Ordensschwester Amelie

Buch: Sebastian Weber / Daniela M. Fiebig
Lektorat: Michael Eickhorst
Regie, Bearbeitung: Dennis Rohling, Michael Eickhorst
Musik : Dennis Rohling




Hörprobe:

Ordensschwester Amélie (1) Spurlos verschwunden

Buch: Sebastian Weber

Saintlieux-sur-mer ist ein malerischer Küstenort in der Bretagne. Unglücklicherweise hat Schwester Amélie nicht allzu viel Gelegenheit, diese Idylle zu genießen. Kaum im Kloster angekommen, stößt sie auch schon auf eine mysteriöse Begebenheit. Ein junger Rucksacktourist ist verschwunden, und es gibt Hinweise auf ein Verbrechen. Als der Gendarm des Ortes zunächst nichts unternehmen will, wird Amélie selbst aktiv. In dem heruntergekommenen Privatdetektiv Remy Bass findet sie ihren Verbündeten – leider einen äußerst widerwilligen Verbündeten…

Mit
Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Brigitte Bonnet: Christel Merian
Louis Gillard: Bodo Wolf
André Minerel: Stefan Fredrich
Robert Soland: Tim Knauer
Jean Trichet : Tom Deininger


Bemerkungen:

Mit "Ordensschwester Amélie" setzt der Hörplanet seiner wohl erfolgreichsten Serie, Lady Bedfort, eine hauseigene Konkurrentin vor die Nase - erneut eine Krimiserie mit weiblicher Protagonistin. Wenn auch die Zielgruppe ähnlich sein dürfte, ein paar entscheidende Unterschiede gibt es schon. Auch wenn man es im ersten Moment vermutet, Amélie ist keine ältere, lebenserfahrene Nonne, die auf Miss Marples Spuren wandelt. Sie ist jung, quirlig und überzeugt - zumindest in dieser Auftaktfolge - durch das Gespür für die Situation.
Sie hat Helfer, die sie unterstützen, einmal den jungen Marc Valet und den kauzigen Privatdetektiv Remy Bass. Dazu kommen noch der Polizist Hulot und die Klostervorsteherin, die auch Amélies Tante ist, Mère Dorette. Die beiden letztgenannten sind allerdings eher ein Klotz am Bein. Hulot, weil er doch recht eigenwillige Ansichten von seiner Polizeiarbeit hat und lieber den Hausmeister, denn den Gesetzeshüter spielt, Mère Dorette, weil sie auf die Einhaltung der klösterlichen Disziplin pocht, was den Ermittlungsarbeiten schon mal in die Quere kommen kann.

Obwohl dieses Figurengeflecht in dieser Auftaktfolge etabliert werden muss, bleibt noch genügend Raum, einen soliden Kriminalfall einzubinden. Das Verschwinden eines Campers am Strand sorgt hier für Amélies Aufmerksamkeit. Sie vermutet ein Verbrechen, was sich bewahrheitet, als ein Schiff mit der Leiche des Mannes im Hafen einläuft.

Der Plot ist recht gradlinig und bringt einen unterhaltsamen Kriminalfall, der zwar überschaubar, aber unter den besonderen Bedingungen einer Auftaktfolge durchaus ausreichend ist. Der Unterhaltungswert stimmt, da man hier ein interessantes Figurenkabinett etabliert, dass auf für zukünftige Folgen noch einiges verspricht.

Dass dies so gut funktioniert, liegt auch daran, dass man die Rollen sehr gut besetzt hat. Man bringt hier das nötige Maß an Stimmklischee ein, das für eine einfache Zuordnung der Charaktere sorgt. Hinzu kommt, dass alle Sprecher ihre Figuren zu leben wissen. Sarah Riedel sorgt beispielsweise dafür, dass man Amélie gleich ins Herz schließt. Sie gibt dem Stück eine sehr angenehme Note, die schon allein dafür sorgen könnte, dass sich diese Reihe recht schnell etabliert.
In Sachen Leistung steht ihr der Rest des Ensemble aber in nichts nach. Egal ob Helmut Krauss als brummeliger Detektiv, Harald Effenberg als eigensinniger Polizist oder Sascha Rotermund als der gute Freund an Amélies Seite, weder an den Figuren, noch an den Umsetzungen durch die Sprecher, gibt es etwas auszusetzen.

Auch die Musik- und Geräuschkulisse hat man auf den Handlungsort abgestellt. Neue Scores mit frankophilem Touch und einige maritime Hintergrundgeräusche schaffen ein gut vorstellbares Bild einer französischen Hafenstadt.


Ein gelungener Einstand - die Skepsis, die ich der Serie im Vorfeld entgegenbrachte, hat Amélie bereits mit ihrem Auftakt widerlegt. Dieae Episode besticht mit viel Flair und einem sehr interessanten Figurenkabinett, das mit dem richtigen Maß an Klischee besetzt wurde.

Meine Wertung: + + + +

 

Ordensschwester Amélie (2) Doppelt beerdigt

Buch: Sebastian Weber

Der alte Küster Serge Dublais traut seinen Augen nicht: Bei der Verlegung eines Grabes taucht eine zweite Leiche auf! Wer ist der geheimnisvolle Tote und wie ist er in das Grab gelangt? Amélie nimmt sich der Sache an und stellt mit Remy Bass und dem jungen Marc Valet Nachforschungen an. Die Spur führt in die Vergangenheit – zu einem über 30 Jahre alten Verbrechen. Die drei rollen den Fall neu auf und stoßen auf Ungeheuerliches: Einen Verdächtigen, der in Südamerika untergetaucht ist, und einen Gendarm, der es mit dem Gesetz nicht sehr genau nahm!

Mit
Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Brigitte Bonnet: Christel Merian
Louis Gillard: Bodo Wolf
Serge Dublais: Otto Mellies
Jacques Ruppert: Robert Missler


Bemerkungen:

Das zweite Abenteuer zeigt gleich, dass der gute Einstand in die Reihe keine Eintagsfliege war. Auch hier gibt es unterhaltsame und gut durchdachte Krimikost.

Die Geschichte baut man erneut in die schon vorhandene Kulisse ein und nutzt auch weitestgehend die bereits bekannten Figuren. Das Verbrechen, das es aufzuklären gilt, liegt weit in der Vergangenheit und einige der daran Beteiligten, leben bereits nicht mehr oder sind fortgezogen. So erfordert dieser Fall viel Archivarbeit. Die Lösung wird dann  zu großen Teilen in den Dialogen zwischen den Protagonisten entwickelt.

Die Konstruktion des Falles ist gelungen. Basierend auf dem interessanten Aufhänger zweier Leichen in einem Grab, entwickelt Autor Sebastian Weber einen nachvollziehbaren Plot, der den Hörer lange im Dunkeln, und nur erahnen lässt, dass die bislang geltende Version der Lösung nicht stimmen kann. Auch wenn vieles hier theoretisch erschlossen wird und das Praktische aufgrund der fehlenden beteiligten Figuren etwas kurz kommt, bleibt das Ganze spannend und unterhaltsam.

Dass dies funktioniert, liegt auch an den prägnanten Hauptfiguren und den dazu gut passenden Sprechern, Hier sind es vor allem Sarah Riedel und Helmut Krauss, die mit ihren beiden sehr unterschiedlichen Charakteren viel Farbe ins Spiel bringen.

Die Kulisse ist ein wenig dezenter als in der Auftaktfolge, was allerdings auch der eingeschränkteren Szenerie geschuldet ist. Dennoch gelingt es, die Geschichte insbesondere musikalisch gut zu unterstützen, in dem man wieder auf das angestrebte Flair der Reihe und die jeweilige Emotion der Handlung abgestimmte Scores einbindet.

Wie schon bei "Lady Bedfort" zeigt auch der Hörplanet hier, dass man es versteht, eine Krimireihe mit so viel Seriencharakter zu etablieren, dass man zwar nicht zwingend zum Verständnis des jeweiligen Falles jede Episode kennen muss, man aber so für den Rahmen interessiert wird, dass man dennoch am Ball bleiben wird, wenn man einmal Blut geleckt hat. Insofern darf man sich nach dieser wiederum gelungenen Episode auf das dritte Abenteuer freuen.

Meine Wertung: + + + +
 

Ordensschwester Amélie (3) Billiger Calvados

Buch: Daniela M. Fiebig

Alles fängt harmlos an, denn Amélie soll lediglich einen entlaufenen Hund suchen. Sie findet ihn nicht, stattdessen ist plötzlich ein Mensch verschwunden: Edmond Volet. Als er wieder auftaucht, ist er schwer verletzt. Jemand hat ihn bei der alten Scheune der Bertrans niedergeschlagen. Besteht ein Zusammenhang zu den falsch etikettierten Calvados-Flaschen, die neuerdings überall auftauchen? Amélie forscht nach und kann dabei auf Remy Bass zählen, denn bei gepanschtem Calvados kennt der Detektiv kein Pardon…

Mit
Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Monsieur Martin: Tom Deininger
Jacques: Dennis Rohling
Madame Bertrans: Joseline Gassen
 

Ordensschwester Amélie (4) Wirklich schuldig?

Buch: Sebastian Weber

Brigitte Bonnet ist verzweifelt. Niemand glaubt ihr, dass der schwarzbärtige Fremde immer wieder in ihrem Garten steht und ihr Haus beobachtet. Dann ist die alte Dame plötzlich tot - allem Anschein nach friedlich im Schlaf verstorben. Nur Schwester Amélie kommen Zweifel, und schon bald findet sie erste Hinweise auf ein Verbrechen. Seite an Seite mit dem Privatdetektiv Remy Bass will sie herausfinden, was wirklich geschehen ist. Die Lage spitzt sich zu, als ein weiterer Toter auftaucht. Und diesmal ist es eindeutig Mord!

Mit
Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Brigitte Bonnet: Christel Merian
Charles Fourier: Stefan Fredrich
Julien Bonnet: Santiago Ziesmer
Bertrand Épier: Ernst Meincke
  

Ordensschwester Amélie (5) Vergebung

Buch: Sebastian Weber

Gerade erst haben die Bürger von Saintlieux die alte Brigitte Bonnet unter die Erde gebracht, da erschüttert ein weiterer Todesfall die Gemeinde. Der Küster Serge Dublais hat sich im Glockenturm aufgehängt. Ein Selbstmord, daran zweifelt nicht einmal Amélie. Doch was hat den alten Mann nur dazu getrieben, seinem Leben auf diese Art und Weise ein Ende zu setzen? Amélie forscht wieder einmal tief in der Vergangenheit des Ortes und stößt dabei auf eine tragische Geschichte eine Geschichte, bei der die Oberen der Kirche eine äußerst unrühmliche Rolle spielten...


Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Serge Dublais: Otto Mellies
Claude Charon: Peter Weis
Frédéric Bobard: Oliver Kube
Renard Graphe: Dennis Rohling
  

Ordensschwester Amélie (6) Eiskalt

Buch: Sebastian Weber

Es ist Winter in Saintlieux. Der Bauer Lorent Jolie ist in einen Brunnen gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Ein Unfall? Oder hat jemand bei dem Sturz nachgeholfen? Amélie tröstet zunächst die Witwe des Bauern und verspricht ihr, den verschwundenen Hund ihres Mannes zu suchen. Widerwillig begleitet sie der mürrische Privatdetektiv Remy Bass. Doch dann stoßen sie bei der Suche ganz unvermittelt auf ein weitaus spektakuläreres Verbrechen. Die Ereignisse überschlagen sich, und schließlich kommt es zu einer dramatischen Begegnung auf dem zugefrorenen See…


Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Bobard. Oliver Kube
Babette: Karen Schulz-Vobach
Gouffre: Hendrik Riehemann
Annette: Christiane Marx
Sabreur: Dennis Rohling
Philippe: Juri Effenberg
Notarzt: Michael Eickhorst;
  

Ordensschwester Amélie (7) Gebrochene Herzen

Buch: Sebastian Weber

Weil Remy Bass noch immer im Krankenhaus liegt, kümmern sich Amélie und Marc in seiner Abwesenheit um das Detektivbüro. Da kommt ihnen Madame Menasses Auftrag gerade recht. Die junge Frau will ihren Mann wegen einer vermeintlichen Affäre beschatten lassen. Mit dem Wagen nimmt Marc die Verfolgung des Mannes auf und gerät mitten in einen rätselhaften Todesfall!

Mit Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Nadine Bass: Birgitta Weizenegger
Corinne Batard: Karen Schulz-Vobach
Eloise Menasse: Kerstin Draeger
Lucien Menasse: Tim Knauer
Mireille Meunier: Clelia Sarto
Eduard Polisson: Philipp Sonntag
Jacques Portner: Hendrik Riehemann

Veröffentlichung: 01.07.2011
  

Ordensschwester Amélie (8) Trügerisch

Buch: Sebastian Weber

Eine orientierungslose Frau bricht nachts vor den Toren des Klosters zusammen. Mère Dorette und Amélie kümmern sich um die junge Inès und versuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Gleichzeitig wird ein Mann mit einer schweren Kopfverletzung von einem Campingplatz gemeldet. Ein weiterer Camper ist verschwunden. Schnell wird klar, dass die Fälle zusammenhängen. Doch was steckt wirklich hinter den blutigen Ereignissen?


Amélie Eclaire: Sarah Riedel
Remy Bass: Helmut Krauss
Marc Valet: Sascha Rotermund
Gendarm Hulot: Harald Effenberg
Mère Dorette: Marianne Groß
Nadine Bass: Birgitta Weizenegger
Sandrine Cheville: Clelia Sarto
Inès Bath: Christiane Marx
Adrien Douteux: Alessandro Alioto
Gustave Ronchon: Jan Schreiber

Veröffentlichung vor. 14.07.2011
  

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