Musikgeschichten - Papa Haydns Papagei
  Autor: Markus Vanhoefer
  Produktion: Igel Records
  Regie: Markus Vanhoefer
  Musik: Joseph Haydn
  Länge: 54 Min.
 


Mitwirkende:

Andreas Neumann, Michael Schwarzmaier, Burchard Dabinnus, Sissy Höfferer, Werner Haindl, Anna Silvia Lilienfeld

Inhalt:

Als Joseph Haydn im Jahr 1809 starb, fand sich in seinem Nachlass auch ein Papagei. Die Hinterlassenschaften des Komponisten wurden schließlich versteigert und der grau-rote Vogel wurde von einem adeligen Liebhaber für eine ansehnliche Summe ersteigert. Haydn hatte den Exoten während eines Londonaufentaltes im Jahr 1791 erworben, und zurück in Wien wurde er sein langjähriger Hausgenosse und ein intimer Kenner des berühmten Musikers...


Bemerkungen: In der Reihe Musikgeschichten werden Geschichten zu berühmten klassischen Komponisten erzählt. In dieser Folge dreht sich alles um Joseph Haydn, oder besser gesagt, um dessen Papagei.

Eigentlich erwartet man ja von einer solchen Produktion, dass sie einem den betreffenden Komponisten und sein Werk irgendwie näher bringt. Dies gelingt aber hier nur bedingt.

Zwar werden hier ein Dutzend Musikstücke von Haydn eingebunden, aber leider erfährt der Hörer kaum etwas dazu. Bei seiner Vita sieht es etwas besser aus. Hier werden schon einige markante Punkte angesprochen, am Ende hat man aber den Eindruck, dass man mehr über den Papagei, als über Haydn selbst weiß.

Immerhin kann die  Geschichte - insbesondere die Zielgruppe - gut  unterhalten.  Erwachsene Ohren könnte der Papagei nicht nur inhaltlich, sondern auch von seiner Darstellung her, etwas zu viel werden. Die Leistung Anna Silvia Lilienfelds ist auch eigentlich nicht zu beanstanden, Papageien sind nunmal undankbare Rollen, die schnell dem Hörer auf die Nerven gehen können.

Die sonstigen Sprecher haben da glücklichere Aufgaben erwischt. Besonders Werner Haindl hat mir als Joseph Haydn sehr gut gefallen.

Wenn es auch insgesamt ein bisschen zu viel Papagei und etwas zu wenig Haydn beinhaltet, kann man dieser Produktion zumindest den Unterhaltungswert kaum absprechen. Die Geschichte überfordert die Zielgruppe zwar nicht mit Inhalten, bringt die Person und das Werk Haydns aber - zumindest in Ansätzen - näher.
   
Meine Wertung: + + +
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