Musikgeschichten.
Aus dem Leben von Ludwig van Beethoven, Domenico Scarlatti und Camille
Saint-Saëns
von Sylvia Schreiber, Markus Vanhoefer, Cornelia Ferstl
Regie: Die Autoren
BR / Igel Genius 2009
48 Min.

Mit: Burchard Dabinnus, Stefan Hunstein, Hans Jürgen Stockerl
Wir
besuchen Beethoven, der zwischen abgenagten Salamizipfeln,
leergetrunkenen Weinflaschen und kaputtem Kaffeegeschirr seine
Komposition der „Missa solemnis“ fertig stellt und
an seiner 9. Sinfonie tüftelt.
Wir folgen Scarlatti nach Spanien an den prächtigsten
Königshof Europas, wo er ein Leben voller Prunk, aber auch ein
Leben voller Einsamkeit führt und aus lauter Langeweile 500
Klaviersonaten komponiert.
Und wir begleiten Monsieur Saint-Saëns bei der Entstehung seines
„Karnevals der Tiere“, dessen Auftrag lautet zum
Konzert am Fastnachtsdienstag etwas außergewöhnlich
Spaßiges zu komponieren. Und so schreibt er Musik mit
Löwengebrüll, pickenden Hühnern und
hüpfenden Kängurus. Doch eigentlich findet
Camille Saint-Saëns das alles albern und vor allem –
peinlich!
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Bemerkungen:
Drei kurze Musikgeschichten finden ihren Weg auf diese CD-Ausgabe.
Diese hat man noch mit vier Musikstücken der jeweiligen
Komponisten ergänzt, so dass die effektive Erzählzeit gerade
mal bei 34 Minuten liegt.
In dieser Zeit ist natürlich keine großartige Vorstellung
der jeweiligen Komponisten möglich. So beschränkt man sich auch
zumindest in den ersten beiden Episoden mehr oder minder leichte
Anekdötchen zu erzählen. Im dritten Teil
geht man dann etwas mehr auf das Werk von Saint-Saëns
ein und erzählt die Geschichte hinter dem "Karneval der Tiere".
Allerdings liegt der Fokus der Reihe ja weniger in der direkten
Wissensvermittlung (diesbezüglich sollte man eher die
Igel-Genius-Reihe "Starke Stücke für Kinder"
antesten), sondern in der Unterhaltung und dem Wecken des Interesses
für Komponist und dessen Musik. Das zumindest gelingt dieser
Produktion.
Die Reihe besitzt kein festes Format, sie präsentliert sich mal
als Hörspiel oder auch, wie in diesem Fall, als Lesung. Die
Kürze der Geschichten und auch der Inhalt der zweiten und dritten
sprechen für diese Darstellungsform, der Besuch bei Beethoven
hätte allerdings im Dialogspiel vielleicht etwas unterhaltsamer
gewirkt.
Die drei gewählten Sprecher sind keine unbeschriebenen
Blätter und bringen hier Leistungen, die man aufgrund ihrer
Erfahrung auch erwarten darf. Allerdings fordern die Geschichten sie
auch nicht sonderlich.
Drei kleine Musikgeschichten, die aufgrund ihrer Kürze nur wenig
transportieren können, dafür eine abwechslungsreiche
Unterhaltung bieten können, gibt es hier auf die Ohren. Allerdings
sind die Geschichten per se nicht aufdringlich originellt, so dass
diese Produktion in dieser Reihe, doch eher zu den durchschnittlichen
Folgen gehört.
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