Mark
Brandis (9 & 10) Raumsonde Epsilon
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Idee
und Drehbuch: |
Balthasar
von Weymarn nach Nikolai von Michalewsky |
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Produktion: |
Folgenreich
2010 |
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Bearbeitung
und Regie: |
Jochim-C.
Redeker & Balthasar von Weymarn |
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Musik: |
Jochim-C.
Redeker |
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Länge: |
117 Min. |
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Mitwirkende: |
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Lt. Usko Koskinen: Julien Haggége
Bordsystem CORA: Christine Mühlenhof
Ludmilla Wolska: Tomasina Ulbricht
Cpt. Peter Gottwald: Mark Bremer
Lt. Iwan Stroganow: Martin Wehrmann
Cpt. Martin van Kerk: Michael Westphal
Lt. William Xuma: Michael Pan
Prolog: Wolf Frass
John Harris: Gerhart Hinze
Adjutant: Stefan Peters
Lt. Luc Argaud: Oliver Seidler
Cpt. Roger D'Arcy: Udo Schenk
Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Maj. Frederic Young: Erich Räuker
Lt. Iwan Stroganow: Martin Wehrmann
Geschwaderkommandant: Cho See-Young
Hauptmann Saadi: Dario De Muro
Oberst Lao Wu: Stefan Gossler
Bordsystem der ZEUS: Anke Reitzenstein
Stimme der Sonde: Dorothea Anna Hagena
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Inhalt: |
2125: Mark Brandis' Schiff, die Hermes, ist mit
der nun unbemannten Delta IX im Schlepptau unterwegs zurück
zur Erde. Die ermüdende Bordroutine auf dem wochenlangen Flug
wird jäh unterbrochen: die Delta IX ist plötzlich
spurlos verschwunden. Brandis erreicht auf der Suche nach Scotts Schiff
die Station Zhongli Quan und muss bald feststellen, dass nicht nur die
Vereinigten Orientalischen Republiken undurchsichtige Pläne
verfolgen...
2125: Mark Brandis und die Besatzung seiner Hermes sind von ISIDOR
entkommen und auf dem Weg zur rätselhaften
»Büchse der Pandora«. Major Young kommt an
Bord, doch auch seine Gegenwart kann die Hermes nicht davor bewahren,
dieses Mal einem Geschwader der Republiken in die Hände zu
fallen. Während die Crew gefangen auf dem Jupitermond Kallisto
auf ein Wunder wartet, bahnt sich eine Begegnung an, die die Geschichte
der Menschheit in andere Bahnen lenken könnte...
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| Bemerkungen: |
Immer
wenn eine neue Folge der Reihe Mark Brandis erscheint, ist es Zeit mal
alle die Superlative herauszukramen, die man gerne auch anderswo
verwenden würde, wenn man denn doch auch öfter die
entsprechende Gelegenheit hätte.
Mark Brandis gehört - so paradox es klingt - zu den
bodenständigsten Vertretern des SF-Genres. Autor Nikolai von
Michalewsky hat hier eine Zukunftsvision kreiert, der eine
Raumfahrt zu Grunde liegt, die eine glaubwürdige
technische Entwicklung durchgemacht hat. Hier gibt es keine
physikalischen Klimmzüge, die die Geschichte lösbar machen,
sondern läuft die Geschichte in einem festen, aber authentischen
Rahmen.
In diesem muss sich die Crew um Mark Brandis mit Rebellen und
Einsatzkräften der Republiken auseinandersetzen. Immer wieder
gerät man in nahezu ausweglose Situationen, was der Handlung viele
Spannungshöhen verleiht.
In dieser Doppelfolge taucht nun auch erstmals eine außerirdische
Intelligenz auf. Diese funktioniert zunächst als Gegner,
ändert sich aber zur Mahnung, wie wenig sich der Mensch emotional
entwickelt hat. Auch wenn dies in dieser Reihe a-typisch ist, ist die
Konstruktion und das daraus entwickelte Finale erstklassig. Damit wird
klar, dass das Einbinden gleich dreier unterschiedlicher Parteien
wichtig war und nicht nur einem unterhaltsamen und wendungsreichen Plot
diente.
Aber nicht nur die Geschichte ist absolut hörenswert, wie gewohnt
überzeugt auch die Umsetzung. Es gelingt auch hier wieder, diese
Geschichte mit einer sehr durchdachten Soundkulisse lebendig werden zu
lassen. In diesem Punkt setzt diese Reihe Maßstäbe, gerade
weil man eben nicht auf die genreüblichen Standardeffektorgien
setzt, sondern ein sehr eigenständiges - und vor allem stimmiges -
Klangbild inszeniert.
Auch die schauspielerische Leistung des Ensembles überzeugt. Die
gestandenen Sprecher sorgen hier für sehr glaubwürdige
Figuren und Dialoge. Leider sind die meisten so gut, dass kleinere
Schwächen sofort auffallen. Die Rolle der Ludmilla Wolska,
gesprochen von Tomasina Ulbricht, wirkt im Vergleich etwas zu statisch
und etwas zu weit vom Rollenklischee entfernt. Hier hätte man
für meinen Geschmack auf etwas mehr Homogenität achten
dürfen.
Aber auch dies kann am sehr guten Eindruck dieser Episode kaum
rütteln. "Raumsonde Epsiolon" ist eine erstklassige Geschichte,
die sehr gut ins Hörspielformat transportiert wurde. Auch hier
kann ich nur wieder eine Empfehlung aussprechen, die ich auch an die
richten möchte, die dem Genre eher nicht zugeneigt sind.
Meine
Wertung: + + + + +
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