Lösegeld für einen Hund
  Autor: Highsmith Patricia
  Produktion: WDR 2006 - DAV 2007
  Regie: Beate Andres
  Bearbeitung: Beate Andres
  Länge: 102 Min.
 

Mitwirkende:

Catrin Striebeck, Florian von Manteuffel, Kathrin Angerer, Michael Wittenborn, Andrea Sawatzki, Vadim Glowna u.v.a.

Inhalt:

Clarence Duhammel, ein junger, engagierter Polizist in New York mit einem Diplom in Psychologie, sieht eines Tages die Chance, seine Freundin Marylyn davon zu überzeugen, dass seine Arbeit sinnvoll ist. Der Hund des Verlagslektors Edward Reynolds und seiner Frau Greta wurde entführt. Die beiden haben etliche Drohbriefe erhalten und sollen ein hohes Lösegeld zahlen. Clarence beschließt, dem sympathischen, kinderlosen Paar zu helfen. Mit dem schnell gestellten Entführer Kenneth Rowajinski, einem Psychopathen, der sein Dasein am Rande der Gesellschaft von einer mageren Invalidenrente bestreitet, scheint er zunächst leichtes Spiel zu haben. Dann aber wendet sich die Spirale der Gewalt plötzlich gegen Clarence selbst: Zuerst sieht er seine Karriere bedroht, dann wird seine Beziehung zu Marylyn zerstört, und schließlich kämpft er um seine bloße Existenz.

Bemerkungen:

Ein Highsmith-Krimi, der im ersten Moment untypisch wirkt, aber jedoch recht schnell ihre Handschrift erkennen lässt. Ihre Art, die Protagnoisten - und damit auch die Leser resp. Hörer - zu quälen, erkennt man auch hier schnell wieder. Clarence, der hier in ein zunächst harmloses Verbrechen stolpert und hierdurch in richtig dickes Übel gezogen wird, ist einfach bedauernswert und man durchleidet hier jede Szene mit ihm mit. Ob sich dann doch noch alles zum Guten wendet?

Beate Andres hat die Geschichte recht gut für den Funk aufgearbeitet und in Szene gesetzt. Allerdings schafft sie es nicht wirklich mit der Umsetzung selbst, Spannungsmomente zu setzen. Außer dem, was sich aus der Geschichte selbst ergibt, ist der Unterhaltungswert etwas eingeschränkt.

Hinzukommt, dass das Hörspiel vielleicht auch etwas zu lange geraten ist. Etwas weniger, dafür dichter - das hätte der Produktion gut getan.

Bei den Sprechern lässt sich der WDR ja selten lumpen und fährt auch hier dentlich auf. Florian von Manteuffel und vor allem Kathrin Angerer haben mir hier ausgezeichnet gefallen.

Ein Hörspiel mit ein paar kleineren Schwachpunkten und Längen, das aber aufgrund der Qualität der dahinterstehenden Geschichte dennoch einen ordentlichen Eindruck macht.

 

 

Meine Wertung: + + 

 

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