| Mitschnitt
- Séance |
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Produktion: |
Lübbe Audio 2009 |
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Länge: |
55 Min. |
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Inhalt: |
Weihnachtszeit am Bodensee: die Schüler
und Lehrer
des Internats Schloss Güstrow sind fast vollständig
ausgeflogen, nur drei Teenager bleiben über die Feiertage im
Internat. Aus Langeweile wollen sie im Keller eine Séance,
eine
spiritistische Sitzung, abhalten. Damit sie ihre "Erfolge"
später
auch beweisen können, nehmen sie das Geschehen auf. Diese
Tonspur
bleibt einziger Zeuge eines grauenvollen Abends, den nicht alle
überleben werden.
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| Bemerkungen: |
Mit "Séance"
erhalten die Fans die vorläufig letzte Episode dieser Reihe.
Was zum einen schade ist, da man sich auch mit dieser vierten Folge ein
wirklich empfehlenswertes Hörspiel vorlegt; Zum anderen ist
das Format aber auch sehr speziell und funktioniert nur in
eingeschränkten Bahnen - zumindest dann, wenn man es als "reales
Tondokument" verkaufen möchte. Ehe man sich also mit zu
konstruierten Geschichten abgeben muss, um die Idee weiterhin
umzusetzen, ist der frühe Tod der Reihe der vielleicht
schönere Weg.
An der Folge "Séance" spürt man schon einen Hauch von
Abwärtstrend. Die Geschichte schlägt mit ihrer deutlich
übersinnlichen Note schon eine etwas andere Richtung ein. Hier
fehlt gegenüber den bisherigen Folgen der eher reale Anstrich, aus
dem die Spannung erwächst.
Immerhin, der Unterschied stört den Hörspaß nur
unwesentlich. Noch immer geht es spannend zu, noch immer lebt die
Produktion von der genialen Idee, einen "Mitschnitt" in Echtzeit zu
einem packenden Thema zu machen. Im direkten Vergleich hinkt dieser
Gruselplot aber den bisherigen Episoden etwas hinterher.
Die erstklassige Idee hinter dieser Reihe bedingt eine besondere
Darstellung - und so paradox, wie es ist: Die Umsetzung ist hier
perfekt, wenn sie eben nicht perfekt ist. Es muss eben wie ein
Mitschnitt klingen. Das gelingt hier gut. Den Sprecher hört man
die Textvorgabe nicht an. Sie bringen ihre Figuren glaubhaft rüber.
Ob einzelne "Unschönheiten" absichtlich eingebaut wurden, ist
letztlich egal - das Ergebnis stimmt, weil es - soweit es die
Geschichte zulässt - glaubwürdig ist.
Die letzte Folge "Mitschnitt" liefert eine etwas abgehobenere
Geschichte, die dadurch nicht mehr ganz so gut wirkt, wie die der drei
Vorgänger. Dennoch gelingt es auch hier, eine originelle und
spannende Episode zu präsentieren. |
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