| Nachtblind |
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Autor: |
Darja Stocker |
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Produktion: |
DRS 2006 / Christoph Merian Verlag |
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Regie: |
Stephan Heilmann |
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Musik: |
Philipp Schaufelberger |
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Länge: |
48 Min |
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Mitwirkende: |
Leyla: Rebecca Klingenberg
Moe: Daniel Kashi
Mutter: Doris
Wolters
Rico: Patrick Güldenberg |
Inhalt: |
Leyla, eine junge Frau, sucht ihren eigenen Weg jenseits der Normalität. Das
scheinbar heile Elternhaus ist nur noch Fassade. Der Vater, ein Arzt, hält sich
von der Familie fern. Der kleine Bruder hat seine Aggressionen immer weniger
unter Kontrolle; und die Mutter, eine Journalistin, steckt den Kopf in den Sand.
Eines Tages taucht Moe auf; er ist zurückhaltend und ganz anders als alle
andern. Wenn er nicht in Vaters Garage arbeitet, bastelt und experimentiert er
in seinem "Labor" an irgendwelchen Erfindungen herum. Nicht nur soziale Welten
prallen aufeinander, Funken fliegen, Zuneigung wächst und lässt die Dinge nicht,
wie sie sind. Da ist aber noch ein anderer in Leylas Leben, "der Grosse", mit
dem sie seit Jahren nachts sprayen geht; mit ihm verbindet sie ein anderes Leben
und eine andere Liebe, wo es schwer fällt, zwischen Zärtlichkeit und Gewalt zu
unterscheiden. Leyla hält die Schläge und die Liebe kaum noch aus. Moes Nähe und
die immer unerträglichere Situation zuhause drängen sie zu einer Entscheidung.
Sie muss den Schritt alleine machen. |
Bemerkungen: |
Eine schwierige Kost, die uns Darja Stocker da präsentiert. Ein Stück, dass sehr
stark nach Radio klingt und dadurch wohl auch nicht jeden erreichen
wird.
Die Geschichte beginnt harm- und belanglos, steigert sich aber
immer mehr in ein düsteres Szenario in dem die Leichtigkeit zu Beginn einer
immer tieferen Schwere weichen muss. Die Spielzeit wird sehr gut genutzt, diesen
Bogen zu schlagen.
Gewalt, Leidensbereitschaft und Ausbruchsversuche
daraus sind die Elemente, die die Autorin hier sehr eingänglich behandelt.
Die Adaption des Stoffes als Hörspiel kann als durchaus gelungen
bezeichnet werden, wenn auch dies keine Massenware darstellt. Hier hätte man u.
U. mit einer etwas hörerfreundlicheren Bearbeitung noch das ein oder andere Ohr
erreichen können.
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