Peter Lundt und die Tänze der Toten
  Autor: Arne Sommer
  Produktion: hörformat / Lauscherlounge 2009
  Regie: Klaus Lauer-Wilms 
  Musik: Stefan Ziethen
  Länge: 73 Min.
 


Mitwirkende:

Peter Lundt: Mark Bremer
Anna Schmidt: Elena Wilms
Oliver Zornvogel: Tetje Mierendorf
Sally Vation: Angela Quast
Jochen K. Malzahn: Gerhart Hinze
Björn Behnke: Ben Häcker
Meredith Tenquel: Sabine Hahn
Sally als Kind: Philippa Ahrendt
Sally's Mutter: Kerstin Draeger
Sally's Vater: Jens Wendland
Conférencier: Guillaume Boullay
 u. a.

Inhalt:

Es soll ein ganz besonderes Geschenk für Peter Lundt werden: Sally Vation will sich einen Tag lang die Augen verbinden, um mit ihm zusammen blind sein. Einen ganzen Tag lang, an dem er sie führen soll und für den sie jede Menge gemeinsame Aktivitäten geplant hat. Aber die romantische Geste endet in Chaos, Sally entkommt nur knapp einem Anschlag - und auf dem Tanzboden des "Tango Noir", einem Club, wo man in vollkommener Dunkelheit tanzt, liegt plötzlich eine lebensgefährlich verletzte Frau, die Sally sehr ähnlich sieht. Ganz entgegen ihrer Kämpfernatur will Sally diesmal weglaufen, Peter Lundt von dem Fall abhalten, aber der blinde Detektiv hat längst die Fährte aufgenommen. Und Sallys wahre Identität ist der Schlüssel in einem Politskandal, der die Wahl zur Bürgerschaft bedroht, in höchste politische Kreise und die feine Upperclass Hamburgs führt, aber auch in die tiefsten Täler menschlicher Gier und Geltungssucht - und Sally in höchste Gefahr bringt.


Bemerkungen:
Der erste "neue" Fall für Peter Lundt nachdem er unter die Fittiche der Lauscherlounge genommen wurde. Mit neuem, nun einheitlichen Design kommen nun nicht nur die ersten acht, sondern jetzt auch die "Tänze der Toten" in die Regale.

Diese Folge bietet wieder einen abgeschlossenen Fall. Er enthält allerdings ein paar Rückbezüge zu älteren Folgen, die den Neueinsteiger vielleicht etwas verwirren könnten, letztlich aber für das Verständnis nicht elementar sind. Den Fan der Reihe wird es trotzdem freuen. Es macht die Geschichte und insbesondere den Lundt'schen Kosmos etwas runder.

Diesmal dreht sich alles um die Vergangenheit von Sally Vation, die doch Erstaunliches zu bieten hat. Es ist zwar - nüchtern betrachtet - etwas unglaubwürdig, dass sie diese Vita so recht einfach verbergen konnte, allerdings wird das mit einer solchen Natürlichkeit erzählt, dass einem während des Hörens keine Zweifel aufkommen.

Der Fall an sich bietet nahezu alles, was ein guter Krimi haben sollte. Einzig bei der Anzahl der Verdächtigen hält man sich etwas zurück. Der Plot fokussiert sich mehr darauf, die böse Absicht nachzuweisen und zu verhindern.

Die Umsetzung bietet wenig Neues. Das ist im Fall der guten Qualität der Reihe weniger ein Manko, als ein Kompliment, denn dieses Niveau von Folge zu Folge immer wieder zu erreichen, gelingt nicht jedem.
Einzig bei der Musik würde ich gern mal, nach nunmehr neun Folgen,  hier und da ein neues Stück zu hören bekommen. Ansonsten habe ich da nichts zu meckern: Sprecher und Soundgestaltung sind genauso exzellent, wie es Geschichte und Genre verlangen.

Eine interessante Folge, die die Figur der Sally Vation in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. Diese Vergangenheit ist so groß, dass man diese sicherlich auch nicht mehr so einfach unter den Teppich kehren kann. Was für künftige Folgen sicherlich mal wieder eine interessante Bereicherung sein könnte.
 
Meine Wertung: + + + +
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