Projekt Meru (2) Das Pakom



Idee, Regie und Realisation: Christopher Ludwig und Michael Sonnen
Text: Christopher Ludwig
Musik und Sound-Design: Michael Sonnen
Schwindelfrei / Eins-A-Medien 2010
59 Min.


Erzähler: Gregor König
Walker: Gregor Höppner
Doktor: Andreas Maier
Dorn: Axel Gottschick
Fuss: Michael-Che Koch
Kind: Sophia Linke
Les Parker: Tobias Meister
Mary:  Silke Haupt
Konog: Josef Tratnik
Cardea: Marion Mainka
Klinger: Engelbert von Nordhausen
Helen: Janina Sachau
Cooper: Volker Wolf
Frau Le Therme: Katharina Brenner
Kairog: Renier Baaken


Das Pakom löst sich auf. Les erwacht ohne Erinnerung. Sein Kopf schmerzt. Eine fremde Frau reißt ihn aus seinen Träumen und stellt ihn vor eine bittere Entscheidung. Klinger wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Eine Reise ins Ungewisse beginnt...

Derweil kommt es in Bangkok zu rätselhaften Vorfällen und der Medienmogul Jacques LeTherme stirbt unter höchst mysteriösen Umständen. Interpol schickt die beiden Spitzen-Ermittler Dorn und Fuss an den Tatort, um den Hintergründen des Mordes auf die Spur zu kommen. Dabei geraten sie immer tiefer in ein finsteres Netz aus grauenvollen Verbrechen...


Bemerkungen:

Projekt Meru geht in die zweite Runde,  und noch immer gibt sich die Geschichte geheimnisvoll. Auch wenn die Geschichte in ihren Handlungen verständlich ist, bleibt sie in den Hintergründen mysteriös. So soll das bei einer Serie, die im Mystery-Genre zu Hause ist, auch sein - zumindest am Anfang der Reihe. Allerdings muss man damit leben, dass die Geschichte hier nicht ganz so überzeugt, wie noch Teil 1 - da hier der Reiz des Neuen und Ungewohnten schon weniger zieht. Das gleicht man allerdings recht gut mit einer spannenden Erzählweise und guter Darstellung aus.

Man setzt am ersten Teil an, baut die dort erzählte Geschichte weiter aus, fügt aber auch ein paar neue Parts bei. Genug, um das Interesse hoch zu halten, aber auch nicht zuviel, um den Hörer zu sehr zu verwirren.

Es gelingt, diese Geschichte spannend zu erzählen, weil man ein gutes bedrohliches Szenario - sowohl inhaltlich, als auch formal - darstellen kann.

Die Sprecherleistungen sind auf einem hohen Niveau - die Rollen werden sehr gut verkörpert. Hier setzt man auf ausdrucksstarke Stimmen, die eine hohe Professionalität schon mit der Papierform mitbringen, und denen es auch gelingt, die Figuren sehr gut mit Leben zu füllen. Hier werden durch die Bank schauspielerisch sehr eindrucksvolle Leistungen hörbar, die ein Gutteil daran tragen, dass diese Produktion so hörenswert ist. Gerade weil die Darbietungen insgesamt so gut sind, fallen aber kleine Aussprachefehler leider auf, sie stören jedoch den Hörgenuss nicht wirklich.

Die Soundgestaltung ist, wie schon in Folge 1, sehr gelungen. Man schafft eine exzellente Kulisse, die Handlung und Genre zu jeder Minute der Spielzeit mehr als gerecht wird. Das ist der stärkste Bereich dieser Produktion.


Die Erwartungen nach Teil 1 waren hoch - sie wurden erfülllt, wenngleich man hier vielleicht geringfügig hinter dem - allerdings auch sehr starken - Auftakt zurückbleibt. Die Geschichte fesselt weiterhin, die Darstellung ist gut - in Bezug auf die Soundgestaltung sogar sehr gut. Freunde des Mystery-Genres sei dringend empfohlen,  sich diesem Projekt zu widmen.


Meine Wertung: + + + +
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