| Paddy, der kleine Pirat |
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Autor: |
Michael Schwertel |
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Produktion: |
Power Toons / Wellenreiter 2008 |
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Regie: |
Michael Schwertel |
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Musik: |
Nadja Petri und Reiner Schäfer, Gitarre Moabit |
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Länge: |
46 Min. |
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Mitwirkende: |
Oliver Wnuk, Santiago Ziesmer, Singa Gätgens, Frank Glaubrecht, Thomas
Danneberg, Floria Simbeck, Hendrik Nachtsheim, Gerd Knebel, Nadja Petri, Dirk
Moritz, Sarah Besgen |
Inhalt: |
Paddy, der kleine Pirat, lebt mit seinen Freunden, der Schildkröte Kröte und dem
Papagei Bo, auf einer kleinen Insel. Ihre Zeit vertreiben sie sich mit Spielen
rund um das Piratenhaus. Doch plötzlich wird die idyllische Dreisamkeit von
einer einfallenden Piratengang gestört. Die wollen Paddys Insel einnehmen und
dort ihre Schätze vergraben. Aber Paddy weiß sich zu helfen: Er erinnert die
Eroberer daran, dass sich Piraten auf gar keinen Fall selbst überfallen dürfen.
Die anderen bezweifeln, dass er ein richtiger Pirat ist. Sie stellen ihn auf die
Probe. Hat er eine Augenklappe? Ein Schiff? Eine Piratenfl agge? Und einen
Schatz? Letzteres fehlt Paddy leider noch - zum eigenen Bedauern. Also macht
sich der mutige kleine Pirat gemeinsam mit Kröte auf die Suche nach einem Schatz
- und entdeckt dabei Dinge, die viel wertvoller sind als Gold ... |
Bemerkungen: |
"Paddy, der kleine Pirat" ist eine einfach
strukturierte Geschichte, die für die kleinsten Hörer
grundsätzlich richtig gut und originell wäre. Die
Prämisse, dass Freundschaft wertvoller ist, als jeder Schatz, wird
nach einigen netten Wendungen erfüllt. Das funktioniert, das
versteht jedes Ohr - wenn es denn bis zum Ende durchhält....
Denn die Umsetzung in ein Hörspiel ist absolut daneben und sorgt
so leider für ordentlichen Hörfrust. Hier hakt es an
allen Ecken und Kanten.
Die Dialoge sind sehr merkwürdig dargestellt. Ein Zusammenspiel
findet hier kaum statt. So hängt insbesondere Oliver Wnuk als
Paddy irgendwie immer vollkommen in der Luft. Aber auch die anderen
Sprechereinsätze wirken merkwürdig zusammengebastelt. Einen
Spielfluss, wie man ihn erwarten darf, gibt es kaum.
Dass man dazu viele bekannte Stimmen ins Studio holt, ist zwar
grundsätzlich positiv, allerdings wenn man sieht, was man daraus
macht, hätte man sich hier auch einiges sparen können.
Auch die Musik hat Höhen und Tiefen. Manchmal gibt es ganz nette
Klänge, allerdings taucht hier zweimal ein Piratenlied auf, das
einem die Fußnägel aufrollt. Das fängt schon damit an,
dass der Gesang kaum gegen die viel zu laut eingemischte
Gitarrenbegleitung ankommt. Dazu wird entweder falsch gesungen oder
gespielt; zwar gilt der alte Grundsatz "Drei Akkorde wirken Wunder",
man sollte dann aber aufpassen, dass die Melodie auch nicht mehr
verlangt. Wie auch immer, es passt zumindest nicht zusammen und es
klingt absolut billig und amateurhaft. Immerhin schafft man
Homogenität, denn der Text ist ebenfalls furchtbar.
Die Geräuschkulisse reicht aus, um die Handlung darzustellen. Die
Darstellung ist eher cartoonartig, bunt und eher punktuell. Man schafft
so zwar keine detailgetreue, aber zumindest eine plausible Kulisse.
Leider gibt es insgesamt kaum positive Aspekte zu vermelden,
bestenfalls sind Teilbereiche durchschnittlich, vieles ist aber einfach
auch richtig schwach. Ich kann mich nicht erinnnern, jemals etwas
aus dem Programm von Lübbe Audio gehört zu haben, was ich als
vergleichbar schlecht empfunden hätte.
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