| Kurze Geschichte des Traktors auf ukrainisch |
| |
Autor: |
Marina Lewycka |
| |
Produktion: |
MDR 2007 - der hörverlag 2007 |
| |
Regie: |
Oliver Sturm |
| |
Bearbeitung: |
Claudia Kattanek |
| |
Musik: |
Gerd Bessler |
| |
Länge: |
68 Min. |
| |
 |
 |
Mitwirkende: |
Nadeshda: Lena Stolze
Vera: Elisabeth Trissenaar
Vater: Traugott
Buhre
Valentina: Jeanette Spassova
Rechtsanwalt: Berndt Stübner
Dubov:
Sergej Gladkich
Inspektorin der Einwanderungsbehörde: Danne
Hoffmann
Rechtsanwätin: Liv-Juliane Barine
Detektiv: N.N.
Mutter: Conny
Wolter
Wächter: Armin Dillenberger
Nachbarin: N.N.
Stanislav: Willi
Telemann
Vater als Kind: Frowin Wolter
Mutter als Kind: Luise
Selbmann
Vera Kind: Paula Dinnebier
Brüder Sovinko: Valentin Tornow,
Caspar Bankert
Kishka: N.N. |
Inhalt: |
Den Erfolgsroman von Marina Lewycka gibt es jetzt in einer vom MDR produzierte
Hörfassung. Die Produktion erscheint auch vor der Ursendung im Radio beim
hörverlag und ist ab 22.06.2007 im Handel erhältlich.
Vater ist
gebürtiger Ukrainer, der vor Jahrzehnten nach England geflohen ist. Seit 2
Jahren ist er Witwer und hat sich mit seinen 84 Lenzen nochmal verliebt. Das
Objekt der Begierde, Valentina, ist ebenfalls Ukrainerin und knapp fünfzig Jahre
jünger. Seinen Töchtern ist das junge Glück aber ein Dorn im Auge. Sie vermuten,
dass Valentina nur eine Scheinehe anstrebt, um nach der Einbürgerung mit Vaters
Ersparnissen um sich werfen zu können.
Obwohl die beiden Schwestern kein
besonders gutes Verhältnis haben, verbünden sich gegen Valentina.
Diese
entwickelt sich tatsächlich zu einem Albtraum für die ganze Familie - nur Vater,
der zwar auch unter Valentinas Lotterleben leidet, in seiner Verliebtheit
allerdings etwas verblendet ist. Dafür kniet er sich ganz eifrig an seine
wissenschaftliche Abhandlung über Traktoren.
Im Kampf der beiden
Schwestern gegen die Ehe ihres Vaters, tauchen nach und nach Familiengeschichten
auf, die ein neues Licht, auf die Angelegenheit werfen.
|
Bemerkungen: |
Auch wenn das Hörspiel nur eine Bruchteil des Romans transportieren kann, genügt
das hier um die herrlich tragigkomische Geschichte in einer angemessenen Weise
zu erzählen.
Oliver Sturm gelingt es hier, eine mehr als würdige Umsetzung
des Erfolgsromans vorzulegen. Unterstützung erhält er hier durch die gut
agierende Sprecher, bei denen insbesondere Traugott Buhre sehr positiv auffällt.
Das Team sorgt mit seiner Arbeit für eine ordentliche Portion Glaubwürdigkeit.
Einzig die Figur der "Valentina" wirkt mir hier und da etwas zu überzeichnet -
ein Punkt über den man bei der sonstigen Qualität aber getrost hinwegsehen
kann.
Mit Sounds und Musik wird man hier allerdings nicht überfordert -
dazu ist jedoch auch weder zeitlicher Raum noch die inhaltliche Notwendigkeit.
Diese Geschichte lebt von den Dialogen, von denen man auch tunlichst nicht
ablenken sollte.
Insgesamt ein unterhaltsames Hörspiel, das Inhalt und
Atmosphäre der Romanvorlage trotz der Komprimiertheit gut einfängt und
transportiert.
Wer gute (Radio-)hörspiele mag, sollte sich den "Traktor"
zuzulegen.
|
|