| Night Train |
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Autor: |
Martin Amis |
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Produktion: |
MDR/SWR 2000 |
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Regie: |
Joachim Staritz |
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Bearbeitung: |
Marie-Elisabeth Müller |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Detective Mike Hoolihan: Simone von Zglinicki
Detective Johnny Macatitch:
Dieter Bellmann
Detective Silvera: Hilmar Eichhorn
Colonel Tom Rockwell:
Hans Teuscher
Miriam Rockwell: Marylu Poolman
Paulie No: Wolfgang
Jakob
Mrs. Rolfe: Marlies Reusche
Trader Faulkner: Rainer Sellien
Doc
Tulkinghorn: Günter Grabbert
Bax Denzinger: Hans-Peter Hallwachs
Sophie:
Clara Hofmann
Sekretärin Linda: Elke Domhardt
Werbe-Stimme A: Johannes
Gabriel
Werbe-Stimme B: Kathleen Gaube
Werbe-Stimme C: Till Schmidt
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Inhalt: |
Sie ist eine Frau, auch wenn ihr Vater sie Mike genannt hat: Detective Mike
Hoolihan. Sicher, nicht gerade eine Elfe mit ihren Einsachtundsiebzig, ihren
fast achtzig Kilo, ihren blondgefärbten Haaren und der Stimme einer
Kettenraucherin. Wenigstens wirft sie so schnell nichts um. Und in fast zwanzig
Jahren bei der Polizei hat sie einiges wegstecken müssen. - Trotzdem sollte
ausgerechnet der Selbstmord von Jennifer Rockwell ihr schlimmster Fall werden.
Nicht bloß, weil drei Kugeln im Kopf nicht gerade auf Selbstmord hindeuten.
Nicht bloß, weil sie sie gekannt hat, seit sie acht war. Nicht bloß, weil sie
die Tochter von Colonel Tom Rockwell war, ihrem Chef in der Mordkommission, der
sie damals aus dem Suff rausgeholt hat. Und nicht bloß, weil sie ihm vielleicht
deswegen nur zu gern seinen Wunsch erfüllen würde, ihm einen Mörder zu
präsentieren. Einen richtigen Mörder, der diese schöne und hochintelligente
Astrophysikerin, diesen Sonnenschein von Tochter auf dem Gewissen hat. Aus Neid
auf ihre Begabung zum Beispiel. Auf ihre Karriere an der Universität. Auf ihre
schlichte Lebenskraft. Einen Mörder, an den man sich halten kann. Besser
jedenfalls als an dieses Loch, an diesen klaffenden Abgrund. Besser als an eine
Verzweiflung, von der man nie etwas geahnt zu haben meint. - Es ist etwas
anderes, es ist dieses Gefühl, was alles so schlimm macht. Dieses Gefühl, dass
jemand in mir drin ist, wie ein Eindringling, der seine Taschenlampe hin und her
schwenkt. Jennifer Rockwell ist in mir drin und will das beleuchten, was ich
nicht sehen möchte. Während draußen der Nachtzug vorbeidonnert und den Boden
unter den Füßen zittern lässt. |
Bemerkungen: |
Ein Krimi, in dem der Fall an sich fast zur Nebensache gerät. Hier steht die
Hauptperson, ihre Gefühls- und Gedankenwelt, so im Mittelpunkt, dass man bald
erkennt, dass sich der Fall auch nur hierüber weiterentwickelt. Keine leichte
Krimikost, und vom Thema her auch sicherlich nicht jedermanns Geschmack.
Empfehlen kann ich daher "Night Train" nur denen, die sich auf diese Reise in
die Gedankenwelt der Kommissarin einlassen wollen, und in Kauf nehmen, dass die
Krimi an sich nur eine geringfügige Rolle einnimmt. |
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