Observation am Nachmittag
von Friedemann Schulz

Regie: Christoph Pragua
54 min
WDR 2004




Mit Christian Redl, Kathrin Angerer, Florian von Manteuffel, Isabella Archan, Erik E. A. Krastmann, Michael Müller, Wolfgang Rüter


Als Hauptkommissar Robert Newe zwischen den Gartenabfällen hinter seinem Haus einen Liebesbrief findet, wird ihm schnell klar, dass seine um mehr als zwanzig Jahre jüngere Frau Lara eine Affäre hat. Er observiert sie, erträgt ihre Lügen und lässt nach außen nichts von seiner inneren Unruhe durchdringen. Das gemeinsame Leben geht eine Weile den gewohnten Gang, aber als Lara ihm mitteilt, dass sie schwanger ist, sieht Robert keinen Ausweg mehr. Er weiß, dass er aus medizinischen Gründen nicht der Vater sein kann und entschließt sich zum Äußersten: Auf einer Waldlichtung erschießt er die beiden mit seiner Dienstwaffe. Sich selbst will er zu Hause umbringen, aber dort wartet zu seinem Entsetzen Lara auf ihn. Er hat die falsche Frau erschossen. Will er seinen Kopf noch aus der Schlinge ziehen, muss er die Ermittlungen manipulieren.



Mal eine ganz nette andere Idee, der Kommissar ermittelt nicht hinter einem Mörder her, sondern verwischt seine eigenen Spuren. Wie weit er dabei geht, wie dicht er dran ist entdeckt zu werden, das macht die Spannungsmomente des Hörspiels aus.

Schulz hat hier ein wirklich gutes Hörspiel abgeliefert, das sich deutlich von der üblichen Krimikost abhebt.

Sprechertechnisch top – Christian  Redl spricht hier eine seine besten Rollen, die ihm wie auf den Leib geschneidert passt - besetzt und von Christoph Pragua auch sehr gut umgesetzt, gibt es an dieser Produktion nichts zu mäkeln.


Meine Wertung: + + + +
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