| Paul Temple und der Fall Margo |
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Autor: |
Francis Durbridge |
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Produktion: |
WDR 1962 - DAV 2007 |
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Regie: |
Eduard Hermann |
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Musik: |
Hans Jönsson |
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Länge: |
310 Min. |
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enthalten auf der Box "Paul Temple & Co - Paul Temple und der Fall Margo" |
Mitwirkende: |
Paul Temple: René Deltgen
Steve, seine Frau: Annemarie Cordes
Charlie:
Herbert Hennies
Sir Graham Forbes: Kurt Lieck
Inspector Raine: Manfred
Heidmann
Mike Langdon: Heinz Schimmelpfennig
Tony Wyman: Karl Heinz
Bender
George Kelburn: Siegfried Wischnewski
Linda Kelburn: Lola
Müthel
Dr. Benkeray: Ursula von Reibnitz
Larry Cross: Friedrich W.
Bauschulte
Ted Angus: Frank Barufski
Mrs. Fletcher: Lilly Towska
Bill
Fletcher: Harald Meister
Fred Harkett: Carl Brückel
Mrs. Harkett: Carla
Neizel
Dr. McCarthy: Manfred Georg Herrmann
Wahrsagerin Margo: Erika
Kiesler
Edgar Northempton: Heinz von Kleve
Mitch Harris: Alwin Joachim
Meyer
Wally Stone: Harry Grüneke
Ken Sinclair: Matthias Deltgen
Oscar:
Heinrich Hermecke
Fiona Scott: Margot Ziegler
Vikar: Heinz
Schacht
Gefängniswärter: Bernd M. Bausch
Hotelportier: Hermann
Holve
Dienstmädchen: Lotti Krekel
u.a. |
Inhalt: |
Paul Temple kehrt nach einer Reise aus den USA zurück und muss feststellen, dass
seine Frau Steve verschwunden ist. Sie wurde entführt, taucht aber relativ
schnell wieder auf - es entpuppt sich nur als eine Warnung.
Bei ihr
findet sich ein Mantel, der das Etikett "Margo" trägt.
Zudem wird er von
einem Mitreisenden auf dem Heimflug gebeten, die Tochter eines Unternehmers
davon abzuhalten, einen scheinbar windigen Schlagersänger zu heiraten.
Spätestens als diese ermordert wird und bei ihr ein Mantel mit dem
gleichen Signet auftaucht ist klar, dass diese Fälle nicht nur zusammenhängen,
sondern auch brandgefährlich werden...
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Bemerkungen: |
Paul Temple ist einer der ungekrönten Könige des Radiohörspiels - und das auch
vollkommen zu Recht. Die Story ist rund und trotz einer Spielzeit von mehr als 5
Stunden zu keiner Zeit langweilig oder -atmig wird.
Auch wenn Temple aus
spannungsgründen manchmal arg auf dem Schlauch steht und der Hörer hier schon
dreimal kombiniert hat, was passieren wird - überrascht er jedoch im Regelfall
mit genialen Einfälllen.
Gerade im Team mit seiner Frau Steve, die hier
mehr als der standartisierte Dialogpartner ist, überzeugt Temple mit Esprit und
Witz - ein inhaltlich richig gutes Hörspiel. Durbridge hatl!
Auch bei den
Sprechern wird nicht nur viel, sondern auch Qualität aufgefahren. Die macht sich
sowohl in der Leistung der Einzelnen, als auch in der passgenauen Besetzung
bemerkbar.
Auch die Sounds sind für ein Hörspiel diesen Alters mehr als
erstklassig - Wenn man bedenkt, dass heute - trotz vielfältigerer technischer
Möglichkeiten - es Hörspiele gibt, die da qualitativ deutlich dahinter liegen -
zeigt das schon, wie weit man 1962 schon war.
Einzig das Format, in dem
das Hörspiel daher kommt, zeigt einige Schwächen, die sich leider nicht nur
optisch sondern auch inhaltlich auswirken. Das ursprünglich 6-teilige
Radiohörspiel wurde auf vier CDs verteilt und damit auch in vier Folgen
aufgeteilt. Nun ist Durbridge aber nun mal hauptsächlich für seine genialen
Cliffhanger berühmt, die urplötzlich dem Stück kurz vor Ende der jeweiligen
Folge mit einer im Regelfall überraschenden Wendung überrascht. Leider geht das
hier etwas unter, denn diese Cliffhanger sind nun mitten im Hörspiel und das
jeweilige Ende der Folge ist im Regelfall etwas unspektakulär. Das grenzt leider
bei einem solchen Hörspiel schon fast an Frevel.
Auch die Sonderauflage
in Vinyloptik ist zwar grundsätzlich begrüßenswert, überzeugt mich optisch aber
auch nicht wirklich. Die schöne CDs liegen etwas lieblos in Jewelcases ohne
Deckblatt, so dass das Ganze etwas unfertig aussieht. Hier hätte ich z. B. eine
schmälere Box mit LP-üblichen Papierhüllen erheblich schicker
gefunden.
Immerhin kommt auch diese Sonderauflage mit einem Bonushörspiel
daher: Nur über meine Leiche - ebenfalls ein Stück von Durbridge, bei dem aber
seine Genialität nicht so richtig offenbar wird.
Das Hörspiel an sich
hätte ohne weiteres die Höchstwertung verdient. Insbesondere für die etwas
zerschnippelte Fassung musste ich allerdings einen Wertungspunkt
abziehen.
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