Musikgeschichten: Antonio Vivaldi - Der rote Priester
     
von Katharina Neuschaefer
Regie: Katharina Neuschaefer
BR Klassik / IgelGenius 2009
52 Min.




Erzählerin / Chiara: Laura Maire
Vivaldi: Christoph Luser
Sina: Anna Silvie Lilienfeld
Daniela: Caroline Ebner
Anna-Maria: Katja Schild
Mutter Oberin: Helga Fellerer-Lynen
Lalli: Burchard Dabinnus
Kardinal: Hans Jürgen Stockerl
Papst: Jochen Striebeck
Michelina: Sabrina Litzinger
Angelina: Claudia Carus
Junger Mann: Matthias Renger
Alter Mann: Ulrich Frank
Männer: Marius Borghoff, Philipp Lind, Marian Kindermann
Frauen: Josephine Köhler, Gisa Flake

Solo-Violine: Hans Ulrich Beyer


Venedig 1703 – Im städtischen Waisenhaus für Mädchen herrscht Aufregung. Ein neuer Lehrer übernimmt den Unterricht. Er ist Priester, er ist rothaarig und er ist ganz anders als alle anderen vor ihm. Denn er ist ein Genie, er ist: Antonio Vivaldi.
Von nun an ändert sich alles im Ospedale della Pietà.
Aus einem Haufen kichernder Teenager werden Bühnenstars, das Essen wird besser und die ganze Welt scheint sich plötzlich für das schmuddelige Waisenhaus und seinen „roten Priester“ zu interessieren.
Auch Chiara und ihre Freundin Francesca tun alles, um dem großen Antonio Vivaldi zu gefallen. Aber leider gibt es da ja noch die ebenso hübsche wie begabte Anna-Maria und dann passiert auch noch ein Mord …

Bemerkungen:

Mit der Reihe "Musikgeschichte" gelingt es der Kooperation von BR und IgelGenius seit geraumer Zeit, das Leben und Werk klassischer Komponisten auf unterhaltsamen Art und Weise den Hörern nahezubringen. Das geschieht mal in Hörspielform oder auch als Lesung, mal mit deutlichem Bezug zum Thema, mal etwas entfernter.

In der Folge "Antonio Vivaldi - Der rote Priester" gibt es wieder ein Hörspielformat, das sich dem Wirken Vivaldis als Musiklehrer eines venezianischen Waisenhauses widmet und diesen Schaffensabschnitt vom Antritt bis zum Ende seiner dortigen Antstellung begleitet. Geschildert wird das Geschehen, durch den Blickwinkel der Waise Chiara. Sie wird sehr gut von Laura Maire verkörpert, die als handelnde Figur und Erzählerin den Großteil der Sprecharbeit leisten muss.
Die Größe des restlichen Ensemble täuscht ein wenig, da sich das Gros der Rollen auf Kleinstrollen bezieht. Die Leistungen sind aber insgesamt - wie bei einer Radioproduktion kaum anders zu erwarten  - sehr gut.

Auch die Umsetzung gefällt. Die Kulisse wird hauptsächlich von der Musik Vivaldis untermalt, was ausreicht, um eine sehr adäquate Atmosphäre zu schaffen. Eine erwähnenswerte Geräuschkulisse findet man hier nicht, die Handlung ist diesbezüglich allerdings auch etwas anspruchslos.

Ob die begleitende Krimi-Geschichte hier wirklich gebraucht wird, darf jeder Hörer für sich selbst entscheiden. Allerdings hätte ich mir, wenn man sie schon bringt, diesbezüglich etwas mehr Substanz gewünscht.


Insgesamt hat mich diese Folge allerdings gut unterhalten. Man wird mit Hilfe einer netten Geschichte mit einem Lebensabschnitt Vivaldis und seinem Schaffen bekanntgemacht. Natürlich kann diese Information nur einen kleine Aspekt beleuchten, dies genügt aber, um den Hörer für Antonio Vivaldi zu interessieren.
   
Meine Wertung: + + +
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