| Malcolm Max (1) Im Banne der Untoten |
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Autor: |
Peter Menningen |
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Produktion: |
Tigerpress-Verlag |
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Regie: |
Marko-Oliver Bachmann |
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Musik: |
bluevalley Filmmusik
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Länge: |
52 Min. |
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Mitwirkende: |
Malcolm Max: Robert Missler
Charisma: Tanja Dohse
Baroness Cordelia: Marion von Stengel
Graf Myskina: Konrad Halver
Vladimir: Kay-Uwe Eiserbeck
Bürgermeister Branza: Monty Arnold |
Inhalt: |
Malcolm Max ist Mitglied der Geheimloge “Custodes
Lucis” (“Hüter des Lichts”). An der Seite der
schönen Vampirin Charisma bereist der die unheimlichsten Winkel
der Erde. Gemeinsam kämpfen sie gegen dunkle Mächte Form von
Geistern, Vampiren und Dämonen. Dabei kommen sie Schritt um
Schritt einer Weltverschwörungder mysteriösen
“Schwarzen Engel” näher.
Im Oktober anno Domini 1888 führt Malcolm Max eine Mission in die
Karpaten, wo grauenvolle Vampire ein abgeschiedenes Dorf tyrannisieren.
Vor Ort muss er zudem feststellen, dass dieser Landstrich noch von
anderen, weit erbarmungsloseren Schrecken geknechtet wird. Allein auf
sich gestellt tritt er in einem ungleichen Kampf seinen
übermächtigen Gegnern entgegen. |
Bemerkungen: |
Kein Comic ohne Gimmick - das scheint ja heute ein
feststehender Grundsatz zu sein. So hat man auch zur Rückkehr der
"Gespenster-Geschichten" nicht auf eine Zugabe verzichtet. Jedem Heft
soll nun künftig ein Hörspiel mit einem Abenteuer des Geisterjägers "Malcolm Max" beiliegen.
Wer die Hefte noch von früher kennt, wird sich über deren
Qualität im Klaren sein: Kurzweilige und pointierte, aber
keinesfalls tiefsinnige Geschichten. Bei diesem Neustart ändert
sich hieran nichts, offenbar baut man die Ausgaben sogar nur mit alte
Geschichten neu zusammen. Dazu schaffen es gerade mal sechs
davon ins erste Heft. Der Rest geht im Großen und Ganzen
für Werbung drauf, die man zum Teil auch als "Magazin"-Teil
verkauft.
Deutlich besser als das Heft, ist das Hörspiel. Natürlich
darf man hier weder von der Umsetzung noch vom Inhalt Wunder erwarten.
"Im Banne der Untoten" ist vom Plot her genau das, was man vom
standartisierten Gespensterjäger erwarten darf. Ein gerader Plot,
der mit einigen Gruselklischees angereichert ist. In der ersten Folge
greift man da zu Bewährtem: Vampire und Werwölfe. Auch die
restlichen Zutaten und Details hat man irgendwie, irgendwo und
irgendwann schon einmal vernommen, so dass sich die einzige
Originalität aus der Mischung des Ganzen ergibt.
Trotzdem gelingt es der Geschichte, doch recht gut zu unterhalten. Sie
hat Tempo und lässt dem Hörer die Spieldauer nicht zu lange
werden.
Ins Auge fällt, dass man - recht genreuntypisch - auf einen
Erzähler verzichtet. Das funktioniert auch recht gut, bis auf die
actionreicheren Szenen. Dort müssen die handelnden Charaktere dann
detailliert beschreiben, was ihnen grade passiert. Das bringt ein wenig
unfreiwillige Komik mit und lässt in einigen Fällen den
Hörer etwas das Gesicht verziehen.
Den Sprechern kann man dabei keinen Vorwurf machen. Sie sind das
Highlight dieser Produktion. Das Cast ist zwar überschaubar, aber
überzeugt durch die Bank. Robert Missler macht seinem Ruf als
stimmlicher Tausendsasa alle Ehre und liefert einen guten Titelhelden
ab. In den Nebenrollen hebt sich insbesondere Konrad Halver als
Graf Myskina mit seiner Leistung hervor.
Die Soundgestaltung ist insgesamt etwas hausbacken. Die Kulisse ist
nicht wirklich innovativ, genügt aber, die Geschichte recht
angemessen zu erzählen. Positiv formuliert könnte man hier
von "Old School" sprechen.
"Malcolm Max - 1 - Im Banne der Untoten" entpuppt sich als
unterhaltsame, wenngleich keinesfalls innovative
Geisterjägergeschichte. Sie passt insofern perfekt zum Heft
"Gespenster-Geschichten", für das genau das Gleiche gilt. Bei
aller Kritik muss aber auch die Frage der Vergleichbarkeit gestellt
werden. Das Hörspiel wäre sicherlich im Kanon aktueller
Produktionen in den hinteren Rängen wiederzufinden, legt man aber
das Preis-/Leistungsverhältnis zu Grunde, gibt es hier schon nicht
mehr viel zu meckern.
"Malcolm Max" unterhält - und darauf kommt's letztlich an. |
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