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Die Hörspiele der Woche

Kalenderwoche 18 / 2018

Hier findet ihr die neu und wieder erschienenen Hörspiele der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel sind hier auch Hörspiele zum (kostenlosen) Download aufgelistet.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Die Links in der Überschrift führen zur Seite mit der Downloadmöglichkeit (z. B. beim Radiosender) oder zur entsprechenden Seite bei Amazon. Mit einem Kauf über den Amazon-Link unterstützt ihr den Betrieb von hoerspieltipps.net – Vielen Dank dafür!

Sofern das Hörspiel sowohl im Handel erhältlich ist, als auch zum Download zur Verfügung steht, sind die Links getrennt am Ende bei den Veröffentlichungsdaten hinterlegt.

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr auch in der Vorschau auf hoerspieltipps.net.

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Neue Hörspiele:


Am Bahngleis - Hörspielprojekt 2018
Am Bahngleis - Hörspielprojekt 2018



Warum sind wir hier… das alles hier?

Wann stellen wir uns den wirklich wichtigen Fragen des Lebens: nach dem Sinn oder wozu das eigentlich alles dienen soll? Zu kurz kommen diese Gedanken, denn es gibt stets anderes zu tun – oder? Ein Kammerspiel auf der Suche nach dem eigenen Platz irgendwo zwischen Kosmos und Bahngleis.

Veröffentlichung beim Hörspielprojekt: 28.04.2018

Der Admiral (Alix du Frênes) DRS 1962
Der Admiral (Alix du Frênes) DRS 1962


Regie: Franz Wefel

Mit Robert Tessen, Alfred Schlageter, Kathrin Schmid, Rainer Litten, Karl-Heinz Windhorst, Eva Wächter, Eva Portmann, Paul Bühlmann, Ruth Göpner, Rose-Marie Ritter, Marlis Gerwig, Ueli Beck, Kurt Brunner, Inigo Gallo, Hans Joachim Frick, Marianne Kober, Kurt Beck, Otto Mächtlinger, Alice Brüngger, Peter W. Loosli, Peter Oehme, Hermann Frick, René Scheibli

In Marseille brütet der pfiffige mittellose Maurice eine lukrative Geschäftsidee aus: mit einem Nähmaschinen-Ersatzteil, das Schiffchen genannt wird. Die Idee ist simpel und wegen des umgänglichen Wesens von Maurice auch von ungeahntem Erfolg gekrönt.

Wegen der Schiffchen-Flotte, die er "befehligt" wird Maurice auch respektvoll "Der Admiral" genannt. Er entwickelt sich zum Bonvivant. Der Preis für dieses wackelige Glück ist eine verlorene Liebe.

Downlod bei der SRF Musikwelle: 01.05.2018 – 31.05. 2018, danach im Streamingangebot


Der unsichtbare Wink (Emily Jenkins) WDR 2018
Der unsichtbare Wink (Emily Jenkins) WDR 2018


Regie: Claudia Johanna Leist
Bearbeitung: Klaus Prangenberg

Das Leben von Hank Wolowitz ist in letzter Zeit alles, nur nicht normal. Zwischen Schule und dem „großen runden Kürbis“, so heißt die Eisdiele seiner Eltern, bewahrt er nämlich ein großes Geheimnis. Es heißt Wink, das Geheimnis. Es hat weiche Ohren, einen dicken Schwanz, überall Fell, verspeist mit Vorliebe Kürbis und ist von Natur aus unsichtbar. Er ist also ein Bandapat, vielleicht sogar der letzte seiner Art. Jedenfalls vermutet das der Wink, aber der vermutet immer ständig irgendwas. Sprechen kann der unsichtbare Wink nämlich auch - und das gerne und auch gerne viel!

Aber Hank hat nicht nur ein Geheimnis, sondern auch ein Problem, in Gestalt eines großen, starken Jungen namens „Gillicut“. Der macht ihm in der Schule ständig das Leben zur Hölle und verlangt von ihm das Beste aus seinem Lunchpaket. Widerstand dagegen duldet Gillicut nicht.

Hank braucht also dringend einen Freund. Aber den hat er ja jetzt. Wink sein Dank!

Ursendung im Radio: 01.05.2018

Download bei WDR / KiRaKa: 01.05.2018

Die Rede an die Tiere (3) 1111 Vögel - DLF Kultur 2018
Die Rede an die Tiere (3) 1111 Vögel - DLF Kultur 2018


Regie: Leopold von Verschuer
Übersetzung: Leopold von Verschuer

Bearbeitung: Leopold von Verschuer
Musik: Peter Ablinger

Mit Jens Harzer, Agnès Sourdillon

Höhepunkt von Valère Novarinas ‚Rede an die Tiere‘ ist eine Aufzählung von 1111 erfundenen Vogelnamen, die der Übersetzer Leopold von Verschuer zu einer bilingualen, musikalischen Sprachskulptur verwebt. Die geradezu materielle Verschiedenheit des Französischen und Deutschen erklingt durch den Wechselgesang der Vogelnamen und im Dialog mit der Komposition von Peter Ablinger als sinnfreier Flug und doch sinnlich konkret.

Ursendung im Radio: 29.04.2018

Download bei DLF Kultur: 29.04.2018

Holy-Klassiker (23) Deutsche Sagen II - Holysoft 2018
Holy-Klassiker (23) Deutsche Sagen II - Holysoft 2018


Regie: David Holy

Bearbeitung: Philipp Köhl
Musik: Ryo Ishido

Mit Volker von Alzey: Detlef Tams
Siegfried: Wanja Gerick
Mime: Udo Schenk
Kriemhild: Sara Helms
Gunther: Nicolai Tegeler
Hagen von Tronje: Raimund Krone
Fafner: Mario Hassert
Brünhilde: Eva Thärichen
Offa: Julian Rehrl
Myrgingas: Martin Keßler
Wermund: Jürgen Kluckert
Gertrud: Marianne Groß
Guttholm: Kim Hasper
Wehwald: Jan Langer
Wieland: Oliver Stritzel
Nidung: Till Hagen
Bathilde: Eva Habermann

Viel wundersames ist uns aus alten Mären überliefert...
Wie etwa von Wieland, dem kunstfertigen Schmied und seiner grausamen Rache.
Wie von Prinz Offa, der sein Leben lang für stumm und beschränkt galt, bis die Heimat seines Schutzes bedurfte.
Wie etwa von Siegfried, der Drachen, Zwerge und Walküren überwande, um sich dann in den Verstrickungen höfischer Intrigen zu verfangen.
In diesem Episodenhörspiel, inspiriert von alten Überlieferungen, erwachen all diese alten Sagengestalten wieder zum Leben.

Veröffentlichung: 04.05.2018
(Link zu Amazon)

Die Rede an die Tiere (3) 1111 Vögel - DLF Kultur 2018


Insekten und Einhörner - Der Künstlerbriefwechsel zwischen Jean Dubuffet und Valère Novarina (Leopold von Verschuer) DLF Kultur 2018


Regie: Leopold von Verschuer
Übersetzung: Leopold von Verschuer

Bearbeitung: Leopold von Verschuer
Mit Jens Harzer, Hanns Zischler, Jürgen Holtz, u. v. a.

Der 77-jährige berühmte Art-brut-Meister Jean Dubuffet pflegte mit dem noch unbekannten Autor Valère Novarina bis kurz vor seinem Tod einen regen Briefwechsel. Es ist ein berührendes Dokument der Hellsicht des Altmeisters gegenüber einem noch zu entdeckenden Künstler, dessen sprachliche Radikalität und Kühnheit er leidenschaftlich würdigt. Dabei entstand ein 20-teiliger Fragenkatalog des jungen Kollegen: "Können Sie malen?" – "Zerstören Sie?" – "Sind Sie verrückt?"

Ursendung im Radio: 01.05.2018

Download bei DLF Kultur: 01.05.2018

Karl Marx statt Chemnitz (Thilo Reffert) mdr 2018
Karl Marx statt Chemnitz (Thilo Reffert) mdr 2018


Regie: Stefan Kanis

Mit Ulrike Krumbiegel, Jörg Schüttauf, Tho rsten Merten, Carina Wiese, Tilla Kratochwil, Kirsten Block, Hilmar Eichhorn, Michael Pempelforth, Andreas Keller, Brian Völkner, Henning Peker, Barbara Trommer, Sergej Glamosda, Detlef Rentsch, Ellen Schweda, Thilo Reffert

Ludwigshafen, Kristiansand und Karlovy Vary sind es, die Mozartkugel und die Schillerlocke sind es auch. Auch Washington, D.C. und sogar die Kantstraße in Limbach-Oberfrohna sind nach historischen Persönlichkeiten benannt, nach Herrschern, Künstlern und Denkern. Wobei der Bezug zwischen Namensträger und Namensgeber durchaus lose sein kann - so lose wie 1953, als die Regierenden der DDR beschlossen, Chemnitz den Namen eines Philosophen aus Trier zu verpassen, dessen Wirkstätten Köln, Paris und London gewesen waren. Die Arbeiterklasse hatte sich geehrt zu fühlen; die Chemnitzer waren empört. Satte zwei Drittel von ihnen votierten in einer Bürgerbefragung 1990 für die Rückbenennung in Chemnitz. Karl-Marx-Stadt war Geschichte, zum Vergessen freigegeben wie Marx und seine Ideen.

Doch mit dem neuen Jahrtausend erfuhr der Radikalökonom eine Renaissance, die zu seinem 200. Geburtstag 2018 auf einen weltweiten Höhepunkt zusteuert. Soll man die damit verbundenen Werbe- und Synergieeffekte wirklich verpuffen lassen? Ist es vernünftig, von Marx' Namen nicht zu profitieren? In Zeiten, da Aufmerksamkeit die neue Währung ist, härter als Dollar und Bitcoin. Sollen die politischen Aufgeregtheiten der Wende- und Nachwendezeit wirklich noch heute, im 21. Jahrhundert, den wirtschaftlichen Aufschwung einer Stadt sabotieren, die im Aufmerksamkeitsdefizit zwischen Leipzig und Dresden darbt? Kann man ruhigen Gewissens zusehen, wie chinesisches Kapital nach Trier strömt, womöglich noch nach ??? und ??? an den Ufern der Wolga!

Es ist, nüchtern und ökonomisch betrachtet, Zeit für neue Wege in Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. Auf dass es am Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz bald heißt: Jawohl, dieser Philosoph hat unsere Welt nicht nur interpretiert, er hat sie verändert.

Ursendung im Radio: 30.04.2018

Download bei mdr kultur: 30.04.2018

Macabros Classics (9) Blutregen - Winterzeit 2018
Macabros Classics (9) Blutregen - Winterzeit 2018


Hörspiele nach den legendären Romanen von DAN SHOCKER. Endlich chronologisch als Audio-Umsetzung!

Regie: Markus Winter
Bearbeitung: Markus Winter

Mit
Erzählerin: Brigitte Carlsen
Björn Hellmark/MACABROS: Dennis Schmidt-Foß
Al Naafur: Helmut Krauss
Professor Baring: Roland Hemmo
Corkshere: Kaspar Eichel
Gladis: Victoria Frenz
Camilla Davies: Vera Teltz
Ernie Garet: Nils Nelleßen
Berry Tuth: Dirk Stollberg
Atami: Antje von der Ahe
Endron: Boris Tessmann
Bobby: Christian Rudolf
Catherine Muxley: Sonja Deutsch
Grace: Dascha Lehmann
Nang: Sebastian Schulz

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Pidax Hörspiel-Klassiker - Rinaldo Rinaldini oder Der Räuberhauptmann (Christian August Vulpius) WDR 1966 / Pidax 2018
Pidax Hörspiel-Klassiker - Rinaldo Rinaldini oder Der Räuberhauptmann (Christian August Vulpius) WDR 1966 / Pidax 2018


Regie: Friedhelm Ortmann

Bearbeitung: Vera Peterson, Friedhelm Ortmann
Musik: Enno Dugend

Mit Hans-Joachim Kulenkampff, Klausjürgen Wussow, Günther Neutze, Ingeborg Engelmann, Marianne Mosa, Nicole Heesters, Peter Lieck, Manfred Heidmann, Hans Ernst Jäger, Ernst von Klipstein, Ursula Langrock, Kurt Lieck, Wofgang Reichmann, Elfriede Rückert, Alwin Michael Rueffer, Annelie Jansen, Anne Rottenberger, Steffy Helmar, Günther Schulz, Heinz Schacht, Barbara Sichtermann, Brigitte Drummer, Elisabeth Opitz, Brigitte Lebaan, Hans-Peter Thielen, Ricarda Bendorf, Robert Olbrück

Im 18. Jahrhundert bekämpft Rinaldo Rinaldini als Führer einer Räuberbande in Italien wohlhabende Schurken und beschützt die Armen und Hilflosen. Einst gehörte Rinaldo selbst dem Adelskreis an, aber nun kämpfen er und seine Bandenmitglieder für Gerechtigkeit. Der Auslöser dafür war die Ermordung Rinaldinis Vater durch den Marchesen Cavalcanti, der den jetzigen Räuberhauptmann um seine Erbschaft betrogen hatte. Cavalcanti indessen sieht in Rinaldo, seinem Erzfeind, eine ständige Bedrohung seines Besitzes und versucht nun den Räuberhauptmann mit allen Mitteln zu fassen ...

Ursendung im Radio: 13.01.1967

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Professor van Dusen (19) Der Fluch des Pharao - RIAS 1981 / maritim 2018
Professor van Dusen (19) Der Fluch des Pharao - RIAS 1981 / maritim 2018


Regie: Rainer Clute

Mit Friedrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Helmut Stauss, Gudrun Genest, Rolf Marnitz, Krikor Melikyan, Dieter Kursawe, Klaus Jepsen, Gerd Holtenau, Herbert Grünbaum,

Professor van Dusen interessiert sich nicht so sehr für Pyramiden und Pharaonen, er ist in der Hauptsache nach Ägypten gekommen, um seinem Kollegen Professor Benedict auf die Finger zu sehen, der im Auftrag und auf Rechnung der Universität New York nun schon seit zwei Jahren "erfolglos" im Tal der Könige nach Pharaonen gräbt. Schon beim Verlassen des Dampfers scheint sich sein Auftrag zu einem Kriminalfall zu entwickeln. Zur Begrüßung steht nicht Professor Benedict am Kai, sondern dessen Assistent Dr. Oliver, der ihn mit der Nachricht empfängt, der Professor sei plötzlich verschwunden. Dr. Oliver fährt van Dusen und Hatch ins Tal der Könige, zu einer Stelle, an der Benedict demnächst mit seiner Grabung beginnen will. Sehr zum Erstaunen des Professors finden sie ein schon geöffnetes Grab vor, in dessen Kammer sie außer einer Mumie noch eine Leiche entdecken, die eine menschliche Figur fest in der Hand hält. Das ist für den Professor Beweis genug, es hier mit einem Grabräuber zu tun zu haben. In der Nähe des Grabes machen sie dann eine weitere Entdeckung. Aus dem Sand ragt ihnen eine Hand mit einer Tonscherbe entgegen. Bei näheren Untersuchungen kommt dann die Leiche von Professor Benedict zutage, der sich ohne Zweifel ebenfalls an den Schätzen der Grabkammer bereichern wollte. Auf welche Weise waren die beiden ums Leben gekommen? Bei den Toten gibt es nach eingehender Untersuchung keine Wunden, keine sichtbaren Verletzungen. Mit komplizierten "duseneigenen" Experimenten meint der Professor, der Todesart auf die Spur zu kommen.

Veröffentlichung Download: 20.04.2018
Veröffentlichung auf CD: 04.05.2018

Ursendung im Radio: 18.02.1981

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Raumschiff Tonstudio (Giuseppe Maio) DLF Kultur 2018
Raumschiff Tonstudio (Giuseppe Maio) DLF Kultur 2018


Regie: Giuseppe Maio

Mit Die tollen Tonmeister

Er ist der Pilot an Bord des Klang-Raumschiffes, hat am großen Mischpult alle Regler in der Hand: der Hörspiel-Tonmeister. Ohne ihn hebt hier nichts ab. Hört er, was wir nicht hören? Wie erscha©t er ein ausgewogenes Klangbild? Gibt es so etwas wie den ominösen „perfekten Sound“? Der Tonmeister hat mit vielen Regisseuren zusammengearbeitet, Hunderte von Hörspiel-Szenen komponiert mit allen Details, Schichten und Räumen. Er kennt die akustischen Tricks und Fallen, nur man hört ihn selten darüber sprechen.

Ursendung im Radio: 25.04.2018

Download bei DLF Kultur: 25.04.2018

Raung Raya – Das große Brüllen (Jan Rohlf, Rabih Beaini) DISK / CTM / DLF Kultur 2018
Raung Raya – Das große Brüllen (Jan Rohlf, Rabih Beaini) DISK / CTM / DLF Kultur 2018


Regie: Jan Rohlf, Rabih Beaini
Musik: Karinding Attack, Tarawangswelas


In Indonesien trifft eine außergewöhnliche Vielfalt lebendiger Musiktraditionen auf eine brodelnde Szene experimenteller musikalischer Subkulturen. Die vom libanesischen Musiker und Produzent Rabih Beaini konzipierte Konzertreihe Raung Raya (in etwa „großes Brüllen“, umgangssprachlich auch „Verkehrsstau“) erkundet Berührungspunkte und Austauschprozesse zwischen diesen scheinbar unterschiedlichen Musikpraktiken. Die Autoren stellen indonesische Künstler vor, die musikalische Tradition und Moderne in Einklang bringen wollen.

Ursendung im Radio: 27.04.2018

Download bei DLF Kultur: 27.04.2018

Reisen für Fortgeschrittene (Christoph Soboll) Hörspielprojekt 2018
Reisen für Fortgeschrittene (Christoph Soboll) Hörspielprojekt 2018


Regie: Christoph Soboll

Musik: Kevin S.

Mit Lisa Cardinale, Charly Koch, Birgit Arnold, Chris Runte, Werner Wilkening, Lisa Müller, Clemens Weichard, Sebastian Weber, Nadine Most, Klaus Neubauer, Lasse Bönke, Benedict Benken, Peggy Schütze

Eine Reise hat für jeden von uns viele Bedeutungen. Der Eine erfüllt sich einen langersehnten Urlaub, der Nächste betreibt Forschungen über die Vergangenheit und über die Zukunft. Doch das unvermeidbare lässt sich dabei nicht immer abwehren. Leo Seeholzer ist eine Reisende und hat eine Entscheidung für ihre eigene Zukunft getroffen. Ihre bisher persönlichste Reise wird alles verändern.

Veröffentlichung beim Hörspielprojekt: 19.04.2018

TKKG (205) Teuflische Kaffeefahrt - Europa 2018
TKKG (205) Teuflische Kaffeefahrt - Europa 2018



Tim, Karl, Gaby und Klößchen kommen einem Betrüger auf die Schliche: Auf Gratiskaffeefahrten nimmt der Geschäftsmann Hagen Teufel gutgläubige, ältere Menschen aus, indem er ihnen wertlose Heilmittel zu schamlos überteuerten Preisen verkauft. Aber TKKG haben einen Plan, heften sich an Teufels Fersen und sind kurz davor, den Betrüger samt seinem Busfahrer Harry Henkel dingfest zu machen. Leider läuft der Plan aus dem Ruder, denn was TKKG nicht wussten: Der ehemalige Boxchampion Harry Henkel spielt sein eigenes Spiel...

Veröffentlichung: 04.05.2018
(Link zu Amazon)

Wieder erhältlich

BetaVille (Heiko Behr) WDR 2016
BetaVille (Heiko Behr) WDR 2016


Regie: Thomas Leutzbach

Mit Nic Romm, Anja Herden, Jürgen Sarkiss, Oliver El-Fayoumy, Wolf Aniol, Michael-Che Koch, Till Klein, Leonie Renée Klein, Ines Marie Westernströer, Matthias Kiel, Moritz Heidelbach, Birger Frehse, Dominik Freiberger

Der Moment, als Rodrigo flach auf seinem Küchenboden liegt. Über sich den berüchtigten Geldeintreiber Säge, der mit seinem Lieblingswerkzeug verdächtig nah vor seinem Gesicht hantiert. Das ist der Moment, in dem Rodrigo klar wird: Jetzt wird es eng.

Rodrigo ist ein mickriger, mittelerfolgreicher Drogendealer, der sich schon oft aus brenzligen Situationen herausgequatscht hat. Leider scheint das diesmal nicht zu funktionieren. Er muss eine Menge Geld beschaffen. Und das schnell. Sein Lieblingskunde Ivo soll helfen. Also rast Rodrigo Richtung „BetaVille“, wo Ivo lebt. „BetaVille“ ist eine geschlossene Wohnanlage vor den Toren der Stadt, die wie eine Festung bewacht wird. In Ivos Haus fehlt von ihm jede Spur. Als plötzlich ein Mann vom Dach fällt, wird Rodrigo endgültig zum Gejagten. Auf der Flucht vor Säge, der Polizei und seinem Schicksal weiß er bald nicht mehr, wem er noch vertrauen kann. Vielleicht nicht mal sich selbst.

Ursendung im Radio: 03.11.2016

Download beim WDR: 10.05.2018


Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Captain Blitz und seine Freunde (10) Eine Falle für Pferdediebe - Kiosk 1983 / All Ears 2018
Captain Blitz und seine Freunde (10) Eine Falle für Pferdediebe - Kiosk 1983 / All Ears 2018


Regie: Klaus Wirbitzky

Musik: Bert Grund, Regine Conradt

Mit Andreas Klein, Alana Horrigan, Marc Schulze, Massimo Lombardo, Peter Thom, Achim Strietzel, Tonio von der Meden, Bruno W. Pantel, Bernd Stephan

Captain Blitz und seine Freunde sind auf dem Rummel und stehen vor Ziskas Pferderondell. Die Pferde sind ziemlich kapprig und Anke hat großes Mitleid mit ihnen. Als sie am nächsten Tag den Tieren Futter bringt, traut sie ihren Augen nicht. Zwei neue Prachtpferde stehen im Rondell. Wo kommen die wohl her? Geht das mit rechten Dingen zu? Aber es wird noch mysteriöser, und bald stecken unsere Detektive in einem neuen Fall.

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Captain Blitz und seine Freunde (11) Alarm für Strecke 7 - Kiosk 1983 / All Ears 2018
Captain Blitz und seine Freunde (11) Alarm für Strecke 7 - Kiosk 1983 / All Ears 2018


Regie: Klaus Wirbitzky

Musik: Bert Grund, Regine Conradt

Mit Andreas Klein, Alana Horrigan, Marc Schulze, Massimo Lombardo, Peter Thom, Jürgen Scheller, Dominik Horwitz, Bernd Stephan

Die X-Bande wird immer dreister. Schon wieder haben sie einen Eisenbahnwaggon mit Pelzen ausgeraubt. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Kein Wunder, daß Captain Blitz und seine Freunde dieser Fall brennend interessiert. In ihrem Geheimtreff beraten sie, wie man der Bande das Handwerk legen könnte. Das wird sicher nicht einfach! Und ehe sie sich's versehen, stecken die vier in einem gefährlichen Fall.

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Captain Blitz und seine Freunde (12) Autodieben auf der Spur - Kiosk 1983 / All Ears 2018
Captain Blitz und seine Freunde (12) Autodieben auf der Spur - Kiosk 1983 / All Ears 2018


Regie: Klaus Wirbitzky

Musik: Bert Grund, Regine Conradt

Mit Andreas Klein, Alana Horrigan, Marc Schulze, Massimo Lombardo, Peter Thom, Jürgen Scheller, Trude Breitschopf, Bernd Stephan

Captain Blitz und seine Freunde stöbern auf einem Autoschrottplatz herum. Da sehen sie, wie ein nagelneues Cabrio umgespritz wird. Sie glauben, einer lange gesuchten Autoschieberbande auf die Spur gekommen zu sein. Unsere Freunde sind mißtrauisch und bleiben am Ball. Und schon bald stoßen sie auf eine heiße Spur.

Veröffentlichung: 04.05.2018
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Der Tod in Rom (Wolfgang Koeppen) hr / SWR / WDR 2009
Der Tod in Rom (Wolfgang Koeppen) hr / SWR / WDR 2009


Regie: Leonhard Koppelmann

Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Musik: Hermann Kretzschmar

Mit Wolfgang Pregler, Sebastian Blomberg, Thomas Thieme, Susanne Barth, Markus Meyer, Peter Fitz, Regine Vergeen, Felix von Manteuffel, Nina Petri, Falilou Seck, Sebastian Schindegger, Friederike Ott, Frank Heckel

"Der Tod in Rom", erschienen 1954, ist Wolfgang Koeppens dritter Roman seiner posthum betitelten "Trilogie des Scheiterns", in der er die mentale Struktur eines Lebens in der Bundesrepublik nach dem Ende des Faschismus beschreibt. Auch in diesem Werk nutzt Koeppen konsequent die der literarischen Moderne der 1920er Jahre verpflichteten formalen Mittel wie Introspektion, Montage und Erzählerreflexion. Italien gilt seit Goethe und Thomas Mann als Fluchtpunkt deutscher Künstlerseelen, dem heimischen Muff zu entfliehen und humanistisch-antike Traditionen mit enthemmter Sexualität unter heiterer Sonne zu vereinen. In "Der Tod in Rom" wird Rom hingegen zur Kulisse einer tödlichen Gespensterséance: Hier treffen sich Anfang der 1950er Jahre, im vollsten Glanze der Wiederaufbauphase unter Adenauer, die Zweige einer deutschen Familie. Ihre Abkömmlinge sind als Opfer, Mitläufer und Täter tief verstrickt in die Zeit des Faschismus. Und die damals gerufenen Geister gestatten gerade in der ewigen Stadt keinen Neubeginn, kein Entkommen. Koeppen entwirft auch hier ein Panoptikum verschiedener Charaktere, die einen Querschnitt deutscher Seelenlandschaft widerspiegeln: Der junge, homosexuelle Komponist Siegfried Pfaffrath reist nach Rom zur Uraufführung seiner Symphonie, die die Tradition der "entarteten Musik" von Arnold Schönbergs Zwölftonreihen fortschreibt. Sein Wohltäter ist ein Emigrantenehepaar. In Rom findet sich auch Siegfrieds Onkel Gottlieb Judejahn ein, der es, aus kleinen Verhältnissen stammend, zum SS-General gebracht hatte und in Nürnberg in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Das Konzert führt die Familie zusammen: Siegfried, Judejahn und dessen Sohn, einen Priesterseminaristen, sowie Siegfrieds Eltern, die als Mitläufer die Vorteile der Nazidiktatur zu nutzen wussten. Koeppens Personenpartitur kulminiert am Ende in einem dissonanten Kollaps der Gefühle und Existenzen.

hoerspielTIPPs.net:
Auch diese Geschichte Wolfgang Koeppens erzählt wieder eines der eher unliebsamen Themen, die so gar nicht in die oft gloriefizierte Zeit des Aufbaus der Bundesrepublik passen. Auch hier sind es wieder die nicht restlos aufgearbeiteten Bezüge ins Dritte Reich, die hier im Mittelpunkt stehen.
Es personifiziert sich in der Figur des Judejahn, der hier glänzend von Thomas Thieme interpretiert wird. Ihm gelingt es, der Bösartigkeit der Figur allein schon mittels der Stimmfarbe Ausdruck zu verleihen.
Das verdrängt fast die guten Leistungen des restlichen Ensembles aus dem Blickfeld.

Leonhard Koppelmann hat den Roman für den Funk bearbeitet und inszeniert. Es ist ihm gelungen, die Atmosphäre der Vorlage einzufangen und zu transportieren. Unterstützt wird dies durch die permanent unterlegte Musik Hermann Kretschmars. Allerdings gibt diese Art der Untermaltung dem Stück diesen oft kritisierten künstlerischen Touch, auf den manche Hörer im Hörspiel gerne verzichten würden. Allerdings muss man hier zugestehen, dass es hier - auch aufgrund der besonderen Darstellungsform - sehr passend ist.

Die Umsetzung wirkt mehr wie eine inszenierte Lesung. Die Erzähltexte werden meist nur von einzelnen Sätzen der Figuren unterbrochen. Echte Dialoge sind eher selten. Das macht das Hörspiel etwas werkgetreuer, läuft aber ein wenig dem Hörfluss zuwider.

Die Produktion überzeugt in punkto Inhalt und Sprecherleistung. Allerdings ist die Darstellung schon eher speziell und wird wohl nicht jeden Hörer ansprechen. Wer sich auf diese Produktion jedoch einlassen kann, der wird mit 160 Minuten einer sehr düsteren und packenden Geschichte belohnt.

Ursendung im Radio: 03.05.2009

Veröffentlichung: 2009
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Download beim WDR: 30.04.2018
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Drei Mann in einem Boot (7) Montmorencys Gegner - Lauscherlounge 2011
Drei Mann in einem Boot (7) Montmorencys Gegner - Lauscherlounge 2011


Regie: Oliver Rohrbeck
Sounddesign: Tommi Schneefuß
Mischung: Henrik cordes

Mit Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck

Die gute Stimmung auf der Reise kann durch nichts erschüttert werden. Bis auf den unfreiwilligen Verzicht auf Ananas. Der Hund begegnet einem ebenbürtigen Gegner, und die drei Herren gehen eines Bootsinsassens verlustig.

Veröffentlichung: 01.06.2011
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Download im Podcast der Lauscherlounge:03.05.2018

Grenzfälle (1) Moi non plus - SRF 2012
Grenzfälle (1) Moi non plus - SRF 2012


Regie: Reto Ott
Tontechnik: Tom Willen
Dramaturgie: Reto Ott

Musik: Malte Preuss

Mit Fabienne Hadorn, Thomas Sarbacher, Anja Schärer, Andreas Helgi Schmid, Yves Raeber, Patricia Moreno, Mariela Cárdenas


Simon Froehling; Bild: Nikkol Rot

Es beginnt alles auf Teneriffa. Die 15-jährige Amélie aus der Schweiz ist zum ersten Mal seit der Trennung ihrer Eltern mit der Mutter in die Ferien gefahren. Am Strand trifft sie Nathan aus Deutschland, der mit seinem Vater auf die Insel gekommen ist. Die beiden Teenager flirten, umkreisen sich, nähern sich langsam an. Was sie nicht wissen: Zur gleichen Zeit treffen sich Peter und Barbara, ihre alleinstehenden Elternteile, und beginnen eine stürmische Affäre. Erst am Tag der Abreise wird den Vieren schlagartig klar, in was für ein heikles Beziehungsnetz sie geraten sind. Und die Erwachsenen haben schon das Zusammenleben als schweizerisch-deutsche Patchwork-Familie verabredet. Wenn auch vorerst nur zur Probe. Zwar protestieren die Kinder vehement. Doch es bleibt dabei: Vater und Sohn aus Deutschland ziehen zum Probewohnen bei Mutter und Tochter in Zürich ein – mit unerwarteten Folgen.

hoerspielTIPPs.net:
In diesem Grenzfall schildert Simon Froehling die Geschichte einer Patchworkfamilie. Vater und Sohn aus Deutschland, Mutter und Tochter aus der Schweiz. Sowohl die Elternteile als auch die Kinder bauen untereinander Beziehungen auf, was zwangsläufig zu Problemen führt. So richtig zufrieden ist mit dieser Situation keiner. Das Hörspiel beschreibt die interessanten und glaubwürdigen Machtspiele, die hier entstehen.

Von den vier Grenzfällen ist "Moi non plus" derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Dieses Drama ist gut strukturiert, wenngleich die Gradlinigkeit und der eingeschränkte Fokus das Hörspiel formal nicht herausragen lassen. Das liegt auch an der eher unauffälligen Inszenierung, die sich weitestgehend auf das gute Schauspiel der Sprecher verlässt.

Download beim SRF: 30.04.2018

Kleiner Mann, was nun? (Hans Fallada) NDR 2010 / Osterwold Audio 2010 / 2016
Kleiner Mann, was nun? (Hans Fallada) NDR 2010 / Osterwold Audio 2010 / 2016


Regie: Irene Schuck

Bearbeitung: Irene Schuck
Musik: Nikolaus Neuser, Silke Eberhard, Ulli Bartel, Olaf Taube, Sabine Worthmann

Mit Sprecherin: Hedi Kriegeskotte
Erzähler: Wolfgang Pregler
Emma Mörschel -Lämmchen: Laura Maire
Johannes Pinneberg: Nico Holonics
Arzt/Keßler/Stimme 2: Gerald Schaale
Frau Mörschel: Ursula Hinrichs
Herr Mörschel/Stimme 3: Peter Kaempfe
Karl Mörschel: Stefan Haschke
Witwe Scharrenhöfer/Mutter von Franz: Katharina Matz
Emil Kleinholz - der Chef: Wolf-Dietrich Sprenger
Marie Kleinholz/Else/Eine Kundin/Krankenschwester: Gabriela Maria Schmeide
Lauterbach - ein Kollege/Franz: Jens Wawrczeck
Schulz - ein Kollege: Heiko Raulin
Mia Pinneberg - Mutter von Johannes: Astrid Meyerfeldt
Jachmann - ihr Geliebter: Matthias Brandt
Lehmann - Personalchef: Ralf Novak
Heilbutt - ein Kollege: Andreas Leupold
Spannfuß - der neue Organisator: Lutz Herkenrath
Emil Schlüter - ein Filmschauspieler: Burghart Klaußner
Schwester von Franz: Anne Moll
Polizist/Stimme 1: Michael Kinkel
Nikolaus Neuser, Silke Eberhard, Ulli Bartel, Olaf Taube, Sabine Worthmann


Laura Maire und Nico Holonics; Bild: NDR / Fritz Meffert

Johannes Pinneberg und Emma Mörschel, genannt Lämmchen, erwarten ein Kind. Als Pinneberg seine Stellung als Buchhalter verliert, geht das junge Paar voller Hoffnung nach Berlin. Allen Widrigkeiten zum Trotz kämpft Lämmchen hingebungsvoll um ihre Liebe und ein würdiges Familienleben mitten in den schwierigen Zeiten der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. "Kleiner Mann - was nun?" ist einer der großen Gesellschaftsromane der Weimarer Republik. Ein Roman vor allem über die Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg vor dem Hintergrund einer Wirtschaftskrise, die viele Arbeiter ins materielle Aus katapultierte und sie sozial deklassierte. Überdies ein Liebesroman über ein junges Pärchen, das im Kampf gegen eine unfriedliche Welt sein Glück behauptet.

Ursendung im Radio: 02.05.2010

Veröffentlichung: 2010
(Link zu Amazon)



Download beim NDR: 29.04.2018
(Link zu Amazon)

Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

Lookalikes (Thomas Meinecke, Move D) BR 2011
Lookalikes (Thomas Meinecke, Move D) BR 2011


Regie: Thomas Meinecke, Move D
Musik: Thomas Meinecke, Move D


In der für die Produktionen von Thomas Meinecke und Move D typischen Sampling-Methode inszeniert Lookalikes ein Spiel um (sexuelle) Identität. Das Phänomen des Doppelgängertums bzw. sogenannter "lookalikes", also von Menschen, die bekannten Persönlichkeiten ähnlich sehen und daraus mehr oder weniger ein Geschäft machen, wird zu einem Zustand grundlegender Differenz: "Josephine Baker, Serge Gainsbourg, Marlon Brando, Elvis Presley, Greta Garbo, Justin Timberlake und Shakira sind Lookalikes. Auf verschiedene Weisen betonen sie ihre Ähnlichkeit mit diesen berühmten Namensträgern und machen sie produktiv (hin und wieder im selben Atemzug auch die Differenz zu diesen). Sie haben sich bei einschlägigen Agenturen registrieren lassen, flanieren die poshe Düsseldorfer Königsallee auf und ab, lesen Bücher (auch über ihre Idole), sehen sich Spielfilme an (und fragen sich: Wie gingen die Regisseure der Nouvelle Vague mit den Körpern der Frauen um?), hören sich Stimmen (vornehmlich queere) auf Tonträgern an, jobben in der Galeria Kaufhof, sitzen an akademischen oder journalistischen Texten, haben Affären miteinander (z.B. Josephine Baker und Justin Timberlake), aber auch welche mit Nicht-Lookalikes, sie treffen sich, sie kommunizieren mit Hilfe neuer elektronischer sozialer Netzwerke. Das Ikonenhafte ihrer role-models lässt die Figuren darüber nachdenken, inwiefern Männer und Frauen Gattungswesen sind. Motive aus der Tierwelt werden in den Diskursen der Mode gefunden. Pelze spielen eine gewisse Rolle (auch die Pelzmäntel des Jacques Lacan, - der hier mal wieder mit hinein muss: er ist derjenige, an dessen Theoremen sich am besten die Zone markieren lässt, wo das Begreifen aufhört - ein Sehnsuchtsort, sozusagen, wie die Musik, die in diesem Hörspiel als eine nonverbal Portraitierende vertreten ist)." (Thomas Meinecke)

Ursendung im Radio: 22.07.2011

Download beim BR: 04.05.2018

Oh Calimero! (Judith Ruyters) hr / WDR 2012
Oh Calimero! (Judith Ruyters) hr / WDR 2012


Regie: Sven Stricker

Musik: Jan-Peter Pflug

Mit Lucie Thiel, Katharina Spiering, Boris Aljinovic, Anatol Aljinovic, Brid Johnen, Mareike Hein, Caspar Huth, Felix von Manteuffel, Delphine Strzalka, Jacob Hempel, Andrea Wolf

Kinder lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Die eine hat ein Haustier, die andere wünscht sich eins. Charlotte gehört zu letzterer. Sie sehnt sich nach nichts mehr als einem Tier zum Schmusen, Knuddeln und Verwöhnen, einem treuen Freund eben, dem sie all ihre Geheimnisse anvertrauen kann. Zu dumm nur, dass ihrer Mutter auf keinen Fall ein Tier ins Haus kommt. Da beißt die Maus keinen Faden ab und Charlotte auf Granit! Als selbst der pupsig kleine Nachbarsjunge einen Hamster bekommt, glaubt Charlotte, ihr Schwein pfeift und setzt alles, aber auch wirklich alles daran, doch noch an ein Tier zu kommen.

hoerspielTIPPs.net:
Ein kurzes, aber nettes Hörspiel über ein typisches Kinderproblem: Das Haustier bzw. eben kein Haustier. Das werden viele Hörer in der Zielgruppe kennen. Mutter Anja erlaubt es nicht, dass die Tochter Charlotte sich ein Haustier wünscht. Dabei hatte Anja früher viele Haustiere, allerdings - wie das halt so ist - nicht immer Glück damit. Anja möchte Charlotte diese Erfahrungen ersparen, aber die Tochter bleibt beharrlich und entwickelt einen Plan.

Das Hörspiel braucht nur 42 Minuten, diese Geschichte umfassend zu erzählen. Das Problem ist schnell klar, der Weg zu Lösung recht geradlinig und das Ende erfüllt auch die Erwartungen. Alles in dieser Geschichte läuft vielleicht ein bisschen zu glatt ab, was auch an den Figuren liegt - die sind irgendwie alle total nett und so geht ein wenig das Drama unter. Das ist nicht weiter schlimm, gerade beim jüngeren Teil der Zielgruppe dürfte die Gradlinigkeit sogar ganz gut funktionieren.

Ursendung im Radio: 08.12.2012

Download beim WDR: 28.04.2018


Vorstellung im OhrCast (Link zu YouTube)

SUBs (Thor Kunkel) WDR 2009
SUBs (Thor Kunkel) WDR 2009


Regie: Annette Kurth
Technische Realisation: Theresia Singer

Mit Sandra Borgmann, Alexander Radszun, Wolfgang Pregler, Vica Tscheplanowa, Bernd Michael Lade, Isis Krüger, Wolf-Dietrich Sprenger, Gregor Höppner


Sandra Borgmann, Alexander Radzun (i) und Wolfgang Pregeler (re); Bild: WDR/Sibylle Anneck

Die Rechtsanwältin Evelyn und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, führen ein sorgenfreies Leben in einer schmucken Villa im Grünen. Der Alltag der beiden kommt durcheinander, als die polnische Haushaltshilfe spurlos verschwindet. Claus, der unter Stauballergie leidet, gibt schnell eine Anzeige auf: "Kultiviertes Paar mit ersten Denk- und Lachfalten sucht zuverlässige Sklavin mit Pep & Power! Möchten Sie zu klassischer Musik bügeln, kleine Botengänge erledigen und danach in der hauseigenen Sauna entspannen? Dann sind Sie bei uns genau richtig..." Doch die "provokante Petitesse zum selbstgefälligen Amusement" - wie Claus seine Annonce bezeichnet - lockt nicht nur Leute der SM-Szene an, sondern auch Menschen, die sich ernsthaft als "Sklave" bewerben: Langzeitarbeitslose und Asylanten wetteifern mit gefeuerten Jung-Managern und überqualifizierten Akademikern um den vermeintlichen Platz an der Sonne. Als sich Claus für Bartos, einen promovierten Alt-Philologen, und dessen Frau Svetlana entscheidet, ahnt er nicht, wie schnell er von seinen "Subs" (den sich Unterwerfenden) abhängig werden soll. Immer mehr Sklaven siedeln sich auf dem Grundstück an.

hoerspielTIPPs.net:
Thor Kunkel zeichnet hier eine Geschichte, der es gelingt, den Hörer gut einzuwickeln, so dass dieser die immer grotesker wirkenden Situation, wie auch die Protagonisten immer weiter hinnimmt. Die Fragestellungen und die schwammigen Grenzen zur Sklaverei, die er dabei aufwirft, sind clever eingebunden und machen dieses Hörspiel sehr interessant.
Allerdings geht diese stete dichte Befassung mit diesem Thema etwas zu Lasten des Unterhaltungswertes. Das Thema wird vielleicht etwas zu sehr von allen Seiten beleuchtet, so dass das Medium Hörspiel hier etwas überfordert wirkt.

Dem entgegen wirken die gut agierenden Sprecher, insbesondere die Interaktionen von Alexander Radszun und Sandra Borgmann halten die Hörlaune oben.

Insgesamt ein sehr interessantes Hörspiel, dass sich mit dem Thema "Sklaverei" umfassend beschäftigt. Aus Hörspielsicht reicht es allerdings nur zu einem "gut", denn das Medium ist hiermit dann letztlich doch leicht überfordert.

Ursendung im Radio: 20.06.20009

Download beim WDR: 29.04.2018

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