| Matilda |
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Autor: |
Roald Dahl |
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Produktion: |
WDR 2006 - der hörverlag 2007 |
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Regie: |
Petra Feldhoff |
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Bearbeitung: |
Judith Ruyters |
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Musik: |
Mike Herting |
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Länge: |
86 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Peter Fricke
Matilda: Johanna Burg
Fräulein Honig: Laura
Maire
Knüppelkuh: Hella von Sinnen
Herr Wurmwald: Gerd Köster
Frau
Wurmwald: Caroline Schreiber
Frau Phelps: Katinka Hoffmann
Pagagei: Peter
Nottmeier
Max von der Groeben, Carolin von der Groeben, Leon Stille, Artur
Niederfahrenhorst, Charlotte Pfeifer, Fabian Fendel, Kai Hogenacker |
Inhalt: |
Die meisten Eltern loben ihren Nachwuchs über den Klee. Sie halten ihre süßen
Goldschätzchen für wahre Genies, selbst wenn sie die größten Esel sind. Das ist
schlimm und geht einem mächtig auf die Nerven. Es gibt aber auch Eltern, die
ihre Kinder komplett übersehen. Sie schieben sie aus der Bildfläche, um
ungestört auf die Glotze zu starren und können es kaum erwarten, dass sie von
allein groß werden und wieder aus ihrem Leben verschwinden. Diese Sorte Eltern
ist noch viel schlimmer, und mit dieser Sorte Eltern ist Matilda geschlagen.
Matilda aber ist wirklich ein Genie. Sie bringt sich bereits mit drei Jahren das
Lesen bei, verbringt die Nachmittage fortan mit den interessantesten Leuten der
Weltliteratur, und wenn ihre Eltern sie allzu sehr ärgern, sinnt sie auf Rache.
Als Matilda in die Schule kommt, lernt sie vor allem zweierlei: Es gibt auch
liebenswerte und verständige Erwachsene, wie ihre Lehrerin Fräulein Honig, und
es gibt Erwachsene, die sind noch hundertmal schlimmer als ihre Eltern, wie die
Schulleiterin Knüppelkuh. Um es mit der Knüppelkuh aufnehmen zu können, braucht
es nicht nur einen blitzgescheiten Verstand, sondern übersinnliche Kräfte. Mit
deren Hilfe allerdings plant Matilda die genialste Rache aller Zeiten
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Bemerkungen: |
Roald Dahl hat nicht nur ein Händchen für bitterböse Geschichten für Erwachsene.
Nein, auch für Kinder hat er hat er literarisch einiges zu bieten. Mit "Matilda"
zaubert eine perfekte Heldin, die sich in einer Welt mit einigen bösen
Erwachsenen an zentraler Stelle herumschlagen muss.
Neben ihren sehr
merkwürdigen Eltern, macht im zweiten Teil vor allem die bitterböse ehemalige
Hammerwerferin und jetzige Schulleiterin Frau Knüppelkuh - mit Hella von Sinnen
nahezu perfekt besetzt - ihr (und auch ihrer Klassenlehrerin) das Leben schwer.
Gerade letztere ist mit einer haarsträubende Boshaftigkeit gesegnet, die
teilweise schon arg daran zweifeln lässt, ob man diese Grausamkeiten einem Kind
ab acht Jahren zumuten sollte. Aber das gute Ende fehlt natürlich nicht und
versöhnt einen dann auch wieder. Letztlich muss man sagen, dass "Matilda" eine
schöne, wenn auch mit leichten Grausamkeiten gespickte, Geschichte ist, die
einen einfach in den Bann zieht.
Für eine Radioproduktion sind die
Sprecher zum Teil nicht ganz auf der Höhe, selbst bei der guten Leistung Hella
von Sinnen, gibt es da einige Schwächen. Andererseits sind auch richtig gute
Leistungen zu hören. Insbesondere Peter Fricke und Gerd Köster agieren hier
erstklassig.
Alles in Allem ein schönes, rundes Kinderhörspiel, dass zu
Recht den Weg vom Radio in die Regale der Händler geschafft hat und das auch
gerne von diesen in die heimischen geräumt werden darf. |
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