Professor van Dusen



Eine Unze Radium

Regie: Dietrich Auerbach
RIAS 1978 / Highscoremusic 2010
40 Min.

Mit:
Professor van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Professor Dexter: Otto Sander
Madame du Chateauneuf: Liselotte Rau
Monsieur Bertrand: Klaus Miedel
Detektiv Caruso: Rolf Marnitz
Labordiener: Franz Georg Stegers
Hotelportier: Kurt Pratsch-Kaufmann
Pensionswirt: Herbert Weißbach

In der ersten Folge der Hörspiel-Reihe um Professor van Dusen nutzt Professor Dexter, Mitarbeiter eines Physikalischen Instituts in New York, das immense Wissen van Dusens und will mit ihm gemeinsam die Geheimnisse des Radiums erforschen. Bevor die beiden jedoch mit ihren wissenschaftlichen Experimenten beginnen können, muss van Dusen zunächst eine andere Aufgabe lösen: Wo ist die Unze Radium geblieben, die ihnen für die Versuche zur Verfügung stand? Dexter hatte sie auf den Labortisch gelegt, als Madame du Chateauneuf, die charmante Dame mit dem Koffer, ihm überraschenderweise einen Besuch machte. Ein Empfehlungsschreiben der Madame Curie, einer Freundin Dexters, ermöglichte das Entree. Und sie bietet Dexter eine Unze Radium zum Kauf an.
Dexter weist den von van Dusen erhobenen Verdacht, die Besucherin mit dem Verschwinden des Radiums in Verbindung zu bringen, zurück. Hatte er doch Madame du Chateauneuf keinen Moment aus den Augen gelassen.
Aber wer ist eigentlich diese Madame? Und was ist mit ihrem Begleiter, einem gewissen Monsieur Bertrand? Gehört vielleicht die unbekannte Leiche, die man im Hafen fand, mit zum Täterkreis? Fragen über Fragen! "Die Denkmaschine" kann ihr Können unter Beweis stellen und liefert - sebstverständlich - Meisterarbeit.


Erste Hörprobe


 

Das sicherste Gefängnis der Welt

Regie: Rainer Clute
RIAS 1978 / Highscoremusic 2010
43 Min.

Mit:
Professor van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch, Reporter: Klaus Herm
Thomas Ransome, Gefängnisdirektor: Georg Corten
Vivian Ransome, seine Frau: Eva Manhardt
O'Brien, Gefängniswärter: Dieter Ranspach
Oberkellner: Ortwin Speer
Ballard, Gefangener: Ortwin Speer

Die Geschichte "Das sicherste Gefängnis der Welt" beginnt in Chiricos elegantem Restaurant in der Fifth Avenue. In der kleinen erlesenen Dinner-Runde finden wir die "Denkmaschine", den berühmten Wissenschaftler und Amateur-Kriminologen Prof. van Dusen, Mr. Ransome, einen Lokalpolitiker und Gefängnisdirektor und Ransomes charmante Gattin Vivian. Man streift zunächst Themen des Tages, man spricht über die neuesten Pariser Modelle - , nach dem Dessert wendet man sich einem Problem zu, das vor allem den Professor aufs höchste interessierte: der Frage nämlich, was wohl von den Voraussagen phantasievoller Schriftsteller über die Zukunft der Menschheit tatsächlich eintreffen würde. Man sprach über Jules Verne und Herbert George Wells. Und man sprach auch darüber, wie sicher die Mauern des Chisholm-Gefängnisses bei New York seien.
Van Dusen stellte die Behauptung auf, dass er allein durch die Kraft seines Geistes sich aus diesem Gefängnis befreien könne, wenn er nur wolle. So kam es zu der historischen Wette, die van Dusen vor ein paar Probleme stellte, Mr. Ransome ein paar schlaflose Nächte einbrachte und Vivian einen neuen Gesprächsstoff lieferte.
Nachdem die beiden Männer beschlossen hatten, sich in acht Tagen hier an diesem Ort wiederzutreffen, marschierte van Dusen in das finstere Granitgebäude mit den schmalen, vergitterten Fenstern, isoliert, nur von einer unübersteigbaren Mauer umgeben. Als er die Tore passierte, schien es ihm beinahe, als sei Chisholm das sicherste Gefängnis der Welt.
Mit dem dritten Tag scheiterte auch der dritte Fluchtversuch an der Aufmerksamkeit des Wärters, der fünfte und sechste Tag verging, ohne dass dem Professor die Flucht gelang. Doch van Dusen gibt nicht auf. Vom ersten Tag an sind ihm alle Hilfsmittel recht, jeder Trick wird angewendet, sein Gehirn arbeitet präzise, denn die Zeit ist gegen ihn.
 



Mord bei Gaslicht

Regie: Rainer Clute
RIAS 1978 / Highscoremusic 2010
60 Min.

Mit:
Professor van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch, Reporter: Klaus Herm
Detective-Sergeant Caruso: Reinhard Kolldehoff
Weldon Henley: Wolfgang Condrus
Crippen, Hausverwalter: Jürgen Thormann
Reginald Cable, Mieter: Hans-Peter Hallwachs
Percival, Kammerdiener: Heinz Spitzner
Liftboy/Verkäufer/ Telefonist: Heinz Welzel

Weldon Henley vertraut dem Reporter Hatch eine furchtbare Geschichte an. Irgendjemand - so Henley - hat die Absicht, ihn mittels des Gaslichts in seinem Zimmer zu ermorden. Er bittet Hatch, ihn mit dem erfolgreichen Kriminologen Professor van Dusen bekannt zu machen.
Van Dusen hat nach einigen Recherchen eine lückenlose Beweiskette zusammen. Um den Mord an der jungen, gutaussehenden Alice Briggs zu vertuschen, war Henley auf den ungewöhnlichen Plan gekommen, mit fingierten Mordanschlägen auf sich selber zu arbeiten. Henley hat dabei nicht bedacht, dass Alice Briggs ebenfalls durch das Gaslicht in ihrem Zimmer den Tod fand, und dass nur er in der Lage war, mittels seiner eigenen Beleuchtung das Gaslicht im Zimmer der junger Frau zum Erlöschen zu bringen. Erhärtet wurde der Verdacht noch durch eine andere Tatsache, nämlich; van Dusen hatte erfahren, dass Henley und Alice Briggs eng befreundet waren. Um eine reiche Erbin zu heiraten, wollte Henley die anhängliche junge Frau loswerden. Als er sich schon ertappt sah, versuchte er noch, den Mord einem anderen Hausbewohner anzuhängen. So klug er auch immer vorging - er hatte nicht bedacht, es mit Professor van Dusen zu tun zu haben.


Bemerkungen:

Auch dieser Fall ist wieder ein eindeutiger Beleg für die hohe Qualität der Serie. Koser erzählt einen perfekt konstruierten Krimi, der Grundlage für eine erneute Meisterleistung des Amateurkriminologen ist. Van Dusen muss hier ermitteln, wer und was hinter den vermutlichen Mordanschlägen auf einen Bekannten von Hatch steckt. Dabei stürzt er sich auf eine Handvoll Indizien, die Hörer und die mitwirkenden Figuren ratlos machen. Van Dusen kann hier aber seinen Kenntnisse als Wissenschaftler ein- und so Licht ins Dunkle bringen.

Die Geschichte wird von einem exzellenten Sprecherensemble gespielt. Neben dem bewährten Stammpersonal sind hier u. a. Wolfgang Condrus, Hans-Peter Hallwachs oder Jürgen Thormann zu hören.


Für Fans ohnehin ein Muss, wer noch nicht zu dieser Gruppe zählt, sollte es hören, dann gehört er vermutlich anschließend dazu. Eine exzellente Folge eine exzellenten Serie.

Meine Wertung: + + + + +
 



Der Mann, der seinen Kopf verlor

Regie: Rainer Clute
RIAS 1978 / Highscoremusic 2010
54 Min.

Mit:
Professor van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch, Reporter: Klaus Herm
Jonathan Henry, ein Mann ohne Gedächtnis: Lothar Blumhagen
William Manning, ein Pokerspieler: Gerd Duwner
Mrs. Henry, eine fürsorgliche Gattin: Monika Hansen
James, van Dusens Diener: Joachim Pukaß
Hotelportier / Börsenmakler: Otto Czarski
Detective-Sergeant Caruso: Reinhard Kolldehoff

Am 16. September 1902 meldet sich ein Jonathan Henry beim Professor, er habe sein Gedächtnis verloren. Es gibt keine weiteren Indizien für den Professor, um die wahre Identität von Jonathan Henry festzustellen. Heißt er wirklich so? In einem Zeitungsartikel im Archiv des Daily New Yorker fand Hutchinson Hatch folgende Notiz: ,,In der Nacht vom 10. zum 11. Januar 1902 verschwand Jon Harrison aus der Rancher- und Viehzüchterbank zu Cheyenne bei Wyoming, mit ihm eine runde Million Dollar``. Ein wahrer Hochgenuß für Prof. van Dusen! Nach sehr intensiven Recherchen von Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen und seinem ihn stets begleitenden Assistenten Hutchinson Hatch können sie die Identität von Jonathan Henry enthüllen.
 

Bemerkungen:

In "Der Mann, der seinen Kopf verlor" konstruiert Koser einen recht komplexen Fall, bei dem das Verwirrspiel um die Identität eines Gedächtnislosen im Mittelpunkt steht. Er wirft dabei immer mal einen neuen Fakt in den Raum, den der Hörer aufschnappen darf und mit dem dieser sich dann auf Augenhöhe mit dem wohl berühmtesten Amateurkriminologen der Welt zu bewegen glaubt. Sicherlich weiß man damit so ungefähr, wohin der Hase läuft - so richtig reicht es aber nicht, so dass man letztlich doch der großen Aufklärung durch Van Dusen bedarf.

Die Geschichte kommt mit wenigen Figuren aus, im Fall verwickelt sind tatsächlich nur drei davon. Trotzdem gelingt es, das Stück bis zum Ende spannend und interessant zu halten.


Auch dieser Van Dusen ist ein Ohr wert! Ein gut konstruierter Krimi in der gewohnt leichten Krimi-Kulisse der Van-Dusen-Reihe.

Meine Wertung: + + + +

Stirb schön mit Shakespeare

Regie: Rainer Clute
RIAS 1979 / Highscoremusic 2011
48 Min.

Mit
Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Detektive-Sergeant Caruso: Reinhard Kolldehoff
Paul Elton: Peter Schiff
John Meany: Arnold Marquis
Walter Mason: Otto Sander
Dianne Warwick: Sabine Baruth
Gertrud Manning: Sabine Baruth
James Willis / Arzt: Horst Schön
Theaterportier: Otto Czarski
Belinda Belmont: Olga Demetriescu

Weil Rosalinde aufs Stichwort nicht auf der Bühne erscheint, muß schließlich der Vorhang fallen, und weil die fieberhafte Suche nach der Schauspielerin vergeblich verläuft, muß die Truppe ihr Gastspiel absagen. Professor von Dusen, ein Wissenschaftler, dessen Hobby vertrackte Kriminalfälle sind, nimmt die Suche nach der verschwundenen Schauspielerin auf. Zunächst findet er eine Konfektschachtel und zwei nicht vorhandene Pralinen, aber für die Lösung des Falles ist das schon ein Anfang.

Professor van Dusen: Die Perlen der Kali

Regie: Rainer Clute
RIAS Berlin 1979 / Highscoremusic 2012
53 Min.

Professor van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Kapitän Harris: Heinz Giese
Mrs. Doberman: Helga Lehner
Lady Wildermere: Ilse Holtmann
Lord Wildermere: Manfred Schuster
Schiffsdetektiv Prendergast: Gerd Duwner
Mr. Doberman: Klaus Jepsen
Mrs. Doberman: Helga Lehner
Maharadscha von Krischnapur: Klaus Miedel
Stewart: Thomas Frey
Dr. Miller: stumme Rolle

Michael Koser verschifft seinen Helden, Professor Dr. Dr. Dr. van Dusen, zusammen mit dem Reporter Hutchinson Hatch nach Europa, um dem Wissenschaftler eine Ruhepause zu gönnen. Während der Professor zurückgezogen die stille Kabine bevorzugt, haben sich die Passagiere der First Class zu einem Maskenball im Palmengarten zusammengefunden. Doch die Ruhe sollte für den Wissenschaftler nur eine Ruhe vor dem Sturm sein. Nicht der Wettergott löste den Sturm aus, sondern die Göttin Kali, die indische Göttin des Todes. Jene Dame, im Tempel von Krischnapur beheimatet, die immer noch ihren gestohlenen Perlen nachweinte und ihren Fluch bis in jeden Winkel der Erde schickte. So brachten die Schwarzen Perlen auch der Lady Wildermere kein Glück. Während sie sich im Kostüm der Cleopatra mit Dr. Miller, gehüllt in ein aufwendiges Shakespeare-Gewand, auf dem Parkett beim Tanz vergnügte, verursachte ein Kurzschluss momentane Finsternis. Diese Panne gab jemandem die Möglichkeit, der Lady die Schwarzen Perlen vom Hals zu entfernen. Wieder einmal hat dem Professor die Stunde geschlagen. Nach Überprüfung aller Fakten bekommt van Dusen eine vage Vorstellung von der Person, die für den Diebstahl in Frage kommt. Dass er jedoch den mutmaßlichen Täter bei der Suche nach den Perlen als Leiche in seiner Kabine findet, ist für den Professor zunächst unverständlich. Äußerste Konzentration ermöglicht es ihm alsbald, die Zusammenhänge zu erkennen. Ob er richtig im Bilde war, soll ein von ihm entwickelter Chronograph noch erhärten.


Bemerkungen:

Mit diesem sechsten Fall verlässt die Van-Dusen-Reihe die Vorlagen von Jacques Futrelle, die Geschichte stammt nun komplett aus der Feder Michael Kosers. Er zeigt hier auch gleich, wohin die Reise geht. Van Dusen und Hatch machen sich auf nach Europa, wo sie künftig noch einige interessante Fälle zu lösen haben. Hier müssen sie zunächst dem Rätsel der gestohlen "Perlen der Kali" und dem Mord an deren Dieb auf die Spur kommen. Koser erzählt diesen klassischen Whodunnit-Krimi mit der gewohnten Portion Humor, was dem Hörer eine sehr unterhaltsame Hörspielstunde garantiert. Als Bonus kommen Autor Michael Koser,  Regisseur Rainer Clute und Klaus "Hutchinson Hatch" zu Wort.


Meine Wertung: + + + +

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