Lightstreams 006 - Das Ende der Welt


Skript: Frank Hammerschmidt
Lektorat: Oda Plein und Lars Havemann
Schnitt und Regie: Frank Hammerschmidt
Musik und Endmastering: Jean Pierre Böhm
Casting und Produzentin: Oda Plein
Sound/Effekte: Frank Hammerschmidt, Jan Boysen und freesound.org
Coverdesign und Artwork: Sebastian Hartmann
Mindcrusher Studios  2011
15 Min.




Mit:
Erzähler: Marco Ansing
Harvey Boone: Clemens Nicol
Mrs Richardson: Insa Müller
Barkeeper: Timo Landsiedel
Junge: Niklas Wagner 
Police Officer: Oliver Scheffel
Dr. Grant: René Wagner 

sowie Tabitha Hammer als Stimme aus den Lightstreams
und Markus Raab als Bewahrer



Harvey Boone ist Privatdetektiv und soll für eine Klientin deren Bruder aufspüren. Dieser ist ebenso wie ein Freund von ihm spurlos verschwunden. Als sich Boone an die Ermittlungen macht, stellt er schnell fest, dass die beiden nicht die einzigen sind, die vermisst werden.

Bemerkungen:

Diesmal beehrt Frank Hammerschmidt die Reihe "Lightstreams" und legt mit "Das Ende der Welt" ein kurzes, aber pointiertes Hörspiel vor. Die Geschichte beginnt sehr klischeehaft mit einem typischen Marlowe-Opening. Das nimmt man zunächst als unoriginell wahr, man wird aber im Laufe des Hörspiels erfahren, dass dies nicht nur Sinn macht, sogar zwingend notwendig ist.

Die Geschichte überzeugt mit ein paar kurzen Wendungen, die den Hörer schon überraschen können. Gerade dann, wenn sich eine gewisse Vorahnung über den weiteren Verlauf festigt, kippt die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Der Sprung ist zwar nicht überragend originell, erfüllt aber seinen Zweck und überrascht. Damit nicht genug, es gelingt auch noch, den durch die Auflösung etwas seicht gewordenen Plot mit einem bitterbösen Ende zu versehen.

Auch die Regie liegt in Händen von Frank Hammerschmidt, was die Sache einerseits erleichtert, da er die Geschichte auch so umsetzen kann, wie er sie sich erdacht hat. Zum anderen fehlt aber auch ein evtl. weiteres Korrektiv.

Gerade wegen der dezentralen Produktionsweise und der - insbesondere im Hinblick auf das Stimmalter - sehr eingeschränkte Besetzungsmöglichkeit, ist es ungeheuer schwierig, eine makelose Umsetzung zu gewährleisten. Auch hier muss man diesbezüglich ein paar Abstriche machen. Hier und da klingt es etwas zu bemüht, um wirklich zu überzeugen.


"Das Ende der Welt" ist ein Hörspiel, das insbesondere durch überraschende Wendungen im Plot überzeugen kann; Es ist eine gut erzählte und pointierte Kurzgeschichte, auch wenn sie nicht vor Originalität strotzt. Leichte Schwächen gibt es bei der Umsetzung, auch wenn hier der Großteil den Besonderheiten der Produktionsweise geschuldet ist.

Meine Wertung: +

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mindcrushers.de
ab 14.05.2011
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