| Nachtzug nach Lissabon |
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Autor: |
Pascal Mercier |
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Produktion: |
Der Hörverlag 2007 |
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Regie: |
Sven Stricker |
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Musik: |
Jan-Peter Pflug |
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Länge: |
166 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Boris Aljinovic
Raimund Gregorius: Peter Fricke
Amandeu de
Prado: Erik Schäffler
Adriana Soledade de Alemeida Prado: Carmen-Maja
Antoni
João Eça: Peter Weis
Pater Bartolomeu: Eckart Dux
Estefânia
Espinosa: Victoria Trauttmansdorf
Jorge O'Kelly: Peter Maertens
Doxiades:
Felix von Manteuffel
Mariana Eça: Maren Eggert
Mélodie: Ingeborg
Kallweit
Florence: Anne Weber
Vitor Coutinho: Hans Sievers
Prado als
junger Mann: Jona Mues
Stimme des Buches: José Batista
Portugiesin: Carina
de Jesus
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Inhalt: |
Ein Mann lässt sein Leben hinter sich und setzt sich in den Zug nach Lissabon.
Im Gepäck: das Buch des Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Reflexionen den
Lateinlehrer Raimund Gregorius nicht mehr loslassen. Es beginnt eine rastlose
Suche kreuz und quer durch Lissabon - nach einem anderen Leben und nach einem
ungewöhnlichen Arzt und Poeten, der gegen die Faschisten kämpfte.
Pascal
Mercier , geboren 1944 in Bern, begann mit dem Studium der Indologie und
Anglistik in London, vollendete sein Studium der Philosophie, Indologie,
klassischen Philologie und Anglistik in Heidelberg und promovierte 1971.
Forschungen führten ihn nach Berkeley und Harvard. Er übernahm diverse
Professuren in Hamburg, Heidelberg, Berlin, Bielefeld und Marburg und ist seit
1993 Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche
wissenschaftliche Bücher veröffentlichte Mercier unter seinem bürgerlichen
Namen: Peter Bieri.
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Bemerkungen: |
Einem Bestseller der besonderen Art hat sich der hörverlag angenommen und diesen
in die sorgsamen Hände Sven Strickers gelegt. Diese große Geschichte in 166
Minuten angemessen zu erzählen, scheint zunächst ein aussichtsloses Unterfangen
- die CD zeigt aber, dass es funktioniert hat.
Sicherlich ist die Vorlage
nicht nach jedermanns Geschmack und polarisiert eher, als dass es eine große
Bandbreite zwischen Gefallen zu Nicht-Gefallen gäbe. Man muss sich auf diese
Produktion einlassen können, was vielleicht aufgrund des etwas spröden Charmes
des Werkes nicht jedem gelingen mag. Wer es kann, wird jedoch mit einer
hinreißenden Geschichte belohnt.
Sven Stricker gelingt es sehr gut, die
Stimmung des Buches aufzufangen und hörbar zu machen. Unterstützt wird er hier
wieder von Jan-Peter Pflug, dem es auch hier wieder gelingt, einen musikalischen
Maßanzug zu schneidern.
Auch bei den Sprechern darf man sich über große
Leistungen freuen. Die Hauptlast tragen hier Boris Aljinovic als Erzähler, und
Peter Fricke als Raimund Gregorius. Gerade letzterer verleiht seiner Rolle eine
glaubhafte Fülle.
Insgesamt eine sehr gelungene Umsetzung des Werkes.
Eine perfekte Produktion, die nur unter dem Problem leidet, dass die Vorlage
nicht überall auf Gegenliebe stößt. Wer sich darauf einzulassen vermag, der wird
hier jedoch mit fast drei Stunden anspruchsvoller und guter Unterhaltung
belohnt.
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