Reisen und Abenteuer mit Fummel und Bummel
  Autor: Hanna Ermuth
  Produktion: cbj 2009 - VEB Deutsche Schallplatten Berlin 1964
  Regie: Theodor Popp
  Länge: 53 Min.
 


Mitwirkende:

Fummel: Rolf Ripperber
Bummel: Wolfgang Lippert
Märchentante/Erzählerin: Inge Chrobock

Meister Schleckermaul: Robert Assmann

Frau Schnurrich: Ingeborg Medschinski
Karo: Fritz Hollenbeck
Gackeline: Berti Deutsch
Gecherine: Maritta Hübner

Fliegzwerk: Peter Groeger
Zwickzwack: Robert Assmann
Tau: Joachim Hoyer
Möwen: Irmgard Preuß, Johanna Voelkel

Pit: Günter Mayer-Brede
Schaufenster: Berti Deutsch
Hammer: Joachim Hoyer
Weihanchtsmann: Maximillian Larsen


Inhalt:

Das vorlaute und neugierige Äffchen Fummel und sein gutmütiger und tollpatschiger Freund, der Teddy Bummel, erleben vier spannende Abenteuer. Die beiden Unzertrennlichen treffen den Weihnachtsmann und den Osterhasen, fahren an die Ostsee und erleben lustige Abenteuer mit den Katzenkindern.


Bemerkungen: Ein Hörspiel aus den tiefen Archiven der DDR-Hörspielproduktion. Bereits aus dem Jahr 1964 stammt diese Produktion - und das hört man auch. Nicht unbedingt im Hinblick auf die Klangqualität, denn die ist erstaunlich gut, vielmehr aber bei der Darstellung. Hier geht es doch mit einiger Holzhammerpädagogik zu Werke, wie man sie auch in anderen Hörspielproduktionen der damaligen Zeit (unabhängig vom Land der Herstellung) findet.
Highlight ist allerdings doch der sehr länderspezifische Weihnachtsausflug. Hier erhält man einen sehr interessanten Einblick in die sozialistisch Korrekte Abfeierung des Weihnachtsfestes, bei dem Pioniere noch brav Geschenke für die Eltern basteln.

Entsprechend altbacken kommen auch die Sprecher hier rüber. Bedeutungsschwangere Deutlichkeit zeichnet deren Leistungen hier aus. Einige Sprecher kennt man vielleicht aus einigen anderen Produktionen aus der DDR der 60er und 70er Jahre,  Peter Groeger ist der Einzige von ihnen, der auch heute noch in den Besetzungslisten auftaucht. Einen ebenfalls heute noch bekannten Namen findet man auch: Wolfgang Lippert agiert hier - im zarten Alter von 12 Jahren -  in seiner einzigen Hörspielrolle.

Viel mehr als die Sprecher ist hier nicht zu hören. Geräusche oder Musik sind hier nur in nicht erwähnenswertem Umfang vorhanden. Eine trockene - aber für die Zeit der Herstellung gewohnte - Angelegenheit.

Die Produktion ist letztlich nichts, was man Kindern heute noch aufs Ohr drücken muss. Sie dürfte mehr die Nostalgiker ansprechen, die die Abenteuer vielleicht noch aus der eigenen Kindheit kennen oder aber auch sich einfach vom Flair dieser Produktion verzaubern lassen wollen.
   
Meine Wertung: +
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