Pippi Langstrumpf bekommt feinen Besuch
  Autor: Astrid Lindgren
Bearbeitung: Frank Gustavus
  Produktion: Oetinger Audio 2009
  Regie: Frank Gustavus
  Musik: Dieter Faber / Frank Oberpichler
  Länge: 76 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Peter Fricke
Pippi: Laura Maire
Annika: Lea Sprick
Tommy: Flemming Stein
Kapitän Langstrumpf: Douglas Welbat
Frau Settergren: Marion Elskis
Fridolf: Konrad Halver
Schüler: Grate, Friedrich, Alva, Rebecca, Mats, Celina, Sammy, Jane, Nathalie, Leonard, Jule Michel und Leon

Inhalt:

Besuch vom König!

Pippi hat den feinsten Gast, den man sich vorstellen kann: Ihr Papa, der Südseekönig, kommt zu Besuchin die Villa Kunterbunt. Das gibt ein großes Fest - mit Trommeln und Tanzen!





Bemerkungen: Die mit Abstand längste der bisherigen Folgen befasst sich mit den restlichen Kapitel des Buches "Pippi geht an Bord"; denjenigen, die nicht in der Folge "Pippi Langstrumpf geht einkaufen" Eingang gefunden haben. Auch hier konzentriert man sich im Wesentlichen auf die Geschichten um einen geplanten Schiffbruch auf  der Insel im See und den damit verbundenen, ganz eigenen Ansichten von Pippi darüber, wie man eine solche Situation meistern muss, sowie die von der Rückkehr von Pippis Vater und ihrem anstehenden Abschied aus der Villa Kunterbunt.

Während der erste Teil des Abenteuers mit einer recht spaßigen Geschichte aufwarten kann, versinkt die zweite fast in Traurigkeit. Der Hörer leidet hier regelrecht mit Tommy und Annika mit, die sich hier recht lange mit dem Abschied von Pippi auseinandersetzen müssen.
Das bringt eine ganz andere Qualität in die Geschichte, Zwar ist die Darstellung auch hier sehr gelungen, die Breite, die man gerade dieser Passage zuweist, passt allerdings nicht zu einem Hörspiel, dass vornehmlich die Kinder unterhalten soll. Hier hätte man sich in Punkto Tragik etwas zusammenreißen dürfen und den Schwerpunkt  mehr auf die heiteren Passagen legen dürfen.

Das Sprecherensemble ist in dieser Folge wieder deutlich kleiner, die Geschichten bringen weniger Figuren ins Spiel. Die Qualität ist allerdings erneut sehr hoch. Die größten Sprechanteile haben hier, neben Erzähler Peter Fricke, die drei jungen Protagonisten, die auch in dieser Folge wieder überzeugen - das gilt insbesondere für Laura Maire, die in dieser, wie auch in der vorherigen Episode deutlich mehr am bekannten Pippi-Langstrumpf-Image dran ist, als noch in den ersten beiden Teilen.

Neben dem Stammensemble machen hier zwei alte Hörspielrecken auf sich aufmerksam. Douglas Welbat als Pippis Vater und Konrad Halver als Seemann Fridolf verkörpern die raubeinigen, aber herzlichen Piraten richtig gekonnt.

Die Untermalung mit den vielen bekannten Musikelementen und einer sehr gut ausgestalteten Geräuschkulisse runden das Bild dieser Folge ab.

Auch diese Produktion ist erneut gut gelungen. Insofern ist sie ebenso empfehlenswert, wie die vorherigen drei Teile. Allerdings, wer den reinen Spaß an Pippis Streichen sucht, der  könnte hier über das etwas große traurige Loch am Ende der Episode enttäuscht sein.
    
Meine Wertung: + + + +
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