Finanzminister: Erich Thormann
Herr von
Ranzau: Boy Gobert
Dr. Sammet: Siegfried Wischnewski
u.a. |
Inhalt: |
Der Deutsch-Amerikaner Mr. Spoelmann kommt zur Brunnenkur in die Residenz
Grimburg. Dem dortigen Großherzog kauft er ein verfallendes Schloss ab. Nun
regiert neben der alten Macht eine neue. Spoelmann hat als Republikaner wenig
für den Adel übrig. Der junge Prinz, Erbe eines kleinen Landes und großer
Schulden, ist für ihn ein Nichtstuer. Andererseits hat Spoelmann aber nichts
dagegen, dass seine Tochter eben diesen Nichtstuer heiraten will. Über die
Mitgift hinaus bewilligt er dem notleidenden Fürstentum sogar einen beachtlichen
Kredit und belebt damit die gesamte Volkswirtschaft.
Die CD-Fassung
enthält ein Beiwort Thomas Manns zu diesem Hörspiel |
Bemerkungen:
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"Königliche Hoheit", der zweite Roman Thomas Manns ging im Fahrwasser der
"Buddenbrooks" etwas unter und ist bis heute eines seiner unbekannteren Werke
geblieben. Was schade ist, denn hier verknüpft sich das große Können des Autors
mit einem leichten Erzählstil, so dass diese Geschichte auch für jene
interessant sein dürfte, die an der Schwere des Erzählstils des Autoren oft
scheitern.
Hinzu kommt, dass die Bearbeitung des Hörspiels es noch eine
Spur komfortabler macht. Es transportiert Inhalt, aber auch den Witz der
Vorlage, ohne dabei in Albernheiten oder Belanglosem
unterzugehen.
"Königliche Hoheit" wirkt oberflächlicher als es ist. Wie
gewohnt greift Mann Geschehnisse seines Umfeldes auf, um diese in fiktiven, aber
noch zu durchschauenden Charakteren, wiederzugeben. Hier bleibt allerdings
diesmal das allzu Tragische außen vor.
Ulrich Lauterbach hat das Hörspiel
bereits 1954 für den Funk umgesetzt. Eine gelungene Inszenierung mit guten,
wenngleich recht unbekannten Sprechern. Die Atmosphäre wird nahezu allein durch
die Stimmen getragen, was aber ausreicht, um ein passendes Bild zu
zaubern.
"Königliche Hoheit" ist sicherlich nicht eines der
herausragenden Werke Manns, dennoch sollte man es damit nicht einfach abtun.
Gerade, dass es ein ungewohnt heller Fleck in der Bibliografie ist, macht es
eigentlich erst recht interessant. Der Inhalt spricht für sich und auch die
Qualität des Schreibstils steht den übrigen Werken nicht nach. Anders, aber
gewiss nicht schlecht. Auch die Hörspielfassung hat ihren besonderen Reiz,
angenehm umgesetzt, ohne billig zu wirken, hat man hier ein hörenswerte
Produktion geschaffen. |
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