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Autor: |
Christine Lehmann |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Regie: |
Günter Maurer |
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Bearbeitung: |
Uta-Maria Heim |
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Musik: |
Arndt Wirth |
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Länge: |
54 Min. |
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Mitwirkende: |
Xaver Finkbeiner, Kriminaloberrat: Ueli
Jäggi
Nina Brändle, Kriminalhauptkommissarin: Karoline Eichhorn
Dr. Florian Goll, Tierarzt: Klaus Spürkel
Gisela Wanner, Wirtin: Christiane Bachschmidt
Michael Jäger, Geschäftsführer: Hubertus
Gertzen
Carla, Reitlehrerin: Barbara Wurster
Jennifer: Lea Torcelli
sowie Christoph Ebner, Pauline Heim, Uta-Maria Heim, Wolfgang Hepp,
Kathrin Hildebrand, Jürgen Hörig, Nadine Kettler,
Pierre M. Krause, Benno Schurr, Maria Skoruppa, Gisela
Strähle, Marina Tamassy, Frauke Vetter, Reinhold Weiser u. a.
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Inhalt: |
Das Himmelreich liegt kurz vor Kirchzarten und
heißt so, weil dort das Höllental zu Ende ist. Die
engste Stelle des Tales wird Hirschsprung genannt. Oben auf dem Felsen
erinnert ein bronzener Hirsch daran, dass sich hier einst ein stolzer
Sechsender durch einen gewaltigen Sprung über die Schlucht vor
seinen Verfolgern gerettet hat. Dem Fleischfabrikanten Herbert Wanner
aus Himmelreich gelingt das allerdings nicht ...
Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner, ein wortkarger Südbadener,
baut im StuttgarterLKA als Profiler eine neue Abteilung auf.
Während sich im Büro noch die Umzugskisten stapeln,
besucht er in seiner alten Heimat, dem Südschwarzwald, seinen
Jugendfreund Florian Goll. Bei einer Wanderung stellt sich heraus:
Tierarzt Goll steckt in einer schweren Krise. Seine 13-jährige
Tochter ist sterbenskrank, seine Ehe wackelt, und einige Tage zuvor hat
er hier oben einen Toten gefunden: Herbert Wanner, Fleischfabrikant,
musste sterben, weil er Pferde- als Hirschfleisch verkauft hat. Aber
ist das wirklich ein Motiv für einen mittelalterlich
anmutenden Ritualmord? Erst als die zweite Leiche im Kühlhaus
liegt, wird Finkbeiner klar: In Himmelreich im Höllental ist
nichts wie es scheint. Die Idylle ist tödlich. Und beinahe
auch für ihn, wäre da nicht seine Assistentin Nina
Brändle, eine raubeinige schwäbische Blondine, die
nach einem schweren Motorradunfall nicht mehr im Außendienst
arbeiten darf. Aber wozu eine Waffe, Krücken tut’s
doch auch! Die geschwätzige Nina Brändle ist als
sympathische Nervensäge so etwas wie Finkbeiners
unwillkommener Schutzengel, den er erst schätzen lernt, als es
ihm ernsthaft an den Kragen geht.
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Bemerkungen: |
Beim ersten Radiotatort des SWR setzt man auf
Bodenständiges. Die Protagonisten tragen - wie man es schon
von andern Krimiformaten des Senders kennt - ihre regionale
Identität auf der Zunge und sorgen damit für viel
Flair und Wiedererkennungswert.
Dazu schafft man noch viel Stoff in der Rahmenhandlung, in dem man die
Hauptfiguren so unterschiedlich gestaltet, wie es nur irgendwie
vertretbar ist. Der knurrige Südbadener und seine aufgeweckte
schwäbische Kollegin bilden hier ein sehr farbenfrohes Duo,
das sich sicherlich auch in künftigen Folgen noch einige
hörenswerte Dialoge liefern wird.
Der Fall "Himmelreich und Höllental" ist sehr
hörenswert, wenngleich in seiner letzten Konsequenz vielleicht
etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Im Großen und
Ganzen kann die Geschichte jedoch überzeugen.
Der Fall wird angenehm erzählt und kommt ohne große
Knalleffekte zur Geltung. Es geht hier auch akustisch eher
gemütlich zu, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass
hier irgendwo die Spannung liegenbliebe.
Eine sehr unterhaltsame Folge, die an die Güte der vorherigen
Folge (Schöne Aussicht / mdr) durchaus anknüpfen
kann. Die Geschichte ist unterhaltsam und kann mit gut gezeichneten
Figuren überzeugen - ein Umstand der durchaus Lust auf die
nächste Folge aus SWR-Land macht. |
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